Fitbit Charge 5 Test – außen hui, innen naja

Der Fitbit Charge 5 wurde mit einigen wesentlichen Neuerungen angekündigt, was in mir die Hoffnung weckte, es schon bald mit einem richtig guten Fitness Tracker zu tun zu haben. Ob meine Begeisterung begründet war, zeige ich in diesem Testbericht.

Disclaimer

Das getestete Modell wurde mir weder durch den Hersteller noch durch einen Händler zur Verfügung gestellt, sondern von mir auf eigene Kosten gekauft. Damit wurde dieser Testbericht ohne Auflagen und Bedingungen verfasst und dokumentiert ungefiltert meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen

Als ich die ersten Information zum neuen Fitbit Charge 5 gelesen hatte, lehnte ich mich weit aus dem Fenster und bezeichnete das Modell als den wahrscheinlich besten Fitness Tracker bisher. Es waren die vielen neuen Features, die mich zu der zugegeben recht mutigen Aussage bewegten.

Was ist neu am Fitbit Charge 5

  • farbiger AMBOLED-Touchscreen, die etwas größer ist als beim Vorgänger und ganz wichtig auch deutlich heller
  • Always-On-Modus – auch im Trainingsmodus
  • Tagesformindex
  • Empfehlungen für Training und Erholung
  • EKG Messung
  • Benachrichtungen zu hoher oder niedriger Herzfrequenz
  • EDA-Scan, den wir bereits von den anderen Fitbit Modellen kennen
  • Zugang zum Premium-Abo

Besonders die neuen Features Tagesformindex und EKG sind sehr interessant und machen aus dem Charge 5 einen Fitness Tracker, der sich deutlich von vielen anderen Modellen abhebt. Doch dazu später etwas mehr.

Design und Display

Das Uhrengehäuse des Fitbit Charge 5 ist minimal größer als das seines Vorgängers und macht aufgrund der verwendeten Materialien wie Aluminium und Edelstahl auch einen hochwertigeren Eindruck.

Das dazugehörige Armband ist wie immer aus Silikon, doch fühlte es sich für mich im Vergleich zum 4er Charge weicher und angenehmer an, weshalb ich in den letzten Wochen immer ein sehr gutes Tragegefühl hatte.

Das Modell wird in drei verschiedenen Farbversionen angeboten

  • schwarz/edelstahl graphit
  • mondweiß/edelstahl softgold
  • graublau/ edelstahl platin
Fitbit Charge 5 in schwarz, weiß und grau

Dazu gibt es wie bei Fitbit immer schon üblich Ersatzarmbänder in verschiedenen Farben und Materialien.

Apropos Armband – Solltest Du vom Charge 4 auf den Charge 5 wechseln, kannst Du bereits erworbenen Armbänder nicht verwenden, da das neue Modell ein komplett anderes Befestigungssystem hat.

Das Display ist eine wesentliche Neuerung am Fitbit Charge 5, weil wir es mit einem wunderbaren AMOLED-Touchscreen zu tun haben, der mit einer sehr guten Auflösung und tollen Farben überzeugt. Noch wichtiger ist, daß der kleine Bildschirm deutlich heller ist als beim Vorgänger und damit eine sehr gute Ablesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen garantiert ist.

Über die Einstellungen hast Du zusätzlich noch die Möglichkeit die Bildschirmhelligkeit nach Deinen Bedürfnissen zu konfigurieren. Außerdem kannst Du einstellen, ob das Display mittels Geste oder Berührung aktiviert wird oder Du entscheidest Dich überhaupt gleich für den Always On Modus.

Einrichtung und Bedienung

Die erstmalige Einrichtung des Fitbit Charge 5 ist keine Raketenwissenschaft. Zur Vorbereitung hängst du den Fitness Tracker an das Ladekabel und installierst die Fitbit App auf Deinem Smartphone.

Ist das erledigt, aktivierst Du die Bluetooth-Verbindung an Deinem Handy und nachdem Du die Koppelung zwischen Telefon und Armband genehmigt hast, erfolgt die restliche Konfiguration fast von alleine. Insgesamt hat die gesamte Einrichtung bei mir maximal 10 Minuten gedauert und ich konnte dann sofort loslegen.

Bedient wird der Charge 5 ausschließlich über den Touch-Screen. Wischt Du nach unten gelangst du zu den verschiedenen Einstellungen und Fitbit Pay. Scrollst Du vom Hauptbildschirmm nach rechts, rufst Du damit Funktionen wie Benachrichtigungen, Training, den EDA-Scan oder den Wecker auf.

Einmal noch oben wischen, werden Dir die wichtigsten Daten zu Tagesaktivitäten und Messungen gezeigt.

Insgesamt ist die Bedienung und Menüstruktur sehr benutzerfreundlich und man findet sich auch als Anfänger innerhalb kurzer Zeit gut zurecht.

Für meinen Geschmack reagiert der Touch-Screen ein wenig zu träge und manchmal ist es auch notwendig, mehrmals zu wischen oder zu tippen um zur gewünschten Funktion zu gelangen.

Akkulaufzeit

Was die Akkulaufzeit beim Fitbit Charge 5 betrifft, hoffte ich auf eine wesentliche Steigerung, da meine Erfahrungen mit den Vorgängermodell, der bestenfalls drei bis vier Tage durchhielt, nicht zufriedenstellend waren.

Was meine Erwartungen etwas dämpfte ist der AMOLED Screen, der bekanntlich ein ordentlicher Energiefresser ist, weshalb ich die vom Hersteller genannten sieben Tage Laufzeit für zu optimistisch hielt.

Ich nahm den Fitbit Charge 5 erstmalig an einem Montag zu Mittag in Betrieb und trug ihn ab da permanent 24/7. Dabei sah die Verwendung wie folgt aus

  • Pulsmessung permanent aktiviert
  • Schlafüberwachung inkl. SpO2 Messung aktiviert
  • automatische Aktivitätserkennung aktiviert
  • Benachrichtigungen aktiviert
  • Jeden Tag 1 Stunde Sport – abwechselnd Laufen mit GPS und Krafttraining ohne GPS

Bei dieser Nutzung musste ich den Fitbit Charge 5 am Samstag abend wieder an das Ladekabel hängen. Im nächsten Zyklus schaffte der Fitness Tracker dann volle sechs Tage bei gleicher Verwendung.

Sechs Tage Akkulaufzeit sind für mich ein ordentliches Ergebniss, mit dem man absolut zufrieden sein kann.

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Bewegung und Gesundheit

Wie auch schon bei den anderen Fitbit Modellen spielen auch beim Fitbit Charge 5 die Themen Bewegung, Gesundheit und Wohbefinden eine wesentliche Rolle. Zu diesem Zweck bietet der Fitness Tracker eine großzügige Ausstattung an.

Da wären einmal die üblichen Basics wie Schritte, Distanz, Kalorienverbrauch und Schlaf. Besonders die Schlaffunktion hat es mir angetan, weil mir die ganze Aufbereitung der Daten sehr gut gefällt.

Fitbit Charge 5 App Tagesansicht, Schritte, Kalorienverbrauch, Schlafüberwachung

Besonders der Schlaf-Score liefert mit einer einzigen Zahl eine aussagekräftige Information zu Dauer und Qualität der letzten Nachtruhe. Der Schlaf-Score wird auf Basis der

-Schlaf und Wachzeiten
-Tiefschlafphasen und REM-Phasen
-Herzfrequenz und Bewegung

ermittelt. Umso höher die Kennzahl ist, umso erholsamer war auch Deine Nachtruhe.

Obwohl ich bezüglich der Schlafüberwachung mittels Wearables generell sehr skeptisch bin, war es trotzdem sehr interessant, die verschiedenen Messdaten über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Neben den oben genannten Basiswerten ist der Fitness Tracker mit weiteren Features ausgestattet, die wir bereits von seinem Vorgänger kennen. Dazu zählen

  • die automatische Aktivitätserkennung
  • die Aufzeichnung der stündlichen Aktivität
  • die Aktivzonenminuten

Darüber hinaus kannst du sowohl Ernährung und Flüssigkeitszufuhr einfach und bequem in der Fitbit App protokollieren.

Einzig der so beliebte Etagenzähler findet sich beim Fitbit Charge 5 nicht mehr.

Was wir bereits von der Fitbit Sense und der Fitbit Versa 3 kennen und sich auch beim Charge 5 findet, sind die Gesundheitsmesswerte. Dieses Paket an Funktionen ermittelt – hauptsächlich während der Nachtruhe – einige wichtige Vitaldaten, die Aufschluss über Deinen aktuellen Gesundheitszustand und Wohlbefinden bringen.

Die Gesundheitsmesswerte bestehen aus der Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur, Sauerstoffsättigung und Ruheherzfrequenz.

Fitbit Charge 4 Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, SpO2, Hauttemperatur

Auch die Messung der elektrodermalen Aktivitäten (EDA-Scan), die wir ebenfalls von den anderen Fitbit Smartwatches kennen, ist beim Fitbit Charge 5 mit an Bord. Ich muss aber gestehen, daß ich diese Funktion nur aus Testzwecken ein einziges Mal ausprobierte.

Einerseits deshalb, weil die ganze Prozedur 3 Minuten dauert, in der man Zeigefinger und Daumen an das Uhrengehäuse anlegt bis dann soetwas wie ein Messergebnis eingeblendet wird. Andererseits mir die ganze Messung zu wenig aussagekräftig ist um wirklich damit etwas anfangen zu können.

Update 11/2021 – Tagesformindex und EKG

Rund ein Monat, nachdem der Fitbit Charge 5 im Handel erhältlich und ich den Fitness Tracker getestet habe, werden die beiden neuen Funktionen , der Tagesformindex und das EKG-Feature endlich freigeschaltet.

Die EKG Messung funktioniert genauso wie bei der Fitbit Sense. Du rufst die EG App auf und startest den Messvorgang. Dabei legst Du Daumen und Zeigefinger an den Metallrahmen des Uhrengehäuses und wartest circa 30 Sekunden bis die Messung abgeschlossen ist.

Im Anschluss wird das Ergebnis sofort am Display eingeblendet. Ein Bericht dazu kann als PDF -Datei auch direkt an Deinen Arzt weitergeleitet werden.

Auch für den Tagesformindex gibt es eine eigene App, in der Du gesondert der Messung und Aufzeichnung verschiedener Daten zustimmen musst. Das ist auch der Grund weshalb der Charge 5 nicht auf historische Messdaten zugreift und Dir sofort einen Tagesformindex liefert, sondern es rund 10 Tage dauert bis wirklich individuelle Informationen bereits gestellt werden.

Die primäre Aufgabe dieser Funktion ist es, Dir mitzuteilen, wie gut Du Dich während der Nachtruhe von Deinen letzten sportlichen Aktivitäten und täglichen Herausforderungen erholt hast. Zu diesem Zweck wird die Intensität und Dauer Deiner Aktivitäten, die Qualität und Dauer Deines Schlafes und die Herzfrequenzvariabilität gemessen.

Umso höher Dein Tagesformindex , umso erholter bist Du und umso größer sind Deine Energiereserven. Ähnliche Funktionen kennen wir bereits mit der Body Battery von Garmin oder mit Nightly Recharge von Polar.

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Sport und Fitness

Insgesamt stehen auf dem Fitness Tracker 21 verschiedene Sportprofile zur Verfügung, wobei 6 davon standardmäßig direkt auf dem Armband vorinstalliert sind. Über die App kannst Du jederzeit deine benötigten Sportmodi einstellen bzw. wechseln.

Zur Verfügung stehen

  • Laufen
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Laufband
  • Gewichte
  • Intervalltraining
  • Training
  • Ellipsentrainer
  • Wandern
  • Golf
  • Stepper
  • Tennis
  • Gehen
  • Spinning
  • Yoga
  • Bootcamp
  • Zirkeltraining
  • Kickboxen
  • Kampfsport
  • Pilates
  • Outdoorsportarten

Sollte das passende Profil nicht dabei sein, kannst Du ein Ähnliches verwenden. So würde ich beispielsweise für ein knackiges HIIT-Training das Profil Bootcamp oder Zirkeltraining nützen. Oder für das aktuell so beliebte Hula Hoop das Sportprofil Training verwenden.

Innerhalb eines Sportprofils werden zusätzlich noch einige Einstellungsmöglichkeiten angeboten. So kannst Du beispielsweise bei Laufen

  • ein Ziel definieren ( Zonenminuten, Strecke, Zeit und Kalorien)
  • Benachrichtigungen aktivieren oder ausschalten
  • GPS aktivieren oder ausschalten – was zugegeben absolut keinen Sinn macht
  • Auto Pause für Standzeiten zum Beispiel an einer roten Ampel
  • Always On Modus aktivieren – wovon ich aber aufgrund des hohen Energiebedarfs abrate

Nach Abschluss einer Trainingseinheit werden die wichtigsten Messdaten direkt auf dem Fitness Tracker eingeblendet wobei eine Ansicht in der App bequemer und übersichtlicher ist.

Fitbit Trainingsaufzeichnung, Standardansicht, Pulszonen, Pace

In der App gibt es für die Streckenansicht verschiedene Darstellungen beginnend bei einer Standardkarte, einer Karte in der die Aktivzonen oder das Tempo eingeblendet werden. Ansonsten findest du in der Auswertung alle relevanten Messdaten, um Dir ein umfassendes Bild zu Deiner Trainingseinheit zu machen.

Fitbit Charge 5 Trainingsaufzeichung mit Runden, Kalorienverbrauch, Pulszonen und Aktivzonenminuten

Ebenfalls mit dabei ist auch wieder Cardiofitness, was im Wesentlichen eine Berechnung Deiner VO2max ist und Dir damit verrät, wie fit Du bist. Schön finde ich daran, daß auch gezeigt wird, welches Verbesserungspotenzial vorhanden ist, was den einen oder anderen Hobbysportler sicher noch mehr motiviert.

Fitbit Charge 5 Cardiofitness

Um Cardiofitness auch wirklich sinnvoll nutzen zu können, ist es wichtig, daß Du deine persönliche maximale Herzfrequenz in der App hinterlegst. Nur dann sind sämtliche Berechnungen zu Pulszonen und deinem Fitness Level auch korrekt.

Deine HFmax gibst Du in der App ein, in dem Du die Kachel Herzfrequenz wählst, dann rechts oben das Zahnrad anklickst und unter Herz-Gesundheit bei benutzerdefinierte max. Herzfrequenz Deinen Wert eingibst.

Hinweis

Über das Fitibt Dashboard oder der App ist es möglich, Trainingsdaten im .tcx Format an externe Plattformen wie Strava zu exportieren.
Leider kann auch der Fitbit Charge 5, genauso wie alle anderen Fitbit Geräte, nicht mit einem Brustgurt verbunden werden

Puls und GPS Messung

Auch der Fitbit Charge 5 musste sich einer genauen Prüfung hinsichtlich Messgenauigkeit der Puls- und Streckenmessung unterziehen. Und dabei erlebte ich eine große und leider auch eher negative Überraschung

Hinweis

Um die Genauigkeit der Herzfrequenzmessung zu überprüfen, trage ich das aktuelle Testgerät immer am rechten Handgelenk. Ein Referenzgerät am linken Handgelenk und zusätzlich einen Brustgurt ( HRM Pro oder Polar H10)

Üblicherweise absolviere ich mit den Geräten mindestens drei Läufe von jeweils 10 Kilometer, bei denen ich das Tempo immer wieder variiere und der Puls sich damit entsprechend ändert. Meine Laufstrecken führen mich durch städtisch verbautes Gebiet, über große Freiflächen (Felder) wie auch entlang von Flüssen mit dichten Baumbestand an den Ufern.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen denke ich ein praxisnahe Testsituation zu schaffen, die eine objektive Prüfung der Herzfrequenzmessung und GPS-Messung ermöglicht.

In den vergangenen Wochen hatte ich schon einige Testberichte und Rezensionen gelesen, in den von teilweise massiven Problemen bei beiden Messfunktionen berichtet wurde. Entsprechend gespannt war ich welche Erfahrungen ich machen werde.

Wie immer absolvierte ich zuerst einige eher ruhige Läufe, in denen ich mich mit dem Fitbit Charge 5 vertraut machte und mir einen ersten Überblick über die Messungen verschaffte.

Als Referenzgerät war die Garmin Fenix 6 gekoppelt mit dem Garmin HRM Pro mit dabei.

Hinsichtlich der Pulsmessung sahen die ersten drei Läufe, die alle 10 Kilometer lang waren und ich in einem eher ruhigen und gleichbleibenden Tempo absolvierte, so aus.

Beispiel Dauerlauf: Fitbit Charge 5 grün, Garmin Fenix 6/ Brustgurt blau

Hier gibt es zumindest in der ersten halben Stunde keine großen Auffälligkeiten. In den zweiten 30 Minuten, in denen ich das Tempo ein wenig erhöhte, sind aber die ersten deutlichen Messdifferenzen zu erkennen. Und auch bei einem Halt an einer roten Ampel ( letzter roter Pfeil) sind sich die beiden Geräte nicht wirklich einig.

Die Qualität einer Pulsmessung lässt sich aber am Besten bei einem Intervalltraining überprüfen, bei dem das Tempo und damit auch die Herzfrequenz stark variiert. Und da werden die Grenzen des Fitbit Charge 5 deutlich aufgezeigt.

Beispiel Intervalltraing: Fitbit Charge 5 grün, Garmin Fenix 6/ Brustgurt blau

Das Messergebniss hat mich einerseits nicht wirklich überrascht. Immerhin gibt es aktuell kaum eine Uhr am Markt, deren optisch-elektrische Pulsmessung es schafft, ein Intervalltraining korrekt aufzuzeichnen. Jedoch muss in diesem Fall gesagt werden, daß der Fitbit Charge 5 besonders in den gekennzeichneten Intervallen deutlich daneben liegt.

Und beim GPS wird die ganze Sache leider nicht besser – ganz im Gegenteil.

Als Beispiel möchte ich die Streckenaufzeichnung des oben erwähnten 10 Km Lauftrainings zeigen.

Ich erspare mir dabei diverse Detailansichten, weil schon das Gesamtbild die zum Teil massiven Fehlmessungen deutlich aufzeigt.

Bei Markierung 1 wird der Streckenverlauf schnurgerade dargestellt, was einerseits verdächtig ist, andererseits auch nicht den realen Gegebenheiten etspricht. Weiters kürzt der Charge 5 den ersten Abschnitt deutlich ab.

Im zweiten gekennzeichneten Abschnitt liegt die Aufzeichnung deutlich neben der eigentlichen Strecke und führt fast einen Kilometer durch eine Wohnhausanlage.

Bei Markierung 3 sieht es ganz danach aus, daß der Fitness Tracker für die nächsten rund zwei Kilometer das GPS Signal immer wieder verloren hat. Anhand einzelner kurzer Standortbestimmungen wurde offenbar die gelaufene Strecke hochgerechnet, was die schnurgerade Linie erklärt.

Insgesamt habe ich mit dem Fitbit Charge 5 sechs längere Läufe auf verschiedenen Strecken absolviert und jedes Mal war die Streckenmessung deutlich fehlerhaft und ungenau.

Natürlich habe ich zu diesen Messproblemen recherchiert und dabei dank DC Rainmaker erfahren, daß offenbar das Design des Armbandes Grund für die schlechten Messungen ist.

Laut DCRainmaker, der intensive Gespräche mit Fitbit geführt hat, ist das GPS Modul an der Geräterückseite verbaut und die die dazugehörigen Antenne ist Teil des Uhrengehäuses. Soweit alle noch im normalen Bereich, denn diese Bauweise findet sich auch bei vielen anderen Modellen.

Trägt man aber den Fitbit Charge 5 sehr streng am Handgelenk, verliert der Fitness Tracker eher früher als später das GPS Signal. Trägt man das Armband etwas lockerer, dann hat man eine ordentliche Streckenmessung, jedoch ist dann die Pulsmessung äußerst fehlerhaft.

Egal wie man es macht, eine der Messungen wird nicht passen.

Mir ist es völlig rätselhaft, was Fitbit bei der Entwicklung des Fitbit Charge 5 falsch gemacht hat. Immerhin gibt es ein Menge Fitness Tracker am Markt, die in Design, Bauweise und Abmessungen dem Charge 5 sehr ähnlich sind, aber niemals solche Probleme bei Puls-oder Streckenmessung hatten.

Viel wichtiger ist jedoch die Frage, ob und wie Fitbit diese Schwierigkeiten beheben kann. Da es sich offenbar um ein Hardware-Problem handelt, weil sich Sensoren oder Antennen an der falschen Stelle befinden, sehe ich hier wenig Möglichkeiten, die Messungen zu verbessern.

Smarte Funktionen

Was die smarten Features betrifft, hat man sich im Vergleich zu den anderen Fitbit Uhren beim Charge 5 eher zurück gehalten.

Natürlich informiert der Fitness Tracker über eingehende Anrufe, Mitteilungen und Nachrichten, ebenso gibt es einen Wecker, einen Timer und Fitbit Pay, aber auf andere schlaue Funktionen muss verzichtet werden.

So hat der Charge 5 weder einen Musikplayer noch kann die Musikfunktion auf dem Smartphone gesteuert werden. Die Installation von Apps ist ebenfalls nicht möglich.

Nur eine noch eher überschaubare Auswahl an verschiedenen Watchfaces wird angeboten.

Fazit

Wie ich schon eingangs geschrieben habe, freute ich mich auf den neuen Fitbit Charge 5. Aufgrund der bereits bekannten Spezifikationen war ich im Vorfeld sogar der Meinung, schon bald einen der besten Fitness Tracker am Markt zu testen.

Jedoch konnte der Charge 5 meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Zuerst das Positive – Mit einem kompakten Design, einem wirklich tollen Display und langen Akkulaufzeiten macht der Fitness Tracker schon einmal einen guten ersten Eindruck. Was die funktionelle Ausstattung betrifft, kann der Charge 5 fast schon mit der Fitbit Sense mithalten.

Immerhin werden alle wesentlichen Gesundheitsmesswerte wie Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur, Sauerstoffsättigung und Ruheherzfrequenz aufgezeichnet und neue Features wie Tagesformindex oder EKG sind ebenfalls schon aktiviert.

Und mit Funktionen wie Aktivzonenminuten oder Cardiofitness wäre der Charge 5 auch gut für alle sportlichen Aktivitäten ausgerüstet.

Womit wir beim Negativen gelandet sind – Die Pulsmessung des Fitbit Charge 5 ist bestenfalls durchschnittlich und die Streckenmessung ist häufig sehr unzuverlässig. Ob es der Hersteller es schafft mittels Update diese beiden Kernfunktionen noch irgendwie zu verbessern, ist unklar – ich zweifle daran.

Und so wird aus dem Fitbit Chage 5, der eine sehr interessante Alternative zur Sense oder Versa 3 sein hätte können, ein durchschnittlicher Fitness Tracker, der im Alltag gut verwendbar, aber beim Sport nur begrenzt nutzbar ist.

Angebot
Fitbit Charge 5 Aktivitäts-Tracker mit 6-monatiger Premium-Mitgliedschaft, bis zu 7 Tagen Akkulaufzeit und Tagesform-Index
  • Bis zu 7 tage akkulaufzeit und bis 50 m Tiefe wasserabweisendes Gehäuse
  • Kompatibel mit iOS 13 und Android 8.0
  • Für smarteres Training: Integriertes GPS, Tagesform-Index, Bewegungserinnerungen, kontinuierliche Herzfrequenzmessung, automatisches Aktivitäts-Tracking,...
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Letzte Aktualisierung am 26.11.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API