Garmin Fenix 6 Test – smarte Sportuhr der Extraklasse

Die Garmin Fenix 6 gehört in die Kategorie Premium Sportuhren und beeindruckt durch eine großzügige technische Ausstattung und vielen Funktionen. Daher war es interessant herauszufinden, was das Gerät in der täglichen Praxis wirklich kann.

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir eine Garmin Fenix 6 anzuschaffen. Immerhin ist das Teil, egal in welcher Ausführung, nicht gerade günstig. Doch zufällig entdeckte ich ein tolles Angebot und konnte einfach nicht widerstehen. So bin ich nun stolzer Fenix-Besitzer und hab das Gerät in den letzten Wochen ausgiebig getestet

Das getestete Modell wurde mir weder durch den Hersteller noch durch einen Händler zur Verfügung gestellt, sondern von mir selbst gekauft. Damit wurde dieser Testbericht ohne Auflagen und Bedingungen verfasst und dokumentiert ungefiltert meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen

Bevor wir uns gemeinsam die Uhr genauer ansehen noch ein wichtiger Hinweis.

Die technische und funktionelle Ausstattung der Fenix 6 ist einfach enorm, weshalb man über das Teil ein ganzes Buch schreiben könnte. Aus diesem Grund ist es unmöglich auf alle Funktionen und Details näher einzugehen. Ziel dieses Testberichts ist es, Dir die interessantesten Features genauer vorzustellen und Dir zu zeigen was die Uhr alles kann.

So jetzt wo das geklärt ist, lass uns die Garmin Fenix 6 näher kennen lernen.

Zuerst ein Überblick, welche Modellversionen angeboten werden.

Garmin Fenix 6S, Fenix 6 und Fenix X im Vergleich

Garmin fenix 6S - schlanke GPS-Multisport-Smartwatch mit Sport-Apps, 1,2' Display und Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Kontaktlos Bezahlen mit Garmin Pay. Wasserdicht bis 10 ATM, bis zu 9 Tage AkkuGarmin fenix 6 - GPS-Multisport-Smartwatch mit Sport-Apps, 1,3' Display und Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Kontaktlos Bezahlen mit Garmin Pay. Wasserdicht bis 10 ATM, bis zu 9 Tage AkkuGarmin fenix 6X PRO - GPS-Multisport-Smartwatch mit Sport-Apps, 1,4' Display und Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Musikplayer, Karten, WLAN und Garmin Pay. Wasserdicht bis 10 ATM, bis 21 Tage Akku
Fenix
6s und 6s Pro
Fenix
6 und 6 Pro
Fenix
X Pro
Preis Standard447,79 EUR470,87 EUR
Preis Pro 566,92 EUR599,99 EUR560,10 EUR
Größe42 x 42 x 13,847 x 47 x 14,751 x 51 x 14,9
Display1,2 „
240 x 240 px
MIP
1,3″
260 x 260 px
MIP
1,4″
280 x 280 px
MIP
Gewicht58/ 61 Gramm80/ 83 Gramm93 Gramm
Akku
Smart Modus
bis 9 Tage
GPS Modus
bis 25 Std.
Spar Modus
bis 34 Tage
Smart Modus
bis 14 Tage
GPS Modus
bis 36 Std.
Spar Modus
bis 48 Tage
Smart Modus
bis 21 Tage
GPS Modus
bis 60 Std.
Spar Modus
bis 80 Tage
Speicher64 MB
Pro 32 GB
64 MB
Pro 32 GB
64 MB
Pro 32 GB
Wasserdicht
WLAN
Musiknur Pro Versionnur Pro Version
Kartenmaterialnur Pro Versionnur Pro Version

Seit Juli 2020 sind sämtliche Modelle auch in einer Solarversion erhältlich. Bei diesen Geräten wurden Kollektoren am Displayrand und unter dem Display verbaut, womit der Akku durch reine Sonnenenergie aufgeladen wird und sich die Laufzeiten damit deutlich verlängern.

Neben den verschiedenen Modellversionen gibt es die Fenix 6 natürlich auch noch in unterschiedlichen Farbvarianten

  • Fenix 6s schwarz/silber, weiss
  • Fenix 6s Pro schwarz/ silber, weiss
  • Fenix 6s Pro Sapphire grau, grau/rosegold, schwarz/schiefer, schwarz/rosegold
  • Fenix 6s Pro Solar lila/schiefer, weissgold/beige, gold/schiefer
  • Fenix 6 schwarz silber
  • Fenix 6 Pro schwarz
  • Fenix 6 Pro Sapphire schwarz/schiefer, grau/silber, schwarz, grau/titan
  • Fenix 6 Pro Solar scharz/schiefer, schiefergrau, blau/weiss, grautitan/ schwarz
  • Fenix 6X schwarz
  • Fenix 6X Sapphiere schwarz
  • Fenix 6X Solar schwarz/schiefer, grautitan

Berücksichtigt man diverse Sondermodelle gibt es die Fenix 6 in 28!!! unterschiedlichen Versionen.

Zur Klarstellung, weil auch wichtig für diesen Testbericht.
Ich habe mich für die einfache Garmin Fenix 6 ( ohne Musikplayer, WLAN und Karten ) entschieden.

Was ist neu an der Garmin Fenix 6?

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen hat die aktuelle Fenix einige Funktionen dazu bekommen, andere Features wurden verbessert.

  • Wie schon in obigen Vergleich ersichtlich, wird das Modell in drei verschiedenen Größen angeboten
  • Zusätzlich gibt es eine Basis und Pro Version, wobei die Pro Geräte mit WLAN, Musikfunktion und Kartenmaterial ausgestattet sind. Außerdem noch neu ist
  • größere Displays
  • längere Akkulaufzeiten
  • Version mit Solarbetrieb
  • verbesserter Herzfrequenz-Sensor
  • HF Messung am Handgelenk beim Schwimmen
  • Pulsoxymeter
  • Verschiedene Energiespar-Modi inkl. Energy Manager
  • Hitze- und Höheakklimation
  • Trainingsbelastungsfokos
  • verbesserter Trainingseffekt
  • Body Battery
  • Pace Pro
  • Climb Pro
  • Trendline Popularity Routing
  • Karten für Skigebiete
  • Karten für Golfplätze
  • Topo Active Europa Karte
  • Sicherheitstracking inkl. Notfallhilfe

Design

Was das Äußere der Garmin Fenix 6 betrifft, hat es im Vergleich zum Vorgängermodell keine großen Änderungen gegeben. Auch wenn die Uhr ein echtes Schwergewicht ist und im ersten Moment vielleicht ein wenig klobig wirkt, trägt sich das Gerät am Handgelenk sehr angenehm.

Mittels Quickfit lassen sich die Armbänder, die es in unterschiedlichen Farben und Materialien gibt, einfach und bequem zu tauschen. Hier solltest Du aber darauf achten, die richtige Größe auszuwählen

Je nach Material sind Armbänder für folgende Handgelenkumfänge geeignet.

Silikonarmband: 127-210 mm
Lederarmband: 135-213 mm
Textilarmband: 135-213 mm
Metallarmband: 135-225 mm

Display und Bedienung

Zum Display muss eigentlich nicht viel gesagt werden. Wie immer hat sich Garmin dabei für die bereits bekannte und bei vielen anderen Geräten des Herstellers in Einsatz befindlichen transflektive MIP-Technologie (Memory in Pixel) entschieden. Der Display ist damit bei allen Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar, wenn auch bei direkter Sonneneinstrahlung die Darstellung ein wenig verblasst und es manchmal auch spiegelt.

Geschützt wird das Display standardmäßig durch ein Gorilla Glas 3 oder je nach Version durch ein Sapphire Glas. Ich selbst habe mir noch zusätzlich eine Panzerglasfolie* besorgt, damit das Display wirklich absolut sicher ist ist.

Natürlich können auch bei der Fenix 6 über Connect IQ verschiedene Displaydesign heruntergeladen und installiert werden. Die Auswahl dazu ist riesig und deckt dabei digitale wie auch analoge Watchfaces ab. Ich habe mich aktuell für das Design Crystal entschieden, das mir sehr gut gefällt.

Bedient wird die Uhr ausschließlich über die fünf seitlich angebrachten Tasten. Wobei das gesamte Bedienkonzept inklusive Menüführung leicht verständlich und logisch ist, sodaß Du Dich schon nach wenigen Minuten zurecht finden wirst und auch kein Handbuch benötigst.

Quelle Garmin

Taste 1 Licht

Zum Aktivieren der Hintergrundbeleuchtung
Zum Einschalten der Uhr. Hältst Du die Taste gedrückt wird das Steuerungsmenü angezeigt.

Taste 2 Up und Menü

Mit dieser Taste bewegst Du dich in den verschiedenen Menüs zurück (oben). Hältst Du die Taste gedrückt gelangst Du in das Menü.

Taste 4 Down

Mit dieser Taste bewegst Du Dich in den verschiedenen Menüs vorwärts (unten)

Taste 5 Aktivitäten und Start

Mit dieser Taste rufst Du Deine Sportprofile auf und startest die Aufzeichnung einer Aktivität. Außerdem kannst Du mit dieser Taste in einem Menü eine bestimmte Option auswählen

Taste 5 Back und Lap

Mit dieser Taste kehrst Du auf die vorherige Seite zurück
Du startest damit eine neue Runde, eine Erholungspause oder einen Wechsel während einer Multisport Aktivität
Hältst Du die Taste gedrückt rufst Du damit die Einstellungen zum Displaydesign auf.

Akkulaufzeit

Laut Hersteller soll meine Garmin Fenix 6 folgende Akkulaufzeiten erreichen

  • Smartwatch-Modus bis 14 Tage
  • Training ( mit GPS ) bis 36 Stunden
  • GPS-Akku-Modus bis 72 Stunden
  • Expeditionsmodus GPS Modus bis 28 Tage
  • Energiesparmodus bis 48 Tage

Ich habe die Uhr bisher rund drei Wochen permanent (auch nachts) getragen, wobei die HF-Messung wie auch der SpO2-Sensor zu Blutsauerstoffsättigung dauerhaft aktiviert waren.

In diesem Zeitraum habe ich folgende Aktivitäten absolviert

– 7 Lauftrainings (inkl. GPS) zwischen 60 – 90 Minuten
– 7 Krafttraining (ohne GPS) jeweils 90 Minuten
– 3 kleine Wanderungen (inkl. GPS) jeweis circa 120 Minuten

Etwaige andere Aktivitäten wie Schritte, Intensitätsminuten, Schlaf etc. wurden natürlich automatisch mit aufgezeichnet.

Außerdem war die Uhr täglich durchschnittlich zwei Stunden mit der App mittels Bluetooth verbunden, um Daten zu synchronisieren und diverse Nachrichten zu empfangen.

Bei dieser Nutzungsintensität musste ich die Uhr durchschnittlich alle sieben Tage neu aufladen, wobei ich das Gerät meist schon bei einem Akkustand von circa 15% an das Ladekabel hängte.

Meines Erachtens handelt es sich bei dieser Nutzungsintensität um ganz hervorragende Werte, die von anderen vergleichbaren Uhren kaum erreicht oder gar übertroffen werden können.

Zusätzlich zu den ansich schon sehr guten Akkulaufzeiten gibt es als neue Funktion auch noch den Power Manager. Mit diesem Feature kann anhand verschiedener Einstellungen der Energieverbrauch besser gesteuert werden.

Zu diesem Zweck gibt es einen Sparmodus, der häufig verwendete Funktionen wie Smart Notifications oder die HF-Messung steuert. Dann wird noch ein Energiemodus angeboten, der er es ermöglicht eigene Energieoptionen für eine bestimmte Aktivitäten festzulegen. Und zu guter Letzt sind auch individuell konfigurierbare Akkualarme verfügbar.

Gesundheit und Aktivitäten

In diesem Funktionsbereich ist als wesentlichste Neuerung zu erwähnen, daß die Garmin Fenix 6 nun auch mit der Body Battery ausgestattet ist. Dieses Feature versucht abzuschätzen, wie es um Deine Energiereserven bestellt ist und wertet dabei Daten zu Herzfrequenzvariabilität, Stress, Schlafqualität und Aktivitäten aus.

Anhand der gelieferten Daten ist es für Dich besser einzuschätzen, wann Du etwa ein hartes Training absolvieren kannst oder doch besser eine Ruhe-und Erholungsphase einlegen solltest.

Ansonsten findest Du in Sachen Gesundheitsüberwachung und Aktivitätstracking das volle Sortiment an Funktionen, die Garmin diesbezüglich anbieten kann.

Dazu zählen

  • Schritte, Distanz, Kalorienverbrauch, Schlafüberwachung
  • Etagenzähler
  • Intensitätsminuten
  • automatische Aktivitätserkennung (Move IQ)
  • Tägliche Ruheherzfrequenz
  • Atemfrequenz
  • Blutsauerstoffsättigung (SpO2)
  • Sportalter
  • Stresstracking
  • Aufzeichnung der Flüssigkeitszufuhr mittels zusätzlicher App
  • Tracking des Menstruationszyklus mittels zusätzlicher App

Was mich betrifft, sind die meisten der genannten Funktionen nur nette Spielereien, die keinen echten Mehrwert bieten. Es mag zwar sein, daß es einzelne User gibt, für die aus gesundheitlichen Gründen eine ganztägige Messung der Blustsauerstoffsättigung oder der Atemfrequenz wichtig ist, aber für die meisten Nutzer sind diese Messwerte vielleicht anfänglich ganz interessant aber dauerhaft völlig unnötig.

In diesem Zusammenhang möchte ich Dir folgende Artikel empfehlen

Sport und Training

Nun kommen wir zu eigentlichen Spezialität von Garmin, der Aufzeichnung und Analyse von sportlichen Aktivitäten. Dabei beeindruckt die Fenix 6 mit einer Vielzahl an verschiedenen Funktionen, die noch durch spezielle Features für Laufen, Radfahren und Schwimmen ergänzt werden.

Insgesamt stehen rund 80 verschiedene Sportprofile zur Verfügung, wovon rund 40 bereits auf der Uhr vorinstalliert sind. Darunter finden sich alle beliebten und bekannten Sportarten, aber auch eher exotisch anmutende Aktivitäten wie Drohnenfliegen, Wakeboarden, Apnoetauchen oder Schneeschuhlaufen.

Um die Möglichkeiten besser aufzeigen zu können werde ich mich in den kommenden Absätzen auf das Sportprofil Laufen konzentrieren.

Vor dem ersten Lauf ist es notwendig alle wichtigen Einstellungen vorzunehmen. Sehr benutzerfreundlich lassen sich sämtliche Konfigurationen gleich direkt auf der Uhr vornehmen.

Zu diesem Zweck drückst du die rechte obere Taste und wählst das Sportprofil Laufen aus. Danach betätigst Du einmal die Menütaste und gelangst damit zu den Einstellungen.

Gleich als erste Option wird Dir die Einstellung der Trainingsseiten angeboten. Hier kannst Du aus verschiedenen Layouts auswählen, die sich durch die Anzahl der Datenfelder unterscheiden. Außerdem kannst Du einstellen, welche Daten in welcher Reihenfolge angezeigt werden sollen.

Ich mag es recht spartanisch und habe mich für ein Layout mit nur drei Datenfelder entschieden, wobei ich mich mit der Anzeige der aktuellen Herzrfrequenz, der durchschnittlichen Pace und der Gesamtdauer begnüge.

Insgesamt gibt es die Möglichkeit vier Trainingsseiten anzuzeigen, die Du ganz nach Deinen Vorstellungen gestalten kannst.

Über das Einstellungsmenü wird noch Möglichkeit angeboten, Alarme, Auto Lap, Auto Pause, Energiemodus, GPS-Einstellungen und noch vieles mehr zu konfigurieren. Selbst die Hintergrundfarbe und Schriftfarbe lassen sich anpassen.

Eine weitere Funktion, die Du ebenfalls bei den Einstellungen unter Trainings findest ist die Pace Pro Strategie.

Pace Pro – Pace Strategie

Ich habe Pace Pro bereits im Garmin Vivoactive 4 Testbericht vorgestellt, möchte es aber hier nochmal wiederholen, da ich die Funktion richtig gut finde

Die Funktion macht vor allem dann Sinn, wenn Deine Trainingsstrecke Dich als Mountainbiker oder Läufer über viele An- und Abstiege führt oder Du für einen Wettkampf eine Strategie entwickelt möchtest.

Zur besseren Veranschaulichung hier ein Beispiel. Leider hatte ich nur eine fast ebene Strecke zur Hand, wodurch die Vorteile der Pace Pro Funktion nicht so richtig zur Geltung kommen. Aber die Funktion lässt sich damit trotzdem gut erklären.

Hier siehst Du einer meiner Standard – Laufstrecken mit einer Gesamtlänge von ziemlich genau 10 Kilometer. Üblicherweise laufe ich diese Distanz mit einer Pace von 5:30 Minuten.

Über PacePro möchte ich nun einen Strategie entwickeln um die Strecke mit einer Pace von 5:00 Minuten zu absolvieren.

Bei Markierung 1 gebe ich die gewünschte Ziel-Pace ein und sofort wird eine entsprechende Strategie mit Streckenplanung und Abschnittszeiten ausgegeben.

Mit dem Schieberegler „Pace Strategie“ (Markierung 2) gibst Du an, ob Du den ersten Teil der Strecke etwas langsamer laufen möchtest um dann das Tempo zu steigern ( negative Strategie) oder mit höheren Tempo beginnen möchtest um später etwas nachzulassen ( positive Strategie) Anmerkung: Laufexperten empfehlen eine leicht negative Strategie

Sollte Deinen Trainingsstrecke auch einige Anstiege beinhalten, dann ist der Regler „Einsatz bergauf“ (Markierung 3) für Dich wichtig. Damit bestimmst Du ob Du bergauf langsamer laufen möchtest oder Anstiege aggressiv bewältigen willst.

Je nachdem wie Du die Regler einstellst, wird Deine Pace – Strategie entsprechend angepasst.

Tipp: Am Besten lässt sich das Features auf der Online-Plattform Garmin Connect nutzen. Vor allem, wenn Du die Trainingsstrecke erst anlegen musst.

Trainingsanalyse

Besonders interessant bei der Garmin Fenix 6 war für mich das ganze Thema Trainingsanalyse. Und diesbezüglich bietet die Uhr einige interessante Messwerte an

  • Trainingszustand – Hier erfährst du in welchem Zustand Du Dich aktuell befindest und kannst auf Basis dieser Information entscheiden, wie das zukünftige Training aussehen soll. Folgende Trainingszustände werden ausgegeben: Höchstform, Formaufbau, Formerhalt, Erholung, Unproduktiv, Formverlust, Überbelastung, Kein Zustand. Zu jeden Zustand gibt es auch eine kurze Information
  • Trainingsbelastung – dabei wird die Intensität aller Trainingseinheiten mit HF-Messung summiert und die daraus resultierende Belastung errechnet. Die Trainingsbelastung wird auch bei der Berechnung des Trainingszustandes berücksichtigt.
  • Trainingsbelastungsfokus – Zeigt Dir wie ausgewogen Dein Training
  • Training Effekt (Aerob und Anaerob) – Dabei wirst Du darüber informiert, ob Du im aeroben oder aneroben Bereicht trainiert hast und welche Auswirkungen das auf Deinen Körper hatte.
  • Erholungszeit – das beste Training nützt Dir nichts, wenn der Körper nicht die entsprechende Regeneration bekommst.

Wenn Du Dich für die verschiedenen Trainingsmetriken von Garmin interessierst, findest Du hier ausführliche und informative Erklärungen

Ich bekam nach dem vierten Lauftraining die ersten Daten und Infos zu Trainingsanalyse. Natürlich lässt sich aus diesen wenigen Messwerten noch nicht viel ablesen, jedoch musste ich überrascht feststellen, daß ich laut der Garmin Fenix 6 offenbar zu wenig im gemäßigten aeroben Bereich trainiere.

Ich werde die gesamte Trainingsanalyse auf jeden Fall genau weiterverfolgen und hoffe schon im Herbst über genauere Informationen zu verfügen.

Trainingsfunktionen für Laufen, Radfahren, Schwimmen

Neben den Basis –  Trainingsfunktionen gibt es noch spezielle Features für bestimmte Sportarten, die zum Teil aber nur mit zusätzlichen Sensoren nutzbar sind.

Laufen

  • Laufprofile – Laufen, Laufband, Trailrunning
  • Laufeffizienz
  • Vertikale Bewegung
  • Bodenkontaktzeit
  • Schrittlänge und Schrittfrequenz
  • Leistungszustand
  • Laktatschwelle
  • Lauftrainings

Radfahren

  • Zeit und Distanzalarme
  • MTB Grit & flow
  • Radprofile – Radfahren, Indoor-Radfahren, Mountainbiken, Triathlon
  • Runde und max. Rundenleistung
  • Antreten gegen Aktivitäten
  • Leistungsbezogene Anaerobe Schwelle (FTP)
  • Trittfrequenz

Schwimmen

  • Schwimmprofile – Schwimmbad, Freiwasser, Schwimmen/Laufen
  • Bahnen, Distanz, Pace, Anzahl der Züge, Kalorienverbrauch
  • Schwimmstilerkennung
  • Übungsaufzeichnung
  • Erholungs-Timer
  • Auto-Erholung
  • Schwimmtrainings
  • Herzfrequenzmessung am Handgelenk

Nach Abschluss einer Trainingseinheit kannst Du alle relevanten Daten bereits direkt auf der Uhr und nach der Synchronisierung auch in der App einsehen.

Garmin Fenix 6 – HF Messung und GPS

Natürlich habe ich auch die Messgenauigkeit der Fenix 6 bei Herzfrequenz und GPS interessiert und so habe ich mit der Uhr mehrerer Läufe absolviert. Mit dabei war auch ein Berry King Brustgurt, der mit der Strava-App auf meinem Smartphone ( Samsung Galaxy A51) verbunden war und die Polar Ignite, die ich nun schon seit rund einem Jahr permanent nutze.

Mit diesem Setup konnte ich die Pulsmessung der Garmin Uhr mit einem Brustgurt und der Ignite vergleichen bzw. die GPS-Messung mit dem Handy und wiederum der Ignite vergleichen.

Gerätdurchschn. HFmaximale HF Distanz
Garmin Fenix 6143 bpm166 bpm9,07 KM
Polar Ignite142 bpm163 bpm8,97 KM
Brustgurt140 bpm165 bpm
Smartphone9,02 KM
Garmin Fenix 5 grün, Polar Ignite rot, Brustgurt blau
Garmin Fenix 6 grün, Polar Ignite rot, Smartphone blau

Insgesamt gibt es an den Messungen nichts zu kritisieren. Auffällig ist nur, daß bei der HF-Messung die Garmin Fenix 6 gleich zu Beginn hochschnalzt während die Ignite und der Brustgurt moderat ansteigen. Weiters gibt es circa bei Minute 34 und Minute 48 jeweils erkennbaren Zacken nach oben, die ich mir nicht erklären kann.

Auch bei der GPS Messung scheint insgesamt alles soweit in Ordnung zu sein. Jedoch hat sich die Fenix im Vergleich zu den beiden anderen Geräten einmal an der gekennzeichneten Stelle ein wenig verirrt.

Outdoor und Navigation

Wie auch schon die Vorgänger bietet auch die Fenix 6 ein umfassendes Repertoir an Outdoor- und Navigationsfunktionen an. Diesbezüglich muss ich zugeben, daß ich noch sehr wenig Erfahrung mit solchen Funktionen habe und bisher auch noch kaum Gelegenheit hatte diese zu testen.

Als Neuerung kann die Uhr Climb Pro anbieten, das die Wander- und Bergsteigerversion von Pace Pro ist. Außerdem sind bei allen Pro-Versionen der Fenix nun auch Karten für Skigebiete vorinstalliert.

Für das Testen einer der beliebtesten Funktionen, nämlich das Erstellen und Folgen einer Strecke, fand sich aber doch eine Gelegenheit.

Zu diesem Zweck erstellte ich im Garmin Connect Dashboard unter dem Menüpunkt Training/ Strecken nachstehende kleine Wanderroute. Geplant war ein knackiger Spaziergang mit meinem Hund, bei dem ich die Navigation der Fenix 6 testen wollte.

Das Erstellen der Strecke war keine Hexerei und auch das Übertragen der Daten auf die Uhr war mit einer einfachen Synchronisierung gleich erledigt.

Danach musste ich auf der Uhr über das entsprechende Sportprofil, bei mir war es Wandern, das Menü Strecken aufrufen. Dort fand ich dann die eben erstellte Route. Nach dem Starten der Aktivität, beginnt die Uhr sofort damit, die Route anzuzeigen und etwaige Richtungsänderungen durch Vibration und Piepslaute rechtzeitig anzukündigen.

Am Display wird natürlich auch mittels Pfeilen angezeigt, wenn ich einmal abbiegen musste. Auch wenn ich die ursprünglich geplante Strecke verließ und einen anderen Weg ging, wurde das von der Fenix bemerkt und die Uhr machte mich auf diese Änderung aufmerksam. Kehrte ich in weiterer Folge wieder auf die eigentliche Route wieder zurück, wurde das am Display auch bestätigt.

Nach rund der Hälfte der Strecke entschied ich mich einen völlig anderen Weg zu gehen und beendete daher die Navigation. Bis dahin war ich aber von der genauen Arbeitsweise der Funktion schlichtweg beeindruckt.

So sieht die Navigation aus, wenn man nicht der geplanten Route folgt

Hier noch eine Übersicht der weiteren Outdoor- und Navigationsfunktionen (auszugsweise)

  • Punkt zu Punkt Navigation
  • Trackaufzeichnung in Echtzeit
  • Zurück zum Start
  • Tracback
  • Untratrac Mode
  • Around me Modus
  • Höhenprofil
  • Distanz zum Ziel
  • ClimbPro Anstiegsplaner
  • Peilen und Los
  • Wegpunkt-Projektion

Smarte Funktionen

Wie bei Garmin üblich, wurde auch die Fenix 6 mit allen derzeit verfügbaren „schlauen“ Features ausgestattet, weshalb man das Gerät auch völlig zurecht als Smartwatch bezeichnen könnte.

Je nach Modellversion kann die Uhr mittels Bluetooth, ANT+ oder WLAN verbunden werden. Über die Verbindung können dann Benachrichtigungen zu eingehenden Anrufen, Mitteilungen und bevorstehenden Terminen empfangen werden. Außerdem ist auf der Fenix auch eine eigene Kalender- und Wetter App vorinstalliert.

Besonders interessant ist Connect IQ, der hauseigene Appstore von Garmin, der über die Connect App erreichbar ist. Dort findest Du nicht nur unzählige Displaydesigns, sondern auch hunderte Apps, Widgets und Datenfelder zu Download, die den Funktionsumfang der Smartwatch nochmals erweitern.

Wie schon eingangs im Modellvergleich ersichtlich, sind alle Pro-Modelle mit einem integrierten Musikplayer inklusive Musikspeicher ausgestattet. Mit der Fenix 6 können auch die Streamingdienste Spotify und Deezer genutzt werden.

Ebenfalls mit an Bord ist Garmin Pay, das aber in unseren Breiten noch relativ selten verwendet wird.

Fazit

Wie schon zu Beginn erwähnt, könnte man über die Garmin Fenix 6 ein ganzes Buch schreiben. Und obwohl dieser Testbericht meines Erachtens ziemlich umfangreich und ausführlich ausgefallen ist, habe ich damit nur an der Oberfläche gekratzt. Die Palette an Funktionen ist riesig und bietet dem ambitionierten Hobbysportler enorme Möglichkeiten.

Nach rund drei Wochen intensiven Testen und Ausprobieren fällt es mir schwer bei der Beurteilung der Garmin Fenix 6 nicht zu überschwänglich zu sein, oder etwas Negatives über die Uhr zu sagen.

Vielleicht gibt es einen Punkt, den man als Kritik verstehen könnte – Die Uhr ist für die meisten Nutzer einfach überdimensioniert.

Wenn Du ein vielseitig aktiver Sportler bist, der neben Laufen, Radfahren oder Schwimmen auch noch häufig im Gelände unterwegs ist, dann wirst Du mit der Fenix 6 Deine Freude haben und viele der angebotenen Funktionen auch wirklich nutzen.

Bist Du jedoch „nur“ Läufer, Schwimmer oder Radfahrer und würdest ein umfassendes Navigations-Paket kaum benötigen, gibt es zum Beispiel mit der Garmin Forerunner 245 oder 645 und mit der Garmin Swim 2 sicher bessere Alternativen. Diese Modelle bieten in deiner Sportart fast den selben Funktionsumfang wie die Garmin Fenix 6, sind aber im Regelfall deutlich günstiger zu haben.

Trotzdem bleibt als endgültiges Fazit nur zu sagen, daß die Garmin Fenix 6 ohne Zweifel zu den aktuell besten Sportuhren am Markt gehört und ich die Anschaffung der Uhr bisher noch keine Sekunde bereut habe.

Angebot
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