Fitness Tracker – So funktioniert die Messung der Blutsauerstoffsättigung (SPo2)

Aktuell werden laufend neue Fitness Tracker und Smartwatches vorgestellt, die unter anderem auch die Suaerstoffsättigung im Blut messen können. Wie das genau funktioniert und weshalb diese Funktion für Dich interessant sein könnte, erkläre ich in diesem Artikel.

Fitness Tracker und Smartwatches helfen uns nicht nur fitter zu werden sondern unterstützen uns inzwischen auch im medizinischen Bereich. Zuletzt wurden Modelle am Markt eingeführt, die ein EKG erstellen, den Blutdruck ermitteln oder auch den Blutzuckerspiegel messen können.

Eine weiteres Features, das man bereits bei vielen Fitness Trackern und Smartwatches findet, ist die SpO2 Messung oder auch Messung der Blutsauerstoffsättigung.

Wie funktiniert die Messung der Sauerstoffsättigung

Die SpO2 Messung funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie die optisch-elektrische Pulsmessung. Wieder erfolgt die Messung über an der Geräterückseite verbaute LED`s und einem optischen Sensor. Das von den LED-Lampen ausgesendete rote und infrarote Licht durchdringt die Hautoberfläche und die darunter befindlichen Blutgefäße.

Das eindringende Licht wird von sauerstoffreichen oder sauerstoffarmen Blut unterschiedlich absorbiert bzw reflektiert. Arterielles Blut ( mit Sauerstoff angereichert) ist hellrot und absorbiert sehr viel rotes Licht. Venöses Blut (arm an Sauerstoff) ist dunkel und nimmt vor allem Licht im infraroten Bereich auf. .

Der Grad der Absorption wird mit einer Fotodiode gemessen und mit einer Referenztabelle verglichen. Daraus kann der prozentuale Anteil der mit Sauerstoff angereicherten Blutkörperchen errechnet werden. 

Arterien und Venen führen Blut mit unterschiedlichen Sauerstoffgehalt  Bild: Pixabay Gerd Altman

Warum sollte die Pulsoximetrie interessant für Dich sein

Üblicherweise beträgt die Sauerstoffsättigung bei gesunden Männern und Frauen zwischen 95% bis 98%. Werte die darunter liegen, gelten als Hinweis für eine eingeschränkte Lungenfunktion, Asthma, verminderte Atmung, Schlafapnoe, Herzfehler, Kreislaufstörungen oder zu niedriger Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft wie zum Beispiel im Gebirge.

Sollten mehrere Messungen immer wieder Werte unter dem Referenzbereich ergeben, wird die Konsultation eines Arztes empfohlen.

Für Bergsteiger und Wanderer kann die Pulsoximetrie interessant sein Bild Pixabay enriquelopezgarre

Wie oft solltest Du messen und was ist dabei zu beachten

Bei den meisten Geräten ist eine ständige SpO2-Messung möglich. Abgesehen davon, daß eine permanente Messung wenig Sinn macht, würde dies die Akkulaufzeit gleich um mehrere Tage reduzieren.

Bewährt hat sich die einmalige Messung pro Tag oder die Aktivierung der Funktion während des Schlafes.

Während der Messung solltest Du Dich nicht bewegen und den Arm, an dem Du den Fitness Tracker trägst ungefähr in Herzhöhe halten.

Eine Messung der Sauerstoffsättigung beim Sport macht nur dann Sinn, wenn Du Dich zum Beispiel beim Wandern oder Bergsteigen in großen Höhen bewegst. Dann könntest Du anhand der Messung sehen, wie gut oder schlecht Dein Körper auf den veränderten Sauerstoffgehalt in der Luft reagiert.

Fazit

Die Messung der Sauerstoffsättigung am Fitness Tracker kann dann interessant sein, wenn man den Verdacht hat, an Schlafapnoe, Asthma oder an sonst einer Atemwegserkrankung zu leiden. Für die meisten Nutzer wird die integrierte Pulsoximetrie jedoch nur ein „Nice to have“ – Gadget sein, das man zu Beginn aus Neugierde ein paar Mal ausprobieren wird.

Trotzdem ist es interessant zu beobachten, wie sich Fitness Tracker und Smartwatches in den letzten Jahren funktioniell weiter entwickelt haben. Und wie ich schon an anderer Stelle schrieb, bin ich überzeugt davon, daß sich die Wearable-Technologie erst ganz am Anfang befindet.

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