Amazfit GTR 3 (Pro) + GTS 3 – die neuen Smartwatches im Vergleich

Die Amazfit GTR 3 , die GTR 3 Pro und die GTS 3 sind bereits die dritte Generation der erfolgreichen Modellreihe und nach vielen Gerüchten in den letzten Wochen, wurden die Smartwatches nun endlich offiziell vorgestellt.

Huami als verantwortlicher Hersteller der Amazfit Smartwatches hat wie immer gleich drei Modellversionen der GT-Smartwatches vorgestellt, die sich in Optik und Ausstattung unterscheiden. Um den Überblick zu behalten, wollen wir gleich zu Beginn die drei Uhren kurz und knackig miteinander vergleichen.

Vergleich – Amazfit GT3 Pro, Amazfit GTR 3, Amazfit GTS 3

ModellAmazfit GTR 3 ProAmazfit GTR 3 Amazfit GTS 3
Abmessungen46 x 46 x 11 mm45,8 x 45,8 x 10,8 mm42 x 36 x 8,8 mm
Gewicht32 gramm32 gramm24, 4 gramm
DisplayAMOLED Touch Screen
1,45 Zoll 480 x 480 px
AMOLED Touch Screen
1,39 Zoll 454 x 454 px
AMOLED Touch Screen
1,75 Zoll 390 x 390 px
Akku
normale Nutzung
starke Nutzung
GPS Modus
Kapazität 450 mAh
– 12 Tage
– 6 Tage
– 35 Stunden
Kapazität 450 mAh
– 21 Tage
– 10 Tage
– 35 Stunden
Kapazität 250 mAh
– 12 Tage
– 6 Tage
– 20 Stunden
Wasserdicht 5 ATM 5 ATM 5 ATM
Ausstattung– Biotracker 3.0 PPG
– GPS, GLONASS
Gallileo, QZSS
– interner Speicher 2,3 GB
– Mikrofon
– Lautsprecher
– WLAN 2,4 GHz
– Bluetooth 5.0
– Biotracker 3.0 PPG
– GPS, GLONASS
Gallileo, QZSS
Bluetooth 5.1 BLE
– Biotracker 3.0 PPG
– GPS, GLONASS
Gallileo, QZSS
Bluetooth 5.1 BLE

Vergleicht man die wichtigsten Spezifikation miteinander sind sich die Uhren insgesamt recht ähnlich. Erst bei genaueren Hinsehen finden sich deutlich Unterschiede.

Design und Display

Wie immer kommen die beiden GTR Versionen mit einem runden Uhrengehäuse daher, während man sich bei der GTS Variante für ein eckiges Design entschieden hat.

Bei den verwendeten Materialien hat man sich für Aluminium und Kunststoff entschieden, die ordentlich und gut verarbeitet wurden. Man möchte gar nicht den Eindruck erwecken, daß es sich um Premium Smartwatches handelt, sondern es sind modern aussehende und solide Uhren zu einem attraktiven Preis.

Die drei Modellversionen werden in unterschiedlichen Farbvarianten angeboten

  • Amazfit GTR 3 Pro in schwarz mit Fluorelastomer Armband und braun mit Lederarmband
  • Amazfit GTR in schwarz und mondgrau
  • Amtatfit GTS in graphitschwarz, elfenbeinweiß und terrarosa

Beim Display hat man nicht gespart und daher einen wunderbaren AMOLED Touch Screen verbaut, der mit hoher Auflösung und hervorragender Farbwidergabe beeindruckt.

Primär werden die Uhren mit Wischgesten und Tippen bedient doch gibt es zusätzlich noch seitlich Tasten, die das Bedienkonzept ergänzen sollen. Interessant dabei ist, daß der obere Knopf eine drehbare Krone ist, mit der man durch die verschiedenen Menüs und Funktionen scrollen kann.

Ähnliches kennen wir bereits von der Coros Pace 2, wo mich das Feature nicht wirklich überzeugte und ich daher kaum nutzte.

Akkulaufzeiten

Die beiden GTR Versionen sind mit einem 450 mAh starken Akku ausgestattet, bei der GTS hat es nur für eine 250 mAh Energiezelle gereicht. Obwohl die GTR Smartwatches den selben Akku haben, unterscheiden sich die Laufzeiten zum Teil erheblich. Das liegt unter Anderem an dem größeren Display und der umfangreicheren technischen Ausstattung der GTR Pro. Dazu später etwas mehr.

Insgesamt sind die angegebenen Akkulaufzeiten recht ordentlich, wobei hier ein wenig Vorsicht geboten ist. Immerhin handelt es sich dabei um Herstellerangaben, die üblicherweise recht optimistisch ausfallen.

Fitness und Gesundheit

In diesem Bereich findet sich die übliche Basis-Ausstattung bestehend aus Schrittzählung, zurückgelegter Distanz, Kalorienverbrauch und einer Schlafüberwachung. Auch das für Amazfit typische PAI-System zur Erfassung und Auswertung aller Aktivitäten ist mit an Bord.

Eine wesentliche Neuerung ist die SpO2-Messung, die nun permanent den gesamten Tag durchgeführt wird. Eine weitere neue Funktion ist die 4 in 1 – Messung. Dabei wird 45 Sekunden lang die wichtigsten Vitalwerte wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Atemfrequenz und Stress ( Herzfrequenzvariabilität) gemessen und die Daten sofort am Display eingeblendet.

Ein ähnliche Funktion hat Garmin mit dem Health Snap Shot bei der Garmin Venu 2 vorgestellt.

In Sachen Fitness hat man die Zahl der verfügbaren Sportprofile auf insgesamt 150 Modi erhöht, wobei 8 Aktivitäten automatisch erkannt werden.

Neben dem integrierten GPS hat man den drei Uhren mit dem Biotracker 3.0 PPG auch die neueste Generation Herzfrequenzsensoren spendiert.

Ebenfalls mit dabei ist ein kleine aber feine Trainingsanalyse, die neben dem VO2max auch noch Infos zu Trainingsbelastung, Trainingseffekt und voraussichtlicher Erholungszeit liefert.

Smarte Features

Hier zeigt sich, daß die GT-Smartwatches von Amazfit wirklich schlaue Uhren sind. Immerhin können sie einige interessante Features anbieten

  • Benachrichtigungen zu eingehenden Anrufen und Mitteilungen
  • Kalender, Aufgaben und Notizen
  • Stoppuhr, Alarm, Weltuhr, Pomodoro Timer
  • Wetter, Kompass
  • Taschenlampe, Find my Phone, Kamerasteuerung,
  • Watchfaces
  • kompatibel mit Strava, Apple Health, Google fit, Runkeeper

Zusätzlich ist die Amazfit GTR 3 Pro mit einem Musikplayer inklusive 2,3 GB großen Speicher ( Platz für circa 500 Songtitel) ausgestattet. Weiters findet sich an der Uhr Mikrofon und Lautsprecher, weshalb auch bei aktiver Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone Anrufe entgegen genommen werden können.

Preise und Verfügbarkeit

Alle drei Uhren sind bereits in der USA erhältlich und werden auch bei uns im deutschsprachigen Raum in den nächsten Tagen erwerbbar sein.

Die Amazfit GTR 3 Pro kostet 199,90 Euro, die Amazfit GTR 3 wird man um 149,90 Euro bekommen und für die amazfit GTS 3 wird man ebenfalls 149,90 Euro hinblättern.

Vorläufiges Fazit

Vergleicht man die aktuellen Smartwatches mit deren Vorgängern haben wir es eher mit einer behutsamen Weiterentwicklung als mit etwas revolutionär Neuem zu tun. Vor allem zeigen aber die ersten Rezensionen und Testberichte, daß die Software offenbar noch nicht ganz ausgereift ist. So muss man immer wieder mit damit rechnen, daß die Uhr beim Aufrufen einer Funktion oder beim Scrollen hängen bleibt.

Auch die Genauigkeit der verschiedenen Messungen soll noch Luft nach oben haben. Huami ist also gut beraten, so rasch wie möglich einige Updates auszurollen, um diese Probleme in Griff zu bekommen.

Hat man das geschafft, dann bietet man tolle Smartwatches zu einem sehr attraktiven Preis an.