Amazfit Active Test – Du und Deine Geldbörse werden die Uhr lieben

Die Amazfit Active beweist, daß Qualität und Funktionalität auch günstig zu haben ist. Ich habe mir das Preis-Leistungs-Wunder in den letzten Wochen genau angesehen und möchte Dir zeigen, warum die Smartwatch genau die richtige Wahl für Dich sein könnte.

Die Amazfit Active ist die kleine Schwester der Amazfit Balance und deutlich günstiger, kann aber einen ähnlich großzügigen Funktionsumfang anbieten. Damit wird die Active eine äußerst attraktive Alternative für alle kostenbewussten und fitnessorientierten Technikfreunde.

Ich habe die kleine Smartwatch ausgiebig getestet und möchte Dir in diesem Bericht von meinen Erfahrungen mit der Amazfit Active erzählen.

Amazfit Active Kurzinfo
Fazit
Die Amazfit Active ist ein kleines Preis-Leistungs-Wunder. Die kompakte Smartwatch bietet ein attraktives Gesamtpaket an solider Technik und vielfältigen Features. Damit eignet sich die Uhr für Einsteiger genauso wie auch für kostenbewusste Interessenten. Insgesamt kann man Amazfit zur der neuen Uhr nur gratulieren.
Design & Display
Funktionsumfang
Akkulaufzeit
Preis/Leistung
Das mag ich
kompakte Abmessungen, angenehm zu tragen
Display mit hoher Auflösung, sehr gut bedienbar
zuverlässige Messungen
Nützliche Features wie Readiness Score, HRV und PAI
Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
Das mag ich nicht
Silikon Armband wirkt billig, Verschluss ist umständlich
kein Brustgurt koppelbar
kein Dualband GNSS
4.3
SEHR GUT

Amazfit Active – Technische Daten

Amazfit Active Smartwatch mit Zepp Coach, Readiness, GPS, Routennavigation, Bluetooth-Anruf, Musikspeicher, 14-Tage-Akku, 1,75' AMOLED-Display & Alexa-fähig, Schwarz
Amazfit Active
Abmessungen42,36 x 35,9 x 10,75mm 
Gewicht24 g
Gehäuse MaterialAluminium und Kunststoff
Armband MaterialSilikon und Leder (lavendel)
FarbenMidnight Black
Petal Pink
Lavender Purple
AkkulaufzeitTypisches Nutzung:bis zu 14 Tage
Intensive Nutzung: bis zu 10 Tage
GPS: 16 Stunden
Energiesparmodus: bis zu 30 Tage
Wasserdicht5 ATM
DisplayAMOLED Touch Screen
1,75 Zoll 390 x 450 px
SensorenBioTracker™ PPG biometrischer Sensor
Beschleunigungssensor
Geomagnetischer Sensor
Temperatursensor
Positionierung
5 Satelliten GNSS

Design und Display

Wie bei vielen günstigen Smartwatches der Fall, kommt auch die Amazfit Active im eckigen Design daher, wobei Ähnlichkeiten zur Apple Watch durchaus gewollt sind.

Mit einem Materialmix aus Aluminium und Kunststoff ist die Uhr weit davon entfernt, irgendwie billig zu wirken. Ganz im Gegenteil, Verarbeitung und Haptik machen einen sehr soliden Eindruck und die Smartwatch gefiel mir auf den ersten Blick.

Von den Abmessungen gehört die Active sicher zu den sehr kompakten Uhren, weshalb sie auf stärken Handgelenken vielleicht ein wenig zu klein und zierlich wirken könnte. Und auch wenn der Hersteller mit der Smartwatch primär Damen ansprechen möchte, kann sie genauso gut auch von Herren getragen werden.

Ich habe mich in den letzten Wochen mit der Uhr jedenfalls sehr wohlgefühlt, aber erst als ich eine kleine Anpassung durchgeführt habe.

Das mitgelieferte Silikonarmband entsprach nämlich überhaupt nicht meinen Vorstellungen. Zum Einen wirkte es mit seiner ungewöhnlich glänzenden Oberfläche irgendwie billig, zum Anderen nervte mich der Verschluss. Es gibt zwar eine Schnalle und einen Dornverschluss, jedoch muss das eine Ende des Armbandes umständlich eingefädelt werden, was mir einfach zu lästig war.

Gottseidank hatte ich noch ein Nylon Armband mit der passenden Stegbreite von 20mm zu Hause, das auch sofort an die Uhr montiert wurde.

Ab diesen Zeitpunkt konnte von einem wirklich gute Tragekomfort gesprochen werden, der durch das niedrige Eigengewicht der Active noch unterstützt wird.

Display hervorragend, aber nicht entspiegelt

Beim Display kommt wie es bei Amazfit Uhren üblich ist, natürlich die AMOLED Technologie zum Einsatz und das in gewohnt fantastischer Qualität. Der Touchscreen ist bei fast allen Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar, jedoch mit einer kleinen Einschränkung. Draußen im Freien musst Du damit rechnen, daß der Bildschirm etwas spiegelt.

Das gilt grundsätzlich für fast alle AMOLED Screens, doch bei der Amazfit Active fiel es mir besonders auf. Es stört nicht wirklich und ich als Brillenträger hatte nie Probleme mit der Ablesbarkeit. Trotzdem sind die Reflexionen bemerkbar, was ich so von anderen Uhren kaum kenne.

Es gibt schönere Watchfaces

Einzige wirkliche Kritik in Sachen Display sind die Watchfaces. Auf der Uhr sind fünf Diplaydesings vorinstalliert, die mich optisch nur wenig überzeugten. In der Zepp App gibt es noch weitere Watchfaces zur Auswahl, doch auch die konnten mich nicht wirklich begeistern, vor allem weil die Meisten davon kostenpflichtig sind.

Akkulaufzeit

Amazfit macht bei seinen Uhren üblicherweise immer recht konkrete Angaben zur Akkulaufzeit und da ist die Active natürlich keine Ausnahme.

Der 300 mAh starke Akku soll bei

  • Typischer Nutzung bis zu 14 Tage
  • Intensiver Nutzung bis 10 Tage
  • Energiesparmodus bis 30 Tage

durchhalten.

Beispielsweise wird intensive Nutzung vom Hersteller so definiert:

Den ganzen Tag tragen, die Herzfrequenzüberwachung ist immer eingeschaltet und misst in 1-Minute-Intervallen, zusätzliche Schlafüberwachung und Schlafatemüberwachung aktiviert; Stressüberwachung aktiviert; 60 Minuten Bluetooth-Telefonate pro Woche, 60 Minuten Musikwiedergabe; 150 gepushte Nachrichten pro Tag; Handgelenk anheben, um die Uhrzeit 100 Mal pro Tag zu sehen; Blutsauerstoff 5 Mal pro Tag testen; helle Bildschirmoperationen für 15 Minuten pro Tag; 3 Anrufbenachrichtigungen pro Tag erhalten; dreimal pro Woche Sport treiben, jedes Mal 30 Minuten lang mit eingeschaltetem GPS.

Klingt insgesamt sehr vielversprechend – in der Praxis sieht es aber ganz anders

  • Automatische HF Überwachung: 5 Minuten Intervall
  • komplette Schlafüberwachung mit Atemtracking aktiviert
  • StressTracking aktiviert
  • SpO2 Messung Automatik aktiviert
  • Display wird mittels Geste aktiviert
  • Bluetooth Telefonate und Musikwiedergabe nur zu TEstzwecken ein paar mal ausprobiert
  • Bluetooth Verbindung mit Smartphone täglich rund 5 Stunden, Empfang von Push-Nachrichten
  • wöchentlich mindestens 3 Stunden Training mit aktivierten GPS
  • automatische Trainingserkennung aktiviert.

Bei dieser durchaus vergleichbaren Verwendung der Uhr, die meines Erachtens nicht ganz so intensiv ausfiel, wie die beschriebene Nutzung des Herstellers, musste ich die Amazfit Active in der Regel nach 6 – 7 Tagen an das Ladekabel hängen.

Nicht falsch verstehen – ich bin mit der Akkulaufzeit absolut zufrieden. Aber meine praktischen Erfahrungen sind doch recht weit von den Angaben des Herstellers entfernt.

Aktivitäten und Gesundheit

Für die Überwachung Deiner Tagesaktivitäten bietet die Amazfit Active zwei wesentliche Kernfunktionen an.

Da gibt es zum Einen ein Feature mit dem unspektakulären Namen Aktivität, das aus den drei Komponenten Schritte, Fettverbrennung (Kalorienverbrauch) und Stehen besteht. Dabei gilt es die jeweiligen Tagesziele, die Du übrigens selbst bestimmen kannst, regelmäßig zu erreichen.

Trotz des simplen Prinzips zeigt diese Art der Motivation zu mehr Bewegung ihre Wirkung. Zumindest hatte ich durchaus den Ehrgeiz so oft wie möglich die Tagesvorgaben zu erreichen.

Insgesamt ist aber das einfache Zählen von Schritten wenig geeignet um Dein tatsächliches tägliches Bewegungspensum zu erfassen. Viele Aktivitäten werden durch den Schrittzähler einfach nicht registriert.

Aus diesem Grund gibt es PAI (Personal Aktivity Index). Dabei handelt es sich um ein wissenschaftliches Bewertungssystem, das mittels Sensoren alle Deine Aktivitäten inklusive Herzfrequenz aufzeichnet und beurteilt.

Dabei werden Tagesaktivitäten, Routinearbeiten und Workouts berücksichtigt, weshalb Du ein sehr umfassendes und aussagekräftiges Bild zu Deinem Bewegungsprofil erhältst. Ziel ist es, regelmäßig den maximalen Score von 100 Punkten zu erreichen, was anfänglich sehr leicht ist, aber im Laufe der Zeit durchaus eine Herausforderung darstellt.

Auch für das so wichtige Thema Gesundheit kann die Amazfit Active einen großzügigen Funktionsumfang anbieten, der im Wesentlichen drei wichtige Features beinhaltet.

Schlafüberwachung

Im Rahmen des Schlaftrackings werden die üblichen Daten zu Schlafdauer, Schlafphasen, Herzfrequenz und Atemfrequenz aufgezeichnet. Daraus ermittelt ein augeklügelter Algorithmus einen Sleepscore, der die Qualität Deiner Nachtruhe beschreibt.

Um Deine Schlafroutine zu optimieren, besteht in der App die Möglichkeit verschiedene Notizen zu machen. Du kannst festhalten, was Du kurz vor dem Schlafen gemacht hast und wie Du Dich morgens gleich nach dem Aufwachen gefühlt hast. Das hat sich Amazfit ganz offensichtlich von Whoop abgeschaut.

Anhand dieser Notizen lassen sich gegebenfalls Faktoren ermitteln, die sich besonders positiv oder negativ auf Deinen Schlaf auswirken.

Einschlaf- und Aufwachzeiten wurden von der Amazfit Active ziemlich genau ermittelt. Ähnliches gilt auch für das Erkennen von Nickerchen.

Herzfrequenzvariabilität

Auch Amazfit hat die Wichtigkeit und Nützlichkeit der Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV) erkannt und bietet dafür nun einen eigene Funktion an. Die HRV wird während der Nachtruhe gemessen.

Zuerst wird einige Tage lang eine sogenannte Baseline ermittelt, die Deinen persönlichen Bereich der Herzfrequenzvariabilität darstellt. In weiterer Folge werden aktuelle Messdaten mit dieser Baseline verglichen um so festzustellen, wie gut Du Dich während der Nachtruhe erholt hast.

Die HRV Messung ist bei Amazift eine noch sehr neue Funktion, die erst vor Kurzem via Software Update an die Balance und Active ausgespielt wurde. Und das merkt man an der insgesamt recht nüchternen Aufbereitung der Daten, die auch wenig Information bietet.

Im Wesentlichen erhältst Du einen Wert und dazu eine kurze Erklärung – das war es aber auch schon. Da gefällt mir die Body Battery oder der HRV Status von Garmin deutlich besser.

Readiness Score (Bereitschaft)

Der Readiness Score ist eine Funktion, die Dir Informatinen zu Deiner Tagesform bereitstellt. Dabei werden die Messdaten, wie Puls, Herzfrequenzvariabilität, Schlaf, Trainingparameter oder Stress ganzheitlich bewertet. Das wiederum erlaubt Rückschlüsse zu Deiner Erholung, dem Stand Deiner Energieressourcen und Deinem momentanen Wohlbefinden. Umso höher der Readiness Score um so fitter und leistungsfähiger bist Du.

Ich hatte auch Gelegenheit die Zuverlässigkeit der Bereitschaftsfunktion in der Praxis zu überprüfen.

Während des Testzeitraums durchlief ich eine Phase, in der ich mich ziemlich erschöpft und ausgelaugt fühlte. Danach folgte wiederum einige Tage, in denen ich besonders energiegeladen und leistungsfähig war.

Die Messwerteaus dem Readiness Score bestätigten mein jeweiliges subjektives Körpergefühl und ich war von der Präzision und den zutreffenden Ergebnissen beeindruckt.

Kostenpflichtiges Abo als Wermutstropfen

Das Ganze hat aber leider auch einen Haken. Ein wesentlicher Anteil des Funktionsumfanges ist nur über ein Abo, das monatlich rund 10 Euro kostet, nutzbar. Möchtest Du das nicht, musst Du auf einige Auswertungen und Langzeitstatistiken verzichten.

Abgesehen von den drei genannten Features kann die Amazfit Acitve noch weitere von anderen Amazfit Uhren bekannte Funktionen anbieten.

Erwähnenswert ist dabei sicher die One-Tab Messung, wo mit einer Messung wichtige Vitalparameter wie Puls, SpO2 Messung und Stress ermittelt werden.

Toll finde ich auch die Alarmfunktion für hohe oder niedrige Herzfrquenzen, wobei Du dafür individuelle Werte hinterlegen kannst. Für User mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sicher ein sehr wichtiges und nützliches Tool.

Sport und Fitness

Man glaubt es kaum, doch die kleine Amazift Active kannst Du auch optimal bei Training und Workout verwenden, wofür die Uhr einen überraschend großen Funktionsumfang anbietet.

Groß ist das richtige Stichwort, wenn es um die Auswahl der vorinstallierten Sportprofile geht. Ganze 127 Sportmodi finden sich auf der Uhr, unter denen auch exotische Aktivitäten wie Strassentanz, Boccia oder Schach gelistet sind.

Hier ein Auszug der wichtigsten Sportprofile

Laufen im Freien, Laufband, Gehen, Indoor-Gehen, Bahnlauf, Outdoor-Radfahren, Indoor-Radfahren, Klettern, Skateboarden, Klettern, Wandern, Ellipsentrainer, Rudergerät, Treppensteiger, Stepper, Spinning, Indoor-Fitness, Cross-Training, Aerobic, Krafttraining, Step-Training, Freies Training, HIIT, Yoga, Pilates, Schwimmen, verschiedene Ball- und Freizeitsportarten, Winter- und Wassersport

Wie man es von modernen Sportuhren kennt, kannst Du auch bei der Amazfit Active konfigurieren, welche Daten während eines Trainings gezeigt werden sollen. Dazu stehen Dir vier verschiedenen Datenseiten zur Verfügung, wo Du bis zu sechs Datenfelder mit den von dir benötigten Messwerten belegen kannst.

In manchen Sportprofilen (Beispiel Laufen) wird auch ein Trainingsassistent angeboten. Mit dessen Hilfe lassen sich Trainingsziele, diverse Alarme, oder ein virtueller Pacer als Schrittmacher aktivieren.

Weitere Funktionen wie eine automatische Pause (beispielsweise für das Halten an einer roten Ampel), automatische Zwischenzeiten für jeden Kilometer oder die Nutzung von Trainingsplänen muss an dieser Stelle auch erwähnt werden.

Zepp Trainer – wenn KI beim Training mitmacht

Und weil wir gerade von Trainingsplänen reden, dann müssen wir natürlich auch das KI-Tool Zepp Trainer besprechen.

Amazfit zeigte sich spätestens mit der Vorstellung von ChatGPT gegenüber dem Thema Künstliche Intelligenz sehr offen und integrierte diese rasch in ihr Funktionsangebot.

Rausgekommen ist dabei der eben erwähnte Zepp Trainer, der für Dich mittels KI personalisierte Trainingspläne für Laufen oder Allgemeine Fitness erstellt.

Nach Abfrage einiger persönlicher Daten, definierst Du mit der KI Deine Trainingsziele anhand bisheriger Trainingsleistungen. Interessanterweise wurde ich dabei nach meiner Bestzeit über 10 Kilometer gefragt, obwohl nur Trainingpsläne für 3 oder 5 Kilometer offenbar möglich sind.

Nachdem alle notwendigen Daten hinterlegt sind, zaubert der Zepp Trainer innerhalb weniger Sekunden einen kompletten Trainingsplan aus dem Hut, auf den ich natürlich sehr gespannt war.

KI Trainingsplan hat noch Luft nach oben

Mein Trainingsziel war es, 5 Kilometer in 25 Minuten zu laufen und dafür entwarf mir das Tool einen Plan der hauptsächlich sehr viele langsame Einheiten beinhaltete. Tatsächlich sollte ich primär Trainings absolvieren, in denen ich zwischen 30 – 45 Minuten gehe. Dazwischen wurden dann Intervalltrainings vorgeschlagen, deren Vorgaben durchaus herausfordernd waren.

Auch wenn der Plan in weiterer Folge an Trainingshäufigkeit und Fitness Level durch die KI automatisch angepasst wird, habe ich beträchtliche Zweifel, so mein Trainingsziel zu erreichen.

Ich denke, daß der Zepp Trainer ein sehr innovatives Tool ist, das durchaus großes Potenzial hat. Und ebenso bin ich von der zukünftig tragenden Rolle der künstlichen Intelligenz bei Smartwatches überzeugt.

Doch aktuell scheint das Alles noch in den Kinderschuhen zu stecken, weshalb ein KI-generierter Trainingsplan im besten Fall als Inspiration, aber nicht als konkrete Empfehlung verwendet werden kann.

Tracking und Analyse solide und mehr als ausreichend

Was die anderen Sport- und Fitnessfunktionen betrifft, macht die Amazfit Active insgesamt einen sehr guten Job.

Die Trainingsaufzeichnung ist detailliert und übersichtlich. Es finden sich darin alle relevante Metriken, wobei einige davon mit hübschen Diagrammen visualisiert werden. Als Ergänzung gibt es noch eine kleine, feine Trainingsanalyse, die interessante Infos zu Trainingsbelastung, Trainingseffekt, optimale Erholungszeiten und den aktuellen VO2max liefert.

Abschließend sei noch erwähnt, daß Du Trainingsdaten zu den bekannten externen Plattformen wie Strava, Komoot, Adidas Running oder Google Fit exportieren kannst.

Genauigkeit der Puls- und Streckenmessung

Auch wenn die Amazfit Active keine typische Sportuhr ist, musste sie eine Prüfung der Messgenauigkeit über sich ergehen lassen.

Zu diesem Zweck habe ich mehrere Trainingsläufe absolviert und dabei den Garmin Forerunner 255, der mit Garmin HRM Pro Brustgurt verbunden war, als Vergleichsgerät mitgeführt.

Apropos Brustgurt – die Amazfit Active kann weder mit Brustgurt noch mit anderen externen Sensoren verbunden werden.

Exemplarisch möchte ich Dir zwei Trainings, einen ruhigen Dauerlauf und ein Intervall Training, zeigen.

Zuerst der Dauerlauf im gleichmäßigen Tempo

Amazfit Active grün, FR 255 mit Brustgurt blau

Da macht die Active einen sehr guten Job und liefert fast exakt die selben Daten wie der Brustgurt. Einzige kleine Irritation war nach rund 10 Minuten, als ich kurz an einer roten Ampel anhalten musste. Da hatten beide Uhren kurzfristig ihre Probleme.

Als Vergleich das Intervalltraining

Amazfit Active grün, FR 255 mit Brustgurt blau

Auch dabei kann die Amazfit Aktive in Sachen Messgenauigkeit mit dem Brustgurt fast mithalten. Es lassen sich zwar im ersten, zweiten und vierten Intervall ein paar kleine Abweichungen feststellen, aber insgesamt ist das schon sehr gut.

Interessanterweise hatten beide Uhren wieder so ihre Schwierigkeiten bei einer roten Ampel.

Kommen wir nun zur Streckenmessung.

Die Amazfit Active arbeitet mit allen fünf Satellitensystemen (GPS, GLONASS, Galileo, Beidou und QZSS), verzichtet aber dabei auf das Dualband.

In manchen Streckenabschnitten ist die Messung der Active zwar um einige Meter versetzt, doch im Großen und Ganzen macht die Streckenaufzeichnung eine sehr guten und zuverlässigen Eindruck.

Smarte Features

Auch in Sachen Smartness kann die kleine Amazfit Active durchaus beeindrucken. Immerhin kannst Du damit beispielsweise telefonieren. Die Uhr ist mit einen integrierten Lautsprecher und Mikro ausgestattet und bei aktiver Bluetooth Verbindung zum Handy kannst Du sowohl Anrufe empfangen wie auch selbst tätigen.

Ähnliches gilt für den Empfang von Nachrichten. Egal ob SMS, WhatsApp oder Email, die Amazfit Active wird Dich darüber informieren. Und mit vorgefertigten Antworten, die sich in der Zepp App anpassen lassen, kannst Du auf jede Nachricht auch reagieren.

Wenn Du ein großer Musikfan bist, dann lässt sich auch Deine aktuelle Lieblingsmusik direkt auf die Uhr übertragen. Dafür steht ein zwar nicht allzu großer interner Speicher zur Verfügung, aber für die eine oder ander Playlist ist auf jeden Fall genug Platz.

Darüber hinaus sind auf der Uhr auch noch Apps für Kalender, Aufgaben, Kompass, Sonne und Mond Zeiten und ein Pomodoro Timer vorinstalliert. Direkt in der Zepp App findest Du noch weitere Applikationen.

Fazit

Die Amazfit Active ist für den niedrigen Preis eine wirklich mehr als gelungene Smartwatch. Wenn die Uhr rund 50 Euro mehr kosten würde, wäre das noch immer ein absolut gerechtfertigt.

Tatsächlich gibt es nichts wirklich Negatives über die Uhr zu sagen. Natürlich kann eine Smartwatch, die beim Verkaufsstart rund 130 Euro kostet nicht in allen Belangen mit den hochwertigen Premium Geräten mithalten.

Bei der Active merkt man das beispielsweise bei der Streckenmessung, wo auf Dualband GNSS verzichtet wird, oder bei der fehlenden Kompatibilität zu Brustgurt und anderen externen Sensoren.

Insgesamt macht die Amazfit Active ihre Sache aber sehr gut und eignet sich ganz hervorragend für gesundheitsbewusste und fitnessorientierte Menschen, die nicht gleich einen Trainingscomputer brauchen.

Für mich ist die Amazfit Active ein echter No Brainer, bei der man eigentlich nichts falsch machen kann.

Angebot
Amazfit Active Smartwatch mit Zepp Coach, Readiness, GPS, Routennavigation, Bluetooth-Anruf, Musikspeicher, 14-Tage-Akku, 1,75″ AMOLED-Display & Alexa-fähig, Schwarz
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Letzte Aktualisierung am 20.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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