Google hat heute den Fitbit Edge vorgestellt, einen schlanken Fitnesstracker mit Display, eingebautem GPS und bis zu sieben Tagen Akkulaufzeit. Er ist der Nachfolger des Fitbit Charge 6 und sitzt im Sortiment zwischen dem displaylosen Fitbit Air und der Pixel Watch 5. Im Google Store kostet er ab 179,99 Euro und lässt sich ab sofort vorbestellen.
Die Liste der Neuerungen ist lang. Das Display ist deutlich größer, das Gehäuse leichter, dazu kommen ein Höhenmesser, mehr Satellitensysteme und ein Akku, den Du selbst tauschen kannst. Was allerdings gleich bleibt, ist die Akkulaufzeit, und einiges fällt sogar weg. NFC für kontaktloses Bezahlen und der EDA-Sensor des Charge 6 sind gestrichen. Wichtige Funktionen wie Google Maps und die Health-Guardian-Warnungen liefert Google außerdem erst im Herbst nach.
Hier ordne ich ein, was der Edge wirklich besser macht, wie er sich gegen das Fitbit Air schlägt (das ich selbst getestet habe) und für wen sich der Aufpreis lohnt.
Disclaimer: Vorweg noch ein wichtiger Hinweis. Ich habe die Garmin Enduro 4 natürlich noch nicht selbst getestet. Alles, was du hier liest, beruht auf den offiziellen Datenblättern, detaillierter Fachrecherche und meiner langjährigen Erfahrung im Testen und Bewerten von Smartwatches, Sportuhren und Wearables. Wie gut die neuen Funktionen in der Praxis tatsächlich sind, kann ich erst nach meinem eigenen Test beurteilen
Wo positioniert sich der Fitbit Edge im Google-Sortiment?
Der Edge ist Googles Fitnesstracker für alle, die ein Display und GPS am Handgelenk wollen, aber keine vollwertige Smartwatch brauchen. Darunter liegt das Fitbit Air für 99,99 Euro, das ohne Display auskommt und für Outdoor-Aktivitäten das GPS Deines Handys nutzt. Darüber steht die Pixel Watch 5, die laut Händlerangaben ab rund 419 Euro kostet, nur mit Android funktioniert und eine ganz andere Liga ist.
Dazwischen sitzt der Edge als Allrounder für Einsteiger. Er arbeitet mit Android 11 oder neuer und mit iOS 16.4 oder neuer, Du brauchst aber in jedem Fall ein Google-Konto und die Google Health App.
Welche Modelle gibt es und was kostet der Fitbit Edge?
Der Edge kommt in vier Farbkombinationen aus Gehäuse und Armband. Zur Wahl stehen Matte Black Aluminium mit Obsidian, Satin Silver Aluminium mit Fog, Satin Pyrite Aluminium mit Olive und Champagne Gold mit Canyon. Dazu gibt es eine Stephen Curry Special Edition mit eigenem Armband. Im Lieferumfang liegen ein kleines Armband für Handgelenke von 130 bis 170 mm und ein großes für 170 bis 210 mm. Armbänder vom Charge 6 passen nicht, weil Google die Befestigung neu konstruiert hat.
| Modell | Preis (Stand 12.10.2026) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Fitbit Edge | AT 179,99 € / DE 179,99 € | Vorbestellung, vier Farbkombinationen, zwei Armbänder im Lieferumfang |
| Fitbit Edge Stephen Curry Special Edition | AT k. A. / DE k. A. | in den USA 219 US-Dollar |
| Fitbit Air (zum Vergleich) | AT 99,99 € / DE 99,99 € | kein Display, kein eigenes GPS |
| Fitbit Charge 6 (zum Vergleich) | Straßenpreis rund 105 € | Marktstart 2023 bei 159 €, Durchschnitt der Onlinehändler im Juli 2026 |
Der Aufpreis zum Air beträgt 80 Euro, zum Charge 6 bei dessen Marktstart rund 20 Euro. Für das Coaching mit Gemini brauchst Du außerdem Google Health Premium. Drei Monate sind beim Kauf enthalten, danach zahlst Du 8,99 Euro pro Monat oder 99,99 Euro pro Jahr.
Was ist neu im Vergleich zum Vorgänger?
Der Edge ersetzt den Charge 6 von 2023. Weil Du Dich vermutlich auch fragst, ob sich der Griff zum günstigeren Air lohnt, steht es in der Tabelle gleich mit daneben.
| Merkmal | Fitbit Edge | Fitbit Charge 6 | Fitbit Air | Was das für Dich bedeutet |
|---|---|---|---|---|
| Display | 1,34 Zoll AMOLED, Always-on optional | 1,04 Zoll AMOLED | keines | Google nennt das Edge-Display 45 % größer und über 40 % heller als beim Charge 6. Beim Air siehst Du alles nur in der App. |
| Gehäuse (L x B x H) | 39,22 x 25,56 x 11,58 mm | 36,73 x 23,09 x 11,20 mm | Sensor-Pod 34,9 x 17 x 8,3 mm | Der Edge baut etwas größer als der Charge 6, das Air bleibt am unauffälligsten. |
| Gewicht | 17,7 g ohne Armband | k. A. | 12 g mit Armband | Die Werte haben eine unterschiedliche Messbasis und sind nur bedingt vergleichbar. |
| GPS | eingebaut (GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou, QZSS) | eingebaut (GPS, GLONASS) | nein, nutzt das Handy | Mit Edge und Charge 6 kannst Du das Handy zuhause lassen, mit dem Air nicht. |
| Höhenmesser | ja | nein | nein | Nur der Edge erfasst Anstiege und Stockwerke. |
| EKG-App | ja | ja | nein | Das Air warnt nur im Hintergrund vor unregelmäßigem Herzrhythmus. |
| NFC und Bezahlen | nein | ja | nein | Rückschritt gegenüber dem Charge 6. |
| EDA-Sensor | nein | ja | nein | Stress überwacht der Edge laut Google weiter im Hintergrund. |
| Herzfrequenz-Speicherung | alle 2 Sekunden | im Training jede Sekunde | alle 2 Sekunden | Der Edge zeichnet gröber auf als der Charge 6. |
| Automatische Trainingserkennung | auf dem Tracker, über 40 Trainingsarten | nur in der App | in der App (in meinem Test Gehen, Laufen, Radfahren, Rudern) | Der Edge erkennt Training direkt am Handgelenk. |
| Akku selbst austauschbar | ja | nein | k. A. | Google nennt den Edge das erste Fitbit, das mit Blick auf Reparaturen gebaut wurde. |
Was ist bei der Hardware wirklich besser geworden?
Das größere Display ist der sichtbarste Fortschritt. Beim Charge 6 war die Anzeige klein, und genau dort liegt die Schwäche aller Fitnessbänder, wenn Du im Training Pace und Puls ablesen willst. Dazu kommen zehn neue Zifferblätter und neben dem Touchscreen eine Seitentaste, die mit nassen Fingern oder Handschuhen hilft.
Beim GPS wechselt Google von zwei auf fünf Satellitensysteme (außerhalb der USA, dort sind es zwei) und verspricht einen neuen Chip, der laut Google 40 % genauer sein soll als der im Charge 6. Das ist eine Herstellerangabe, die erst Messungen belegen müssen. Der Höhenmesser ist dagegen ein klarer Gewinn, weil der Charge 6 Anstiege nicht sauber erfassen konnte.
Der wechselbare Akku ist bei Fitnesstrackern selten und verlängert die Lebensdauer des Geräts. Der Haken liegt in der Praxis. Du musst Dich um den Tausch selbst kümmern, und was Ersatzakkus kosten, sagt Google bisher nicht.
Was ändert sich bei der Software?
Der Edge erkennt Workouts jetzt direkt am Handgelenk, zeigt Live-Werte und nach dem Training eine Zusammenfassung auf dem Display. Dazu kommen strukturierte Workouts, Benachrichtigungen mit Schnellantworten (nur mit Android), Wetter und ein Morning Brief. Die Musiksteuerung funktioniert jetzt mit jedem per Bluetooth verbundenen Player und nicht mehr nur mit YouTube Music.
Was ist gleich geblieben oder sogar schlechter geworden?
Die Akkulaufzeit liegt weiter bei bis zu sieben Tagen, obwohl das Display größer und heller ist. NFC und der EDA-Sensor sind weg, und die Herzfrequenz speichert der Edge nur noch alle zwei Sekunden statt im Training jede Sekunde. Das bewirbt Google nicht, und es ist ein echter Rückschritt, auch wenn er nicht jeden Nutzer trifft.
Wie lange hält der Akku des Fitbit Edge?
Google nennt bis zu sieben Tage, die Zahl gilt aber unter Standardeinstellungen mit Funktionen im Batteriesparmodus. Always-on-Display, Dauer-GPS und die SpO2-Messung verkürzen die Laufzeit. Eine konkrete Angabe mit Always-on-Display oder mit aktivem GPS nennt Google nicht. Gerade bei einem Tracker, der Läufe ohne Handy aufzeichnen soll, ist das eine Lücke.
| Fitbit Edge | Fitbit Charge 6 | Fitbit Air | |
|---|---|---|---|
| Herstellerangabe | bis zu 7 Tage | bis zu 7 Tage | bis zu 7 Tage |
| Mit Always-on-Display | k. A. | in Tests im Alltag 3 bis 4 Tage | nicht verfügbar |
| Mit aktivem GPS | k. A. | k. A. | nicht verfügbar |
| Laden von 0 auf 100 % | etwa 90 Minuten | etwa 2 Stunden | 90 Minuten laut Google |
| Schnellladung über 5 Minuten | bis zu 1 Tag | k. A. | bis zu 1 Tag |
| Akku selbst austauschbar | ja | nein | k. A. |
Der Charge 6 schaffte mit eingeschaltetem Always-on-Display in unabhängigen Tests im Alltag nur drei bis vier Tage. Beim Edge halte ich ein ähnliches Bild für wahrscheinlich, solange das Display dauerhaft leuchtet. Auf sieben Tage kommst Du vermutlich nur, wenn Du es ausschaltest und wenig GPS nutzt. Mein Fitbit Air hat im ersten Ladezyklus bei intensiver Nutzung (inklusive einer vierstündigen Radtour) sechs Tage geschafft. Der Edge hat zusätzlich ein Display und GPS, und beides kostet Strom.
Positiv ist das schnellere Laden. Der Edge nutzt dasselbe Ladegerät wie das Air und ist laut Google in rund 90 Minuten voll. Beim Charge 6 dauerte das etwa zwei Stunden.
Welche neuen Funktionen gibt es und was bringen sie?
Taugt der Edge als Lauf- und Radtracker ohne Handy?
Für Einsteiger ja, für ambitionierte Läufer eher nicht. Der Edge zeichnet Strecken mit eigenem GPS auf, zeigt Puls, Pace und Distanz live am Handgelenk, erfasst Höhenmeter und erkennt Training automatisch. Auch Schwimmen im Becken und im Freiwasser trackt er, bei 5 ATM und IP68.
Dem steht die Sensorik gegenüber. Nach ersten Berichten arbeitet im Edge derselbe Herzfrequenzsensor wie im Air. Bei meinem Test des Air lag die Pulsmessung beim Laufen nahe am Brustgurt, bei Intensitätswechseln geriet der Sensor aber kurz aus dem Rhythmus. Beim Krafttraining am Handgelenk war die Verzögerung deutlich. Wenn der Edge dieselbe Hardware nutzt, erwarte ich dasselbe. Dazu kommt die gröbere Aufzeichnung alle zwei Sekunden. Von einer Anbindung externer Brustgurte spricht Google nirgends. Der Edge sendet seinen Puls zwar per Bluetooth an Trainingsgeräte, aber das ist die umgekehrte Richtung. Wer Intervalle ernsthaft trainiert, sollte das vor dem Kauf klären.
Die Navigation mit Google Maps (Abbiegehinweise am Handgelenk) liefert Google erst ab Herbst 2026 nach. Beim Start fehlt sie also.
Was kann der Gemini Health Coach auf dem Edge?
Der Coach erstellt Trainingspläne, passt sie an Deine Tagesform an und beantwortet Fragen zu Deinen Daten. Auf dem Edge kommt eine Neuerung dazu, nämlich Coaching in Echtzeit während des Trainings. Der Tracker sagt Dir dann visuell, wann Du Gas geben, locker lassen oder das Tempo halten sollst. Für Workouts, die der Coach plant und direkt vom Tracker startet, nennt Google erst den Herbst.
Nach meinem Test des Fitbit Air ist der Gemini-Coach für mich weiterhin die beste KI-Lösung in einer Fitness-App. Das gilt unverändert, weil App und Coach auf beiden Geräten dieselben sind. Der Haken ist das Abo. Alles Wesentliche am Coaching, die Pläne, die Echtzeit-Hinweise und die detaillierten Schlafauswertungen, gibt es nur mit Google Health Premium.
Welche Gesundheitsfunktionen bietet der Edge?
Die Grundausstattung ist breit. Du bekommst die EKG-App zur Prüfung auf Vorhofflimmern, Benachrichtigungen bei unregelmäßigem Herzrhythmus und bei hohem oder niedrigem Puls, dazu SpO2, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Hauttemperatur und Ruhepuls im Health-Metrics-Dashboard. Neu ist die Zyklusanzeige direkt auf dem Tracker. Die Herzrhythmus-Funktionen messen nur, wenn Du ruhig sitzt oder schläfst, und Google schränkt sie auf ausgewählte Länder und auf Nutzer über 22 Jahre ohne bekannte Rhythmusstörung ein.
Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends gibt es nur mit Premium, und Google bezeichnet sie ausdrücklich als Wellness-Trends und nicht als medizinische Messwerte. Die Health-Guardian-Warnungen kommen laut Google ab Herbst. Beim Schlaf liefert der Edge Schlafphasen und einen Schlafindex. Wie bei allen Wearables halte ich die Schlafdauer für den verlässlichen Wert und die Phasen für ein Ratespiel.
Was bringen die Smart-Funktionen?
Das Wichtigste vorweg, bezahlen kannst Du mit dem Edge nicht. Dafür bekommst Du Benachrichtigungen, Schnellantworten (nur Android, wegen der Einschränkungen von iOS), Wetter, Wecker, Timer und die Musiksteuerung. Das reicht für den Alltag, es bleibt aber ein Fitnesstracker und keine Smartwatch. Weder WLAN noch Musikspeicher sind an Bord.
Wo patzt der Fitbit Edge?
- Der Akku bleibt bei sieben Tagen und gilt nur im Batteriesparmodus. Mit Always-on-Display und GPS wird es deutlich weniger, und Google nennt dafür keine Zahlen.
- NFC und EDA sind gestrichen. Wer mit dem Charge 6 am Handgelenk bezahlt hat, verliert das ersatzlos.
- Die Pulsaufzeichnung wird gröber. Alle zwei Sekunden statt im Training jede Sekunde ist ein Rückschritt, der bei Intervallen ins Gewicht fällt.
- Wichtige Funktionen fehlen zum Start. Google Maps, die Health-Guardian-Warnungen und vom Coach geplante Workouts kommen erst im Herbst.
- Die besten Funktionen kosten extra. Echtzeit-Coaching und Trainingspläne gibt es nur mit Premium für 8,99 Euro im Monat.
- Schnellantworten gehen nur mit Android.
- Zu Brustgurten schweigt Google. Eine Anbindung externer Pulssensoren ist offiziell nirgends bestätigt.
Wie schneidet der Edge im Vergleich mit dem Fitbit Air ab?
Beide Tracker teilen sich den Kern. Sie nutzen nach ersten Berichten denselben Herzfrequenzsensor, dieselbe Google Health App, denselben Coach, dieselbe Cardio-Belastung, den Tagesformindex und dieselbe Schlafanalyse. Auch das Ladegerät ist identisch. Du kannst beide mit demselben Konto abwechselnd tragen, ohne Daten zu verlieren.
Der Edge bringt für 80 Euro Aufpreis ein Display, eigenes GPS, einen Höhenmesser, die EKG-App, Benachrichtigungen und eine Taste. Das Air gewinnt beim Preis, bei den 12 Gramm samt Armband und bei der Unauffälligkeit. Der Sensor-Pod misst nur 8,3 mm in der Höhe.
Die größte Schwäche meines Air-Tests war das fehlende GPS und das Training ohne Einstellungsmöglichkeiten. Genau das behebt der Edge. Ob er auch die für meinen Geschmack zu schwache Wecker-Vibration des Air besser löst, kann ich noch nicht sagen. Mein Rat lautet, dass Du den Edge nimmst, wenn Du regelmäßig draußen läufst, wanderst oder radelst. Wenn Dir Schlaf, Erholung und Deine Tagesaktivität reichen, bleibt das Air für 80 Euro weniger die vernünftigere Wahl. Das Air bleibt außerdem als zweites Gerät für die Nacht interessant, wenn Du tagsüber ohnehin eine Sportuhr trägst.
Welche Alternativen zum Fitbit Edge gibt es?
Günstiger. Das Fitbit Air kostet 99,99 Euro und ist die bessere Wahl für reines Alltags- und Schlaftracking. Der Charge 6 kostet im Handel zuletzt rund 105 Euro. Er hat noch NFC, den EDA-Sensor und eigenes GPS. Wenn Du am Handgelenk bezahlst und mit dem kleineren Display leben kannst, ist er zu diesem Preis die bessere Kaufentscheidung. Prüf aber vorher, ob er noch lieferbar ist, denn mit dem Edge dürfte er auslaufen.
Teurer. Die Pixel Watch 5 beginnt laut Händlern bei rund 419 Euro. Dafür bekommst Du eine echte Smartwatch mit Wear OS und Apps, aber nur für Android und mit einer Akkulaufzeit von nur rund zwei Tagen laut ersten Tests. Einige Gesundheitswerte stecken auch hier hinter dem Abo. Einen Brustgurt kannst Du dort nicht koppeln.
Konkurrenz. Der Amazfit Helio Strap hat keine Anzeige, hält zehn Tage durch und lässt sich auch am Oberarm tragen. Das macht ihn beim Krafttraining dem Handgelenksband klar überlegen. Wer wirklich laufen will, ist mit einer richtigen Laufuhr besser bedient.
Für wen lohnt sich der Fitbit Edge?
| Zielgruppe | Einschätzung |
|---|---|
| Einsteiger, die Läufe und Radtouren ohne Handy aufzeichnen wollen | Passt gut. Display, GPS und Höhenmesser bekommst Du zu einem fairen Preis. |
| iPhone-Nutzer, die Gemini-Coaching und Display wollen | Passt, die Pixel Watch ist für Dich keine Option. Schnellantworten fehlen allerdings. |
| Charge-6-Besitzer | Kein Muss. Du gewinnst Display, Gewicht und Akkutausch, verlierst NFC und EDA. |
| Fitbit-Air-Besitzer | Nur sinnvoll, wenn Dir das Display und das eigene GPS fehlen. |
| Wer nur Schlaf, Erholung und Tagesaktivität verfolgen will | Eher nicht. Das Air bietet dasselbe für 80 Euro weniger. |
| Ambitionierte Läufer mit Intervalltraining | Eher nicht. Handgelenkssensor, Aufzeichnung alle zwei Sekunden und unklare Brustgurt-Unterstützung sprechen dagegen. |
| Kraftsportler | Eher nicht. Am Handgelenk gibt es Messverzögerungen, ein Oberarmband fehlt. |
| Nutzer von Google Wallet am Handgelenk | Eher nicht, der Edge hat kein NFC. |
| Wer kein Abo will | Eher nicht, die stärksten Funktionen kosten Premium. |
Meine erste Einschätzung
Was richtig gut ist
Das größere, hellere Display, das geringere Gewicht und der wechselbare Akku sind echte Fortschritte. Mit eigenem GPS, Höhenmesser und Live-Werten am Handgelenk ist der Edge endlich ein vollwertiger Begleiter für Outdoor-Training. Der Gemini-Coach ist dazu die stärkste Software in dieser Preisklasse. Und mit dem Air im Sortiment stehen Dir zwei klar unterscheidbare Tracker für unterschiedliche Bedürfnisse zur Verfügung.
Was enttäuscht
Die Akkulaufzeit bleibt trotz größerem Display unverändert, und Google macht keine Angaben zu GPS und Always-on-Display. Dazu kommen der Verzicht auf NFC und EDA und der Start ohne Maps und Health Guardian. Zum Launch kaufst Du also teilweise ein Versprechen.
Ein auffälliges Detail
Die Herzfrequenz speichert der Edge laut den bisherigen Datenblättern nur noch alle zwei Sekunden, und der Charge 6 hat im Training jede Sekunde aufgezeichnet. Für einen Tracker, der Läufe ernst nehmen will, ist das eine merkwürdige Entscheidung, die Google nirgends erwähnt.
Lohnt sich das Upgrade vom Charge 6?
In der Regel nicht. Das größere Display und der Höhenmesser sind nett, die Akkulaufzeit und die Pulsaufzeichnung sind aber nicht besser, und Du verlierst Bezahlen. Wenn Du Deinen Charge 6 noch gern trägst, lohnt sich der Wechsel nur, wenn Dich das Display oder das Gewicht wirklich stört.
Was ich Neukäufern raten würde
Wenn Du jetzt einen Tracker mit Display und GPS suchst, ist der Edge die modernere Wahl und liegt nur rund 20 Euro über dem Marktstartpreis des Charge 6. Ich würde mit der Bestellung trotzdem auf die ersten unabhängigen Tests zu GPS-Genauigkeit und Akku warten, denn beides ist bisher nur Herstellerversprechen. Google bietet kostenlose Rücksendungen an, das Risiko einer Vorbestellung ist also überschaubar. Wenn Du nur Schlaf und Aktivität tracken willst, nimm das Air. Wenn Du einen Charge 6 mit NFC günstig bekommst, ist er eine ernsthafte Alternative.
Häufige Fragen zum Google Fitbit Edge
Google hat den Edge am 12. Oktober 2026 vorgestellt. Er kostet ab 179,99 Euro und lässt sich vorbestellen.
Der Edge hat Display, eigenes GPS, Höhenmesser, EKG-App und Taste, das Air hat nichts davon. Dafür kostet das Air mit 99,99 Euro 80 Euro weniger und wiegt nur 12 Gramm. Sensor, App und Coach sind nach ersten Berichten gleich.
Ja, der Edge hat GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou und QZSS eingebaut. Du kannst Läufe und Radtouren ohne Handy aufzeichnen. Das Air hat kein eigenes GPS.
Google nennt bis zu sieben Tage unter Standardeinstellungen. Always-on-Display, GPS und SpO2-Messung verkürzen das. Eine Angabe mit aktivem GPS macht Google nicht.
Grundfunktionen wie Schlaf, Aktivität und Gesundheitswerte funktionieren ohne Abo. Der Gemini-Coach, Trainingspläne und Echtzeit-Coaching brauchen Google Health Premium. Drei Monate sind enthalten, danach kostet es 8,99 Euro pro Monat oder 99,99 Euro pro Jahr.
Ja, ab iOS 16.4. Schnellantworten auf Nachrichten gehen allerdings nur mit Android.
Nein, der Edge hat kein NFC. Der Charge 6 konnte das noch.





