Das Google Fitbit Air ist seit einigen Tagen am Markt und seitdem herrscht riesige Aufregung. Manche tun so, als hätte Google hier etwas vollkommen Revolutionäres auf den Markt gebracht. Ich habe das Armband jetzt rund eine Woche intensiv getestet und wollte herausfinden, ob wir es hier einfach nur mit einem riesigen Hype zu tun haben oder ob der Fitnesstracker wirklich etwas kann.
Kurzinfo Google Fitbit Air
4,0/5
Vorteile
Gemini KI-Coach als beste KI-Lösung im Markt in einer Fitness App
Umfassende Überwachung der eigenen Gesundheit
Cardio Load, Tagesverfassung und Erkennung von Vorhofflimmern
Sehr gute Pulsmessung
Attraktives Preis/ Leistungs Angebot
Nachteile
Kostenpflichtiges Abo für kompletten Funktionsumfang
kein GPS, nur grundlegendes Tracking bei Sport
Wecker Vibration für meinen Geschmack zu schwach
Mein Testfazit:

Mit dem Google Fitbit Air liefert der Suchmaschinenriese ein gelungenes Debut in der Kategorie der displaylosen Fitness Tracker ab. Das Armband ist dezent, kompakt und trägt sich sehr angenehm. Dazu kommt noch eine umfassende Gesundheitsüberwachung mit Fitbit Power und der KI Coach setzt völlig neue Maßstäbe was Auswertung und Aufbereitung der Messdaten betrifft. Was Sport und Training betrifft gibt es mit Sicherheit bessere Lösungen und das Thema Datenschutz beschäftigt viele Nutzer. Trotzdem hat Google hier viel richtig gemacht und einen tollen Fitness Tracker vorgestellt.
Ob das Armband für Dich die beste Wahl ist, und welche interessanten Alternativen es noch gibt, erfährst Du am Ende des Testberichts.
Vergleich Google Fitbit Air und Amazfit Helio Strap
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| Google Fitbit Air | Amazfit Helio Strap | |
| Abmessungen | 34,9 x 17 x 8,3 mm | 33,97 x 24,3 x 10,59 mm |
| Gewicht | 12 g | 20 g |
| Farben | obsidian, berry, lavendel, fog | schwarz |
| Armband | Nylon oder Silikon | Nylon |
| Wasserdicht | 5 ATM | 5 ATM |
| Sensoren | Herzfrequenzmesser Beschleunigungsmesser Gyroskop Sauerstoffsättigung (SpO2) Temperatursensor | Herzfrequenzmesser Beschleunigungsmesser Gyroskop Sauerstoffsättigung (SpO2) Temperatursensor |
| Akkulaufzeit | bis 7 Tagen | bis 10 Tage |
| App | Google Health App | Zepp App |
| Konnektivität | Bluetooth | Bluetooth |
| Kompatibilität | Android 11.0 oder höher Apple iOS 16.4 oder höher | Android 7.0 und höher, iOS 15.0 und höher |
Wie trägt sich das Google Fitbit Air im Alltag?
Das mit Sicherheit herausragendste Merkmal am Google Fitbit Air sind die Abmessungen. Der Sensor-Pod ist gerade einmal 34,9 mm lang, an der dicksten Stelle 8,3 mm hoch und gemeinsam mit dem Armband kommen wir auf ein Gesamtgewicht von gerade mal 12 Gramm. Zum Vergleich: Schaut man sich den Amazfit Helio Strap an, dann ist hier mit freiem Auge erkennbar, dass dieser Fitnessträger deutlich größer ist. Das beginnt bei der Sensoreinheit und endet beim deutlich breiteren Armband.

Unterm Strich tragen sich aber beide Geräte äußerst angenehm und man bemerkt sie im Alltag oder beim Sport kaum. Wobei das Google-Armband hier durch sein geringeres Gewicht und die kompaktere Bauform nochmals einen kleinen Vorteil hat.

Das Armband selbst wird mit Silikon und Nylon in zwei Materialien angeboten. Ich persönlich habe das Nylon-Armband bevorzugt, weil es ein angenehmeres Tragegefühl vermittelt und mir auch optisch besser gefällt. Mit dem Silikon-Armband bin ich nicht wirklich glücklich geworden. Ich bin kein Freund von diesem Material und auch der Verschluss, bei dem das eine Ende des Armbandes unter das andere Ende eingefädelt werden muss, ist eine ziemlich fumme Angelegenheit.

Wirklich genial gelöst ist dafür der Armbandwechsel. Du musst nichts anderes tun, als den Sensor-Pod aus der Halterung des einen Armbandes herauszudrücken und dann in die Befestigung des anderen hineinzudrücken. Das Ganze ist innerhalb von wenigen Sekunden erledigt und damit sehr benutzerfreundlich.

Was aktuell noch fehlt, ist ein Band für den Oberarm. Das wird weder von Google noch von Drittanbietern angeboten. Das ist schade, weil vor allem beim Krafttraining ein Oberarmgurt erhebliche Messvorteile bringt, wie wir später noch sehen werden. Ich bin aber relativ sicher, dass das nur eine Frage der Zeit ist.
Farblich hat Google vier Optionen im Programm: Obsidian (schwarz), Berry, Lavender und Fog. Für jeden Geschmack sollte also etwas dabei sein.
Wie einfach ist die Einrichtung?
Die Einrichtung des Google Fitbit Air ist alles andere als eine Raketenwissenschaft. Sie läuft größtenteils automatisch und selbsterklärend ab. Es gibt aber ein paar Punkte, die du kennen solltest.
Grundvoraussetzung ist ein Google-Konto. Ohne dem funktioniert überhaupt gar nichts. Die zugehörige Google Health App findest du im Play Store genauso wie im App Store. Wer die alte Fitbit-App bereits installiert hat, kann aufatmen, denn diese wurde in der Zwischenzeit automatisch in die Google Health App umgewandelt, womit eine Neuinstallation nicht nötig ist.


Beim Einrichtungsprozess gibt es zwei Einstellungen, die du unbedingt beachten solltest. Erstens musst du die Standortfreigabe für die Google Health App auf „Immer“ setzen, weil der Tracker das GPS deines Smartphones für die Streckenmessung verwendet. Zweitens musst du angeben, ob du das Armband an der dominanten oder nicht-dominanten Hand trägst, weil das Fehlmessungen verhindert.
Fast am Ende des Einrichtungsprozesses wirst du gefragt, ob du Google Health Premium für drei Monate kostenlos testen möchtest. Ich würde diese Testphase unbedingt empfehlen. Google macht übrigens selbstständig darauf aufmerksam, wenn die Testphase bald endet – du musst also keine Kündigung fürchten, die du übersehen könntest.
Wie lange hält der Akku beim Google Fitbit Air?
Google gibt eine Akkulaufzeit von sieben Tagen an. Das Laden von 0 auf 100 % soll 90 Minuten dauern, und eine 5-Minuten-Schnellladung soll für einen ganzen Tag ausreichen.
In der Praxis war die Ladezeit bei mir etwas kürzer als angegeben: Von 10 % auf 100 % hat es bei mir knapp 50 Minuten gedauert. Die sieben Tage Laufzeit sind realistisch, ich habe im ersten Ladezyklus bei intensiver Nutzung (inklusive einer vierstündigen Fahrradtour) sechs Tage erreicht. Bei normalem Gebrauch sollten die sieben Tage gut erreichbar sein, möglicherweise sogar übertroffen werden.
Der Amazfit Helio Strap kommt übrigens auf zehn Tage Akkulaufzeit, was ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen kann. Angesichts der deutlich kompakteren Bauweise des Google-Armbandes ist das kein überraschender Unterschied.
Was kann das Google Fitbit Air – der Funktionsumfang im Detail
Da das Google Fitbit Air kein Display hat, findet der gesamte Funktionsumfang in der Google Health App statt. Die App ist übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet. Im oberen Bereich werden die wichtigsten Daten angezeigt, darunter der wöchentliche Cardio-Load und die Schlafüberwachung. Durch Wischen nach links bekommst du weitere Vitalparameter. Scrollst du nach unten, erscheinen automatisch generierte Berichte, erstellt von Gemini, der Google-KI.
Cardio-Belastung: der bessere Schrittzähler
Das Feature, das mir am Google Fitbit Air am besten gefällt, ist die Cardio-Belastung. Diese Methode kennen wir bereits von früheren Fitbit-Geräten wie der Fitbit Sense oder der Fitbit Versa. Der Messwert erfasst alle Aktivitäten im Alltag und beim Sport mittels der gemessenen Herzfrequenz – je höher die Intensität und je länger die Dauer, desto mehr Punkte sammelst du.
Ich bin ein großer Fan von diesem Feature, weil es dein tägliches Bewegungsverhalten deutlich genauer und zuverlässiger erfasst als ein simpler Schrittzähler, bei dem es wie viele aus eigener Erfahrung wissen, immer wieder zu Fehlzählungen kommt. Das wöchentliche Ziel wird laufend individuell angepasst.

Tagesformindex: vergleichbar mit Garmin Body Battery
Der Tagesformindex funktioniert ähnlich wie die Garmin Body Battery oder der Amazfit BioCharge. Auch hier wird versucht, aus den Messwerten der Schlafüberwachung, der Herzfrequenzvariabilität und des Ruhepulses die aktuelle Tagesverfassung abzuleiten.

Ich habe den Tagesformindex sieben Tage lang parallel mit dem Amazfit Helio Strap und der Garmin Venu 4 verglichen. Die numerischen Werte unterscheiden sich dabei deutlich – was auch zu erwarten war. Was die großen Trends betrifft, also ob die aktuelle Tagesform gut oder schlecht ist, stimmt er aber mit beiden anderen Tools überein.
| Tag | Google Tagesform Indes | Amazfit BioCharge | Garmin Body Battery |
|---|---|---|---|
| 1 | 68 | 74 | 70 |
| 2 | 59 | 69 | 60 |
| 3 | 71 | 87 | 92 |
| 4 | 99 | 92 | 96 |
| 5 | 81 | 88 | 76 |
| 6 | 62 | 85 | 77 |
| 7 | 63 | 79 | 78 |
Was ich dabei beobachtet habe: Das Google-Armband reagiert auf Schwankungen einzelner Messwerte sensibler als die Konkurrenz. Einer sinkenden Herzfrequenzvariabilität oder einer kürzeren Schlafdauer wird mehr Bedeutung beigemessen, wodurch der Index stärker schwankt. Das muss nicht zwingend schlechter sein, es ist einfach eine andere Gewichtung.
Schlaftracking: überzeugend und mit richtigen Prioritaeten
Die Schlafüberwachung hat mich bisher voll und ganz überzeugt, und das auch aus einem guten Grund, denn es werden die richtigen Prioritäten gesetzt. Einschlaf- und Aufwachzeiten werden sehr genau aufgezeichnet, das gilt auch für Tagesnickerchen. Die Schlafdauer als messbarer Wert hat klar Vorrang. Die Schlafphasen hingegen, die von allen Wearables nur schlecht erkannt werden können, spielen eine untergeordnete Rolle. Genau das ist die richtige Herangehensweise.

Du kannst über die App auch einen Wecker aktivieren, der dich durch Vibration weckt, die aber für meinen Geschmack etwas zu schwach ist. Ich persönlich würde dabei mit Sicherheit nicht aufwachen. Das ist aber eine individuelle Sache und musst du selbst ausprobieren.
Herzfrequenz, Ruhepuls und HRV
Im Reiter Gesundheit findest du alle wichtigen Vitalparameter, darunter natürlich Herzfrequenz, Ruhepuls und Herzfrequenzvariabilität. Ich habe alle drei Metriken sieben Tage lang parallel mit dem Amazfit Helio Strap und der Garmin Venu 4 verglichen.
| Tag | Google Fitbit Air | Amazfit Helio Strap | Garmin Venu 4 |
|---|---|---|---|
| Ruhepuls/ HRV bpm/ ms | Ruhepuls/ HRV bpm/ ms | Ruhepuls/ HRV bpm/ ms | |
| 1 | 58/25 | 54/31 | 53/30 |
| 2 | 60/28 | 53/32 | 52/31 |
| 3 | 57/31 | 49/37 | 50/35 |
| 4 | 58/36 | 48/41 | 48/39 |
| 5 | 57/43 | 49/51 | 49/43 |
| 6 | 578/31 | 51/36 | 49/33 |
| 7 | 58/31 | 50/37 | 49/35 |
Das Muster, das sich dabei gezeigt hat, ist eindeutig: Das Google-Armband neigt dazu, beim Ruhepuls etwas höhere und bei der HRV etwas niedrigere Werte zu liefern als der Helio Strap oder die Venu 4. Die grundsätzlichen Trends stimmen aber überein. Wenn meine HRV sinkt, wird das auf allen drei Geräten übereinstimmend angezeigt. Für die Erfassung von Entwicklungen ist das ausreichend.
Vorhofflimmern-Erkennung
Besonders erwähnenswert ist die Vorhofflimmern-Erkennung, die im Hintergrund auf mögliche Anzeichen von Vorhofflimmern überwacht. Die Messung findet hauptsächlich im Schlaf oder in Ruhephasen statt. Bei auffälligen Ergebnissen wirst du benachrichtigt – das ist dann kein Grund zur Panik, aber ein guter Anlass, den Arzt deines Vertrauens zu kontaktieren. Die Funktion muss übrigens gesondert in den Geräteeinstellungen aktiviert werden.
Sporttacking und Training: Was kann das Fitbit Air beim Sport?
Sport, Fitness und Training sind auch am Google Fitbit Air ein wichtiges Thema. Du findest in der App eine Liste mit 40 Sportprofilen. Vier davon werden automatisch erkannt: Gehen, Laufen, Radfahren und Rudern. Alle anderen Aktivitäten musst du manuell starten.

Einen Hinweis für die Praxis: Wenn du eine Trainingsaufzeichnung direkt in der App startest, musst du zuerst ein Sportprofil auswählen. Dann startet nach einem Countdown von drei Sekunden die Aufzeichnung – du solltest also wirklich startbereit sein.
Was das Google-Armband hier im Vergleich zum Amazfit Helio Strap deutlich vermissen lässt, sind gesonderte Trainingseinstellungen. Der Helio Strap bietet die Möglichkeit, eine Autopause zu aktivieren oder Alarme für Puls und Pace zu definieren. All das gibt es beim Google-Armband nicht. Die einzige Ausnahme: Im Puls-Widget kannst du eine eigene maximale Herzfrequenz hinterlegen, wodurch die Pulszonen individuell berechnet werden.
Nach dem Training bekommst du in der App eine übersichtliche Trainingsauswertung mit allen relevanten Messdaten und einem Herzfrequenz-Diagramm. Wichtig zu wissen: Da das Google Fitbit Air kein integriertes GPS hat, nutzt es das GPS-Signal deines Smartphones – bei Outdoor-Aktivitäten musst du das Handy also immer dabei haben. Die Trainingsdaten kannst du nach Strava exportieren oder als GPX- bzw. TCX-Datei herunterladen.
Wie genau misst das Google Fitbit Air den Puls?
Puls- und Streckenmessung Test – alle Daten auf einem Blick
| Google Fitbit Air | Amazfit Helio Strap | Polar H10 | |
|---|---|---|---|
| Intervall Training | |||
| durchschnittl. HF | 141 bpm | 139 bpm | 141 bpm |
| maximale HF | 163 bpm | 162 bpm | 166 bpm |
| Krafttraining | |||
| durchschnittliche HF | 107 bpm | 108 bpm | 109 bpm |
| maximale HF | 139 bpm | 140 bpm | 141 bpm |
Für den Messgenauigkeitstest habe ich mehrere Trainingseinheiten mit dem Google Fitbit Air und dem Amazfit Helio Strap absolviert, als Referenzgerät war der Polar H10 Brustgurt mit an Bord.
Beim Laufen macht das Google-Armband seine Sache insgesamt recht gut. Es zeigt ähnliche Messungen wie der Polar Brustgurt und liefert damit solide Ergebnisse. Natürlich gibt es da und dort kleinere Abweichungen, bei einzelnen Intensitätswechseln kann das Armband kurz aus dem Rhythmus geraten. Das bewegt sich aber noch im tolerierbaren Bereich.

Interessant zu beobachten war auch der Helio Strap: Er macht beim Laufen ebenfalls insgesamt eine recht gute Figur, zeigt aber immer wieder eine spürbare Verzögerung bei der Reaktion auf Intensitätswechsel – ein bekanntes Phänomen bei optischen Sensoren am Handgelenk.
Beim Krafttraining wird der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Geräten offensichtlich. Der Amazfit Helio Strap kann als Oberarmgurt getragen werden, was beim Krafttraining enorme Messvorteile bietet. Das Google-Armband, am Handgelenk getragen, hat dabei deutlich größere Probleme.

Es zeigt eine wesentliche Messverzögerung und erfasst alle Intensitäten nicht in dem Umfang, wie es der Brustgurt tut. Wenn man so will, kann man das Google-Armband als Kompromisslösung auch beim Krafttraining verwenden – man sollte sich dabei nur über die Einschränkungen im Klaren sein.
Gemini KI-Coach: die beste KI-Lösung im Fitnessbereich
Das Highlight des Google Fitbit Air ist ohne Frage der Gemini KI-Coach. Für mich ist das momentan die beste KI-Lösung, die in einer Fitness-App angeboten wird. Da können KI-Tools von Garmin oder Amazfit nicht annähernd mithalten.
Die App generiert täglich einen Morgenbericht, in dem kurz zum vorangegangenen Tag Stellung genommen wird und Empfehlungen für den aktuell bevorstehenden Tag folgen, beispielsweise ob und wie intensiv du trainieren sollst. Das aktuelle Wetter wird dabei für Outdoor-Aktivitäten mit einbezogen. Zusätzlich gibt es noch einen Mittags- und einen Abendbericht.

Die Berichte sind gut strukturiert, verwenden Bullet-Points und sind nicht länger als drei bis vier Absätze. Du musst nicht jeden Bericht Wort für Wort studieren, sondern kannst sie gut überfliegen. In anderen Tests wurden diese Berichte wegen ihrer Ausführlichkeit kritisiert, ich sehe das aber überhaupt nicht so.
Der KI-Coach beantwortet alle deine Fragen zu Gesundheit, Sport und Training. Er kann deine Trainingseinheiten analysieren und maßgeschneiderte Trainingspläne erstellen. Und das alles funktioniert umso besser, je mehr Daten vorhanden sind. Meine Empfehlung: Trag das Google-Armband wirklich permanent, im Alltag, während der Nacht und beim Sport. Mehr Daten bedeuten konkretere, individuellere Antworten von der KI.
Lohnt sich das Google Health Premium Abo?
Für 9 Euro im Monat (oder 99 Euro pro Jahr) bekommst du mit Google Health Premium unter anderem den KI-Coach mit Gemini, detaillierte Schlafauswertungen, individuelle Fitness- und Trainingspläne, die Trainingsmediathek und die Morgen-, Mittags- und Abendberichte.

In der kostenlosen Basisversion bleiben Aktivitätstracking (Schritte, Kalorien, Cardio-Belastung), Schlafanalyse, Gesundheitsmetriken und das Protokollieren von Gewicht, Ernährung und Wasseraufnahme.
Meine Empfehlung: Nutze unbedingt die drei kostenlosen Testmonate, die beim Kauf dabei sind. So kannst du dir selbst ein Bild machen, ob der Zusatznutzen die monatlichen Kosten für dich rechtfertigt. Ich persönlich bin von der KI-Lösung begeistert und halte das Angebot für fair.
Daten anderer Sportuhren in der Google Health App nutzen
Ein sehr praktisches Feature, das ich ausprobiert habe: In der Google Health App ist es möglich, die Daten anderer Smartwatches oder Sportuhren zu importieren. Ermöglicht wird das über die Health Connect App, die standardmäßig auf allen Android-Geräten läuft und auch mit iOS kompatibel ist.
Ich habe das Ganze mit meiner Garmin Venu 4 getestet und Garmin Connect über Health Connect mit der Google-App verbunden. Seitdem werden alle Messdaten automatisch in Richtung Google übertragen, mit zwei Ausnahmen: Ruhepuls und HRV werden nicht übertragen, das lässt Health Connect leider nicht zu.
Wichtig zu wissen: Die Daten von anderen Smartwatches haben keinen Einfluss auf den wöchentlichen Cardio-Load und den Tagesformindex. Diese beiden Features funktionieren ausschließlich über das Google-Armband selbst.
Datenschutz: Was macht Google mit deinen Gesundheitsdaten?
Datenschutz ist bei einem Google-Produkt natürlich ein wichtiges Thema, zu Recht. Immerhin gilt Google als die Datenkrake schlechthin. Hier kurz zusammengefasst, was du wissen solltest:
- Deine Daten werden entsprechend der europäischen Datenschutzverordnung verschlüsselt gespeichert.
- Google hat sich verpflichtet, deine Daten in den nächsten drei Jahren nicht für Werbezwecke zu verwenden. Was danach passiert, weiß niemand.
- Du kannst den KI-Coach jederzeit deaktivieren. Die gesamte Interaktion lässt sich herunterladen und du kannst die Löschung dieser Daten beantragen.
- Auch Gesundheits- und Trainingsdaten lassen sich downloaden und zur Löschung beauftragen. Google speichert sie nach dem Antrag noch 30 Tage, falls du es dir anders überlegst.
Als Nutzer hat man also durchaus Möglichkeiten. Trotzdem muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man unter diesen Bedingungen das Google-Armband und die Google-App nutzen möchte.
Mein Fazit: Fuer wen lohnt sich das Google Fitbit Air?
Google möchte in der noch jungen Produktkategorie der displaylosen Fitnessträger mitmischen, und der erste Versuch ist mehr als gelungen. Das Google Fitbit Air ist ein kompakter, preisgünstiger Fitnessträger, der mit einem soliden Funktionsumfang und zuverlässigen Messungen überzeugt.
Das absolute Highlight ist der Gemini KI-Coach. Das ist derzeit die beste KI-Lösung in einer Fitness-App und das ist vor allem auch die Zukunft. Da müssen alle anderen Hersteller früher oder später nachziehen. Wer das nicht tut, wird langfristig Schwierigkeiten bekommen.
Bei 99 Euro kann man nicht allzu viel falsch machen. Ausprobieren lohnt sich mit Sicherheit.
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- Google Health-Coach Mit Google Fitbit Air erhältst du drei Monate lang ein personalisiertes Coaching, das sich an deine Bedürfnisse anpasst – dank…
- Dein optimales Cardiotraining Lege ein dynamisches, persönliches Ziel für deine Aktivitäten in einer Woche fest und verfolge deinen Fitnessfortschritt
Häufige Fragen zum Google Fitbit Air
Nein, das Google Fitbit Air hat kein eigenes GPS. Es nutzt stattdessen das GPS-Signal deines Smartphones. Das bedeutet, dass du bei Outdoor-Aktivitäten wie Laufen oder Radfahren dein Handy dabei haben musst, damit die Strecke korrekt aufgezeichnet wird.
Grundlegende Tracking-Funktionen sind kostenlos enthalten. Der KI-Coach mit Gemini, detaillierte Schlafauswertungen, individuelle Trainingspläne und die Workout-Bibliothek sind jedoch dem Premium-Abo vorbehalten. Beim Kauf sind drei Monate gratis dabei – nutze diese Testphase, um selbst zu entscheiden.
Ja, aber mit Einschränkungen. Am Handgelenk getragen zeigt das Fitbit Air beim Krafttraining eine spürbare Messverzögerung und erfasst Intensitätsspitzen weniger präzise als ein Brustgurt. Da es aktuell keine Oberarmband-Option gibt (anders als beim Amazfit Helio Strap), ist das ein echter Nachteil für Kraftsportler.
Ja, über die Health Connect App (für Android und iOS verfügbar) kannst du Daten anderer Sportuhren und Apps in die Google Health App importieren. Ruhepuls und HRV werden dabei allerdings nicht übertragen, das erlaubt Health Connect leider nicht. Außerdem haben importierte Daten keinen Einfluss auf Cardio-Load und Tagesformindex, die ausschließlich über das Google-Armband berechnet werden.
Letzte Aktualisierung am 8.06.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

