Huawei hat mit der Watch Fit 5 die nächste Generation seiner beliebten eckigen Smartwatch-Reihe vorgestellt. Ich habe die Pro-Version über rund zwei Wochen im Alltag getragen und dabei vor allem drei Fragen im Kopf gehabt. Was kann die Watch Fit 5 an Neuerungen anbieten? Wo liegen die Unterschiede zwischen dem Standard- und dem Pro-Modell? Und lohnt sich der Umstieg, wenn Du bereits eine Watch Fit 4 besitzt?
Diese Fragen beantworte ich Dir in diesem Test. Ich gebe gleich zu, dass ich mit dem Bericht etwas spät dran bin. Das war krankheitsbedingt leider nicht früher möglich. Dafür bekommst Du jetzt eine Einschätzung, die auf echter Alltagsnutzung beruht, samt Puls- und Streckenmessung gegen meine Referenzgeräte.
Kurzinfo Huawei Watch Fit 5 (Pro)
4,1/5
Vorteile
Qualitätsvollles Design, nachhaltig, Reparatur möglich
Hervorragendes AMOLED Display
Gute Akkulaufzeiten
Präzise Puls- und Streckenmessung
Komplette Kartennavigation
Nachteile
HRV und VO2max erscheinen mir zu hoch
Karten ohne Wanderwege oder Trails
Kein integrierter Routenplaner
Mein Testfazit:

Die Huawei Watch Fit 5 ist das hochwertige und kompakte Gegenstück zur Watch GT 6. Mit einigen wichtigen Optimierungen und ein paar interessanten Neuerungen wurde die Smartwatch perfekt weiterentwickelt. Womit die Uhr ein attraktives Angebot für jeden gesundheitsbewussten und fitnessorientierten Nutzer ist. Jedoch gibt es einige wenige Schwächen, die nicht ganz nachvollziehbar sind. Da sollte der Hersteller unbedingt nachbessern.
Ob die Smartwatch für Dich die beste Wahl ist, und welche interessanten Alternativen es noch gibt, erfährst Du am Ende des Testberichts.
Was unterscheidet die Huawei Watch Fit 5 vom Pro-Modell?
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| Huawei Watch Fit 5 Pro | Huawei Watch Fit 5 | |
| Abmessungen | 44,5 × 40,8 × 9,5 mm | 42,9 × 38,2 × 9,5 mm |
| Gewicht | Ca. 30,4 g (ohne Armband) | Ca. 27 g (ohne Armband) |
| Material Gehäuse | Titan/ Aluminium | Titan/ Aluminium |
| Material Armband | Nylon/ Silikon | Nylon/ Silikon |
| Uhrenglas | Saphirglas | Siliziumglas |
| Farben | Orange, Weiß, Schwarz | Silber, Lila, Grün, Weiß, Schwarz |
| Wasserdicht | bis 5 ATM | bis 5 ATM |
| Display | AMOLED Touchscreen 1,92 Zoll 480 x 480 px | AMOLED Touchscreen 1,92 Zoll 480 x 480 px |
| Akku | 417 mAh leichte Nutzung bis 10 Tage typische Nutzung bis 7 Tage AOD Modus bis 4 Tage | 417 mAh leichte Nutzung bis 10 Tage typische Nutzung bis 7 Tage AOD Modus bis 4 Tage |
| Sensoren | Beschleunigungssensor Gyroskop Magnetometer Optischer Herzfrequenzsensor Barometer Temperatursensor Umgebungslichtsensor EKG-Sensor Tiefensensor | Beschleunigungssensor Gyroskop Magnetometer Optischer Herzfrequenzsensor Barometer Temperatursensor Umgebungslichtsensor |
| Streckenmessung | Dualband GNSS | Dualband GNSS |
| Lautsprecher / Mikro | ✅ | ✅ |
| Konnektivität | NFC, Bluetooth | NFC, Bluetooth |
| Kompatibilität | Android 9.0 oder höher iOS 13.0 oder höher | Android 9.0 oder höher iOS 13.0 oder höher |
Bevor wir ins Detail gehen, klären wir die wohl wichtigste Frage vorweg. Huawei bietet die Watch Fit 5 in zwei Ausführungen an, und die Unterschiede sind überschaubar, aber durchaus relevant.
Das Standardmodell gibt es in fünf Farben, nämlich Silber, Lila, Grün, Weiß und Schwarz. Zwei Besonderheiten fallen dabei auf. Die silberne Variante kommt mit einem Nylon-Armband, und die Lila-Version scheint für besonders schlanke Handgelenke gemacht zu sein. Ihr Armband ist mit 190 mm Länge ein Stück kürzer als bei den übrigen Farben, die auf 210 mm kommen. Das Pro-Modell gibt es in drei Farben, nämlich Orange, Weiß und Schwarz. Hier ist es die orangene Version, die mit dem Nylon-Armband ausgeliefert wird, während Weiß und Schwarz ein klassisches Fluorelastomer-Armband bekommen.
Die markantesten Unterschiede betreffen aber die Hardware. Das Pro-Modell ist ein paar Millimeter größer und damit auch etwas schwerer. Beim Uhrenglas hat Huawei dem Pro-Modell ein kratzfestes Saphirglas spendiert, während das Standardmodell auf ein robustes Siliziumglas setzt. Bei den Sensoren sind beide Modelle nahezu identisch, mit einem entscheidenden Unterschied. Die Pro-Version hat zusätzlich einen EKG-Sensor und einen Tiefensensor verbaut.
Und dann ist da noch der Preis. Das Pro-Modell startet mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro, das Standardmodell kostet genau 100 Euro weniger und liegt damit bei 199 Euro. Getestet habe ich die Pro-Version in Orange mit dem Nylon-Armband.
Wie wirkt die Huawei Watch Fit 5 in puncto Design und Verarbeitung?

Beim Design gibt es im Vergleich zum Vorgänger keine gravierenden Änderungen. Typisch für die Watch-Fit-Reihe bleibt es beim eckigen Gehäuse, und wieder setzt Huawei auf eine Kombination aus Titan und Aluminium. Eine kleine Änderung mit großer Wirkung gibt es aber. Das Display ist jetzt auf 1,92 Zoll gewachsen, wodurch der Displayrahmen deutlich dünner ausfällt und die ganze Uhr einen wesentlich professionelleren Eindruck macht.
Das war nämlich genau der Kritikpunkt am Vorgängermodell. Dort war das Display etwas kleiner, die Anzeigefläche wurde nicht vollständig genutzt und es blieb immer ein breiter Rahmen sichtbar. Das haben viele Nutzer bemängelt, weil es einfach nicht schön aussah. Schön, dass Huawei diese Kritik ernst genommen und beim neuen Modell direkt nachgebessert hat.

Auch wenn das Pro-Modell etwas größer und schwerer ist als die Standardversion, trägt sich die Uhr sehr angenehm. Besonders hervorheben möchte ich das schlanke Gehäuse, das sich regelrecht an das Handgelenk schmiegt. Das Nylon-Armband steigert den ohnehin schon hohen Tragekomfort noch einmal. Gemeinsam mit dem fantastischen Display wird die Uhr dadurch zu einem echten Hingucker.
Wie gut ist das Display der Huawei Watch Fit 5?
Beim Display bleibt das meiste beim Alten, und das ist ausdrücklich positiv gemeint. Der Touchscreen ist im Vergleich zum Vorgänger zwar etwas größer geworden, Auflösung und maximale Helligkeit sind aber unverändert geblieben. Das Display der Watch Fit 5 strahlt sehr hell, lässt sich bei allen Lichtverhältnissen wunderbar ablesen und überzeugt auch durch seine Performance. Laut Huawei kommt das Pro-Modell auf eine Spitzenhelligkeit von 3000 Nits.

Eine kleine Spielerei möchte ich Dir nicht vorenthalten. Standardmäßig ist ein Panda Watch Face vorinstalliert. Der kleine Panda will Dich im Laufe des Tages immer wieder zu Bewegung motivieren und zeigt Dir dazu kurze Workouts. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Watch Face bei dem einen oder anderen gut ankommt. Mir persönlich war es schlussendlich etwas zu verspielt, weshalb ich wieder auf ein herkömmliches Zifferblatt gewechselt bin.

Wie wasserdicht ist die Huawei Watch Fit 5 wirklich?
Bei der sensorischen Ausstattung sind beide Modelle praktisch identisch. Der einzige Unterschied ist, wie schon erwähnt, der zusätzliche EKG-Sensor und der Tiefensensor in der Pro-Version. Eine Information zur Widerstandsfähigkeit möchte ich Dir aber auf keinen Fall vorenthalten.
Standardmäßig sind beide Modelle bis 5 ATM wasserdicht. Das würde bedeuten, dass Du mit der Uhr problemlos schwimmen oder duschen könntest. Auf der Huawei-Webseite gibt es allerdings einen Hinweis, den ich so bisher noch nie gesehen habe. Dort steht eindeutig, dass die Uhr nicht für heiße Duschen, heiße Quellen oder Saunen geeignet ist. Ebenso soll sie nicht in Kontakt mit Duschgel, Shampoo oder Seifenwasser kommen. Übrigens finden sich diese Hinweise mittlerweile auch bei den Vorgängermodellen.
Eine kurze Einordnung dazu, und das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung. Ich glaube nicht, dass die Uhr gleich kaputt geht, wenn Du sie beim Duschen trägst oder sie mit Duschgel in Kontakt kommt. Ich halte das eher für eine sehr gut gemeinte Vorsichtsmaßnahme des Herstellers. Wie Du das in der Praxis handhabst, bleibt natürlich Dir überlassen. Ich selbst habe es mir vor vielen Jahren angewöhnt, Smartwatches beim Duschen grundsätzlich abzulegen.
Wie lange hält der Akku der Huawei Watch Fit 5?
Bei der Akkulaufzeit hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert. Die Akkukapazität ist gleich geblieben, und auch die angegebenen Laufzeiten in den verschiedenen Nutzungsszenarien sind unverändert. Trotzdem habe ich die Herstellerangaben in der Praxis überprüft.
Meine Verwendung lag zwischen der typischen und der leichten Nutzung, mit einer deutlichen Tendenz zur typischen Nutzung. Bei dieser Verwendung hat der Akku über zwei Ladezyklen hinweg jeweils acht Tage durchgehalten. Mit acht Tagen Akkulaufzeit bin ich mehr als zufrieden, und das deckt sich auch mit den Angaben von Huawei. Der Hersteller nennt für die Pro-Version bis zu 10 Tage bei leichter Nutzung, bis zu 7 Tage bei typischer Nutzung und bis zu 4 Tage mit aktiviertem Always-On-Display. Aufgeladen wird kabellos, und das geht angenehm fix.
Welche Gesundheitsfunktionen bietet die Huawei Watch Fit 5?
Beim Thema Gesundheit gibt es an der Watch Fit 5 Serie keine wesentlichen Neuerungen. Die einzige Ausnahme ist die Integration eines Hauttemperatursensors, der beim Tracking der Frauengesundheit eine tragende Rolle spielen soll. Das wage ich aber ein wenig zu bezweifeln. Die Messung der Hauttemperatur lässt sich durch zahlreiche externe Faktoren stark beeinflussen, weshalb die Ergebnisse mit einer gewissen Skepsis zu betrachten sind.

Werfen wir trotzdem einen Blick auf die Gesundheitsüberwachung, denn zwischen Standard- und Pro-Modell gibt es hier einige wichtige Unterschiede.
Aktivitäts-, Schlaf- und HRV-Tracking
Auf beiden Smartwatches findest Du das übliche Aktivitäts-Tracking, typisch für Huawei in den bekannten Aktivitätsringen. Im zugehörigen Widget siehst Du Deine aktuellen Messdaten samt passenden Diagrammen und kannst dort auch direkt Einstellungen vornehmen.
Die Schlafüberwachung ist schön gemacht. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Watch Fit 5 die Schlafdauer sehr präzise aufzeichnet. Hier gibt es oft nur Abweichungen von wenigen Minuten. Bei den Schlafphasen bemerkte ich dagegen deutliche Unterschiede zu anderen Uhren, beispielsweise zu einer Garmin Venu 4. Das ist allerdings nichts Watch-Fit-spezifisches. Das ganze Thema Schlafstadien ist generell mit größter Skepsis zu betrachten, egal von welchem Hersteller die Uhr stammt. Tagesnickerchen erkennt die Uhr übrigens automatisch.

Nicht neu, aber erwähnenswert ist die Messung der Herzfrequenzvariabilität. Die gibt es an Huawei-Geräten noch nicht allzu lange, und für die Watch Fit 5 gilt dasselbe, was ich schon an der Watch GT Avana 2 angemerkt habe. Huawei-Geräte neigen dazu, bei der HRV im Vergleich zu meinen anderen Smartwatches relativ hohe Messwerte aufzuzeichnen. Die Unterschiede können schon bis zu 10 Millisekunden ausmachen. Schlussendlich spielt das aber keine allzu große Rolle, denn bei der HRV geht es primär darum, ob Du Dich in Deinem Normalbereich bewegst oder nicht. Die konkreten numerischen Werte haben hier eine eher untergeordnete Bedeutung.

Gemessen werden außerdem die Blutsauerstoffsättigung, die Atemfrequenz und der Stress. Die Stressmessung findet sich zum Beispiel im Widget emotionales Wohlbefinden wieder, in dem über die Herzfrequenzvariabilität sowohl Dein Stresslevel als auch Deine momentane Gefühlslage erfasst werden sollen. Ich gebe zu, dass ich bei der Messung von Emotionen so meine Zweifel habe. Eine Übereinstimmung mit meinem subjektiven Eindruck konnte ich nur selten bis nie erkennen.

Die zusätzlichen Gesundheitsfunktionen der Pro-Version
Das war die Grundausstattung, die beide Modelle gemeinsam haben. Die Pro-Version kann aber noch drei weitere wichtige Gesundheitsfunktionen anbieten, die wir bereits von anderen Huawei Smartwatches kennen.

Da wären zum einen die EKG-Messung und die Pulswellenanalyse. Beide Funktionen drehen sich um die Herzgesundheit und um wichtige Themen wie Vorhofflimmern beziehungsweise Herzrhythmusstörungen. Der wesentliche Unterschied ist der, dass die Pulswellenanalyse permanent im Hintergrund aktiv ist und vor allem in Ruhephasen Messungen durchführt. Die EKG-Funktion verfolgt dasselbe Ziel, muss aber manuell ausgelöst werden. Die dritte Funktion, die Huawei-Fans ebenfalls kennen, ist die Messung der Arteriensteifigkeit. Hier geht es um die Gesundheit Deiner Blutgefäße, Stichwort Arteriosklerose.
Ratgeber zum Thema Gesundheit
Smartwatch mit HRV Messung – Dein Gesundheitstool
Smartwatch Schlaf Tracking – Echte Analyse oder reine Illusion?
Welche Trainingsfunktionen stecken in der Huawei Watch Fit 5?
Bei Sport und Training kann die Watch Fit 5 Serie einige interessante Neuerungen anbieten, und die lassen sich unter einem Motto zusammenfassen. Alles, was wir an Neuerungen von der Watch GT 6 oder der GT Runner 2 kennengelernt haben, wurde jetzt auf die Watch Fit 5 übertragen.
Neue Trainingstools fürs Radfahren
Zuallererst sind die erweiterten Trainingstools fürs Radfahren zu nennen. Die Watch Fit 5 zeigt jetzt direkt am Handgelenk die virtuelle FTP oder die virtuelle Trittfrequenz an, ohne dass Du dafür einen externen Sensor benötigst. Du kannst die Uhr aber auch mit externen Sensoren wie einem Brustgurt oder einem Powermeter koppeln. Außerdem lässt sich das Smartphone als Fahrradcomputer nutzen, denn die Watch Fit 5 überträgt sämtliche Messdaten in Echtzeit auf das Handy. Dort kannst Du Dir zusätzlich die bisher gefahrene oder die geplante Route anzeigen lassen.

Neue Metriken für Läufer
Auch für begeisterte Hobbyläufer gibt es ein paar neue Trainingstools. Da wäre zum einen die Messung der Laufleistung in Watt, eine Metrik, die im Hobbysportbereich immer mehr an Bedeutung gewinnt. Und dann, zwar nicht neu, weil schon am Vorgänger vorhanden, wird auch die Laktatschwelle gemessen. Diese Schwelle wird vor allem automatisch erkannt, und das macht die Watch Fit 5 schon sehr gut. Ich habe die Messwerte mit anderen Uhren verglichen, und alle Werte bewegen sich in einem sehr ähnlichen und vergleichbaren Bereich.



Eine weitere Neuerung, die wir erstmals an der Watch GT Runner 2 gesehen haben, betrifft die erweiterten Trainingsmetriken. Öffnest Du das entsprechende Widget, wird Dir zuerst der Running Ability Index angezeigt, der Dir sagt, wie fit Du als Läufer bist. Danach folgt eine schöne grafische Aufbereitung der Trainingsbelastung, und es schließt sich eine neue Metrik an, die sogenannte Ermüdungstendenz. An ihr erkennst Du, ob Du mit Deinem Training in puncto Intensität und Häufigkeit auf dem richtigen Weg bist. Idealerweise versuchst Du, Dich so oft wie möglich im grünen Bereich aufzuhalten. Dazu kommen noch Informationen zur aktuellen Erholungszeit und natürlich zur VO2max.

An einer Stelle muss ich allerdings eine klare Schwäche benennen. Die Watch Fit 5 neigt dazu, bei der VO2max deutlich höhere Werte anzugeben, als es bei meinen anderen Sportuhren der Fall ist. Eine VO2max von 53 ist zwar sehr schmeichelhaft, entspricht aber leider nicht den Tatsachen. Mein tatsächlicher Wert liegt eher bei 46. Wenn Du Deine VO2max ernsthaft verfolgen möchtest, solltest Du diese Abweichung im Hinterkopf behalten.

Über 100 Sportmodi
Abgesehen von Laufen und Radfahren lässt sich die Watch Fit 5 natürlich auch für zahlreiche andere Sportarten verwenden. Huawei hat mehr als 100 verschiedene Sportmodi vorinstalliert, weshalb Du mit ziemlicher Sicherheit auch Deine Lieblingsaktivitäten darunter findest. Im einzelnen Sportmodus gibt es dann eine Fülle an Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten, zum Beispiel für Trainingsziele oder Alarmfunktionen für Herzfrequenz, Pulszonen oder Pace. Auch nützliche Features wie die Autopause oder die automatische Runde kannst Du aktivieren, und selbstverständlich sind die Datenseiten individuell anpassbar.
Wenn Du Dich fragst, was die wesentlichen Sport-Unterschiede zwischen Pro- und Standardmodell sind, lässt sich das einfach beantworten. Es reduziert sich auf zwei Merkmale. Das Pro-Modell, mit dem Du bis zu einer Wassertiefe von 40 Metern tauchen kannst, ist mit einem speziellen Sportmodus fürs Tauchen ausgestattet. Zusätzlich gibt es einen großzügigen Golfmodus, der unter anderem die Daten von 17.000 Golfplatzkarten beinhaltet.
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VO2max – Alles was Du wissen musst [mit Rechner ]
HFmax und Pulszonen – Der eine Fehler, der Dein Training ruiniert!
Wie genau misst die Huawei Watch Fit 5 Puls und Strecke?
Laut Huawei wurden die Puls- und die Streckenmessung an der Watch Fit 5 weiterentwickelt und optimiert. Grund genug, beide Messfunktionen in der Praxis zu überprüfen. Wie immer bei meinen Tests habe ich dafür mehrere Trainings absolviert. Als Referenzgeräte waren die Garmin Venu 4 für die Streckenmessung und der Garmin HRM Pro Brustgurt für die Pulsmessung mit dabei.
Pulsmessung im Dauerlauf und Intervalltraining
Die Daten im Überblick:
Puls- und Streckenmessung Test – alle Daten auf einem Blick
| Huawei Watch Fit 5 | Garmin HRM Pro | Garmin Venu 4 | |
|---|---|---|---|
| Dauerlauf | |||
| durchschnittl. HF | 133 bpm | 134 bpm | |
| maximale HF | 149 bpm | 151 bp, | |
| Intervalltraining | |||
| durchschnittliche HF | 138 bpm | 139 bpm | |
| maximale HF | 165 bpm | 165 bpm | |
| Streckenmessung | 9,06 km | 8,96 KM |
Zuerst habe ich einen herkömmlichen Dauerlauf im gleichbleibenden Tempo absolviert. Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass es keine Abweichungen oder Fehlmessungen gibt. Die einzige auffällige Stelle war kurz nach neun Minuten, als ich an einer roten Ampel warten musste. Dort hat sich die automatische Pause bei den beiden Geräten leicht unterschiedlich aktiviert. Ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten. Sowohl bei der durchschnittlichen als auch bei der maximalen Herzfrequenz wurden nahezu idente Messwerte aufgezeichnet.

Anschließend habe ich mit der Watch Fit 5 ein Intervalltraining gemacht, wieder mit dem Garmin Brustgurt als Referenz. Hier zeigt sich, dass die Watch Fit 5 die unterschiedlichen Intensitäten über die Herzfrequenz sehr präzise und zuverlässig aufzeichnet. Gleichzeitig erkennt man, dass die Messung im Vergleich zum Brustgurt immer mit einer minimalen Verzögerung erfolgt. Das ist für eine optische Pulsmessung am Handgelenk aber völlig normal und kein Grund zur Kritik. Nur bei der durchschnittlichen Herzfrequenz gab es einen minimalen Unterschied, der nicht ins Gewicht fällt.

Streckenmessung mit Dual-Band GNSS
Auch die Streckenaufzeichnung habe ich mir im Detail angesehen, mit der Garmin Venu 4 als Referenz. Beide Uhren sind mit Dual-Band GNSS ausgestattet, weshalb ich von sehr ähnlichen Ergebnissen ausgegangen bin. Ich habe gezielt die Streckenabschnitte herausgegriffen, an denen es in der Vergangenheit immer wieder Messprobleme gab, etwa enge Seitengassen mit hohen Wohnhäusern oder eine markante Kehre am Fluss. An all diesen kritischen Stellen machen beide Uhren einen sehr guten Job. Es gibt da oder dort eine kleinere Abweichung, die aber nicht ins Gewicht fällt.



Am Ende sprechen die nackten Zahlen für sich. Bei einer Gesamtdistanz von rund neun Kilometern hat die Referenz, die Venu 4, eine Strecke von 8,96 Kilometern aufgezeichnet, die Watch Fit 5 kam auf 9,06 Kilometer. Das ist ein Unterschied von gerade einmal zehn Metern. Das spricht für eine sehr präzise, zuverlässige und solide Streckenaufzeichnung. Mit diesem Ergebnis war ich auf jeden Fall sehr zufrieden.
Wie viele Huawei-Uhren bietet auch die Watch Fit 5 eine vollwertige Kartennavigation. Das dafür notwendige Kartenmaterial stellt Huawei direkt in der App kostenlos zur Verfügung. Was leider fehlt, ist ein integrierter Routenplaner. Zu diesem Zweck musst Du einen externen Anbieter wie Komoot nutzen. Dort gibt es immerhin eine eigene Schnittstelle zur Huawei-App, weshalb sich das Übertragen von Routendaten sehr rasch und einfach erledigen lässt.

Das Kartenmaterial selbst ist farblich gut strukturiert, und alle relevanten Details lassen sich gut erkennen und ablesen. Eine Schwäche gibt es aber. Das Anzeigen von Trail- und Wanderwegen ist leider nicht möglich. Grund dafür ist die Verwendung des hauseigenen Petal Maps, dem solche Details schlicht fehlen. Die Routenführung selbst funktioniert dagegen einwandfrei. Es werden Richtungspfeile und Abbiegehinweise angezeigt, und das funktioniert sehr zuverlässig. Ich habe das in meinem Test mehrfach überprüft und dabei nie Probleme festgestellt.
Welche smarten Funktionen bietet die Huawei Watch Fit 5?
Bei den smarten Features gibt es eine wesentliche Neuerung, die wir bei der Watch GT Runner 2 erstmals gesehen haben. Sie betrifft das mobile Zahlen. Bisher wurde an Huawei Smartwatches die sogenannte Quicko App angeboten, eine Prepaid-Lösung, die in der Huawei Community völlig berechtigt nicht allzu gut ankam. Dem hat Huawei jetzt Rechnung getragen und bietet ab sofort die Curve App als Alternative an. Dabei handelt es sich um eine sehr beliebte und gut funktionierende Applikation fürs mobile Zahlen. Die Curve App ist einfach und rasch eingerichtet und funktioniert in der täglichen Praxis völlig problemlos. Huawei hat hier eine wichtige und richtige Entscheidung getroffen, die vor allem von den Huawei-Fans dankbar angenommen werden wird.

Ansonsten gibt es bei den smarten Features wenig Neues. Die Uhr ist mit Lautsprecher und Mikrofon ausgestattet, weshalb Du über die Smartwatch auch telefonieren kannst, sofern eine aufrechte Bluetooth-Verbindung besteht. Selbstverständlich bekommst Du auch Benachrichtigungen zu eingehenden Mitteilungen, bevorstehenden Kalenderterminen oder fälligen Aufgaben. Es gibt einen vollwertigen Musikplayer mit integriertem Speicher, sodass Du Musikstücke oder Playlists direkt auf die Uhr übertragen und abspielen kannst. Nicht möglich ist die Nutzung von Streamingdiensten wie Spotify, Deezer oder YouTube Music. Dazu kommen ein paar nützliche Apps für Wetter, Kalender und Aufgaben sowie die typischen Uhrenfunktionen.
Fazit: Für wen lohnt sich die Huawei Watch Fit 5?
Huawei hat an der Watch Fit 5 ein paar wichtige Optimierungen vorgenommen und der Uhr einige interessante Neuerungen spendiert. Insgesamt reden wir hier aber sicher nicht von einer revolutionären neuen Smartwatch, sondern eher von einer konsequenten Weiterentwicklung. Trotzdem bekommst Du zu einem fairen Preis eine ganze Menge geboten. Eine Smartwatch aus hochwertigen Materialien, mit topaktueller technischer Ausstattung, einer großzügigen Gesundheitsüberwachung und einer umfangreichen Sammlung an nützlichen Trainingstools.
Die Entscheidung zwischen Standard und Pro lässt sich klar beantworten. Ist Dir das Thema Gesundheit sehr wichtig oder tauchst Du gerne, dann ist das Pro-Modell die richtige Wahl. Ansonsten spricht überhaupt nichts dagegen, sich für das günstigere Standardmodell zu entscheiden, denn die Grundausstattung ist bei beiden Modellen rundum stimmig.
Eine klare Empfehlung habe ich noch für alle Besitzer einer Watch Fit 4. In diesem Fall sehe ich keinen Grund, jetzt auf das neue Modell umzusteigen. Die Änderungen sind dem Vorgänger gegenüber zu gering, um einen Neukauf zu rechtfertigen. Wenn Du dagegen von einem deutlich älteren Modell kommst oder neu in die Huawei-Welt einsteigst, machst Du mit der Watch Fit 5 nichts falsch.
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Häufige Fragen zur Huawei Watch Fit 5
Die Pro-Version ist etwas größer und schwerer und nutzt ein kratzfestes Saphirglas statt Siliziumglas. Vor allem bietet sie drei zusätzliche Funktionen, nämlich EKG-Messung, einen Tauchmodus bis 40 Meter und einen Golfmodus. Das Standardmodell kostet 199 Euro, das Pro-Modell 299 Euro.
In meinem Praxistest mit einer Nutzung zwischen typisch und leicht hat der Akku rund acht Tage durchgehalten. Huawei selbst gibt bis zu 10 Tage bei leichter Nutzung, bis zu 7 Tage bei typischer Nutzung und bis zu 4 Tage mit aktiviertem Always-On-Display an.
Ja. Beide Modelle bieten eine vollwertige Offline-Kartennavigation, das Kartenmaterial lädst Du kostenlos über die App. Einen integrierten Routenplaner gibt es allerdings nicht, dafür musst Du einen externen Anbieter wie Komoot nutzen. Trail- und Wanderwege werden auf der Karte nicht angezeigt.
In meinem Test war die Genauigkeit sehr gut. Die Pulsmessung lag im Dauerlauf und im Intervalltraining nahe am Garmin HRM Pro Brustgurt. Bei der Streckenmessung betrug der Unterschied zur Garmin Venu 4 auf rund neun Kilometern nur etwa zehn Meter. Beide Modelle sind mit Dual-Band GNSS ausgestattet.
Für Besitzer einer Watch Fit 4 lohnt sich der Umstieg meiner Meinung nach nicht. Die Watch Fit 5 ist eine konsequente Weiterentwicklung, aber die Änderungen sind zu gering, um einen Neukauf zu rechtfertigen. Kommst Du von einem älteren Modell, sieht die Sache anders aus.
Letzte Aktualisierung am 28.05.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



