Garmin Enduro 4 – Alle Fakten und meine erste Einschätzung

Garmin hat gestern die Enduro 4 vorgestellt. Sie löst die Enduro 3 ab und bleibt Garmins Akku-Spezialist mit 51-mm-Gehäuse, MIP-Display und Solarladung. Im Vergleich zur Fenix 9 ist die neue Enduro 4 mit einem Preis von 899,99 Euro für Garmin Verhältnisse geradezu ein Schnäppchen.

Die Neuerungen stecken im Prozessor und in der Software. Was gleich bleibt, ist fast alles andere. Gehäuse, Display, Sensorik und sämtliche Akkuwerte stimmen mit der Enduro 3 überein, und viele der neuen Softwarefunktionen sollen laut Garmin ohnehin per Update auch auf ältere Uhren kommen.

Das deckt sich mit dem, was ich in meinem Vergleich der Premium-Garmins erwartet habe, nämlich solide Modellpflege statt großem Sprung. Ob die neuen Karten im Alltag tatsächlich spürbar schneller laufen, wird erst die Praxis zeigen.

Disclaimer: Vorweg noch ein wichtiger Hinweis. Ich habe die Garmin Enduro 4 natürlich noch nicht selbst getestet. Alles, was du hier liest, beruht auf den offiziellen Datenblättern, detaillierter Fachrecherche und meiner langjährigen Erfahrung im Testen und Bewerten von Smartwatches, Sportuhren und Wearables. Wie gut die neuen Funktionen in der Praxis tatsächlich sind, kann ich erst nach meinem eigenen Test beurteilen

Wo positioniert sich die Enduro 4 im Garmin-Sortiment?

Die Enduro 4 ist die Ausdauer-Variante der Fenix-Familie. Sie bietet fast dieselben Trainings-, Karten- und Gesundheitsfunktionen wie die Fenix 9, verzichtet aber auf Lautsprecher, Mikrofon, Tauchmodus und die Satellitenoption. Dafür bekommst Du ein deutlich leichteres Gehäuse und eine Akkulaufzeit, die keine Fenix erreicht.

Sie richtet sich an Ultraläufer, Mehrtageswanderer und alle, die das Laden am liebsten vergessen würden.

Was kostet die Enduro 4 und welche Varianten gibt es?

Die Enduro 4 gibt es wie schon die Enduro 3 nur in einer Gehäusegröße (51 mm). Die Farben unterscheiden sich leicht von der Enduro 3. Welche Farb- und Armbandvarianten Garmin bei uns anbietet, steht bei Redaktionsschluss nicht fest [VARIANTEN AT/DE: Farben und Armbänder aus dem Garmin-Shop ergänzen].

ModellUVP in Deutschland und ÖsterreichStraßenpreis
Garmin Enduro 4 (51 mm)899,99 Euroab 09.10 erhältlich
Garmin Enduro 3 (51 mm)899,99 Eurorund 700 Euro (Stand 09/2026)
Garmin Fenix 9 Pro Solar (51 mm)1.199 Eurorund 1.100 (Stand 10/2026)

Was ist neu im Vergleich zur Enduro 3?

Bei Gehäuse, Display, Sensorik und Akku hat sich nichts geändert, und das ist der wichtigste Punkt vorweg. Die echten Neuerungen sind der schnellere Kartenprozessor, der doppelte Speicher und ein Paket an Softwarefunktionen, das größtenteils auch auf die Enduro 3 kommen soll.

MerkmalEnduro 4Enduro 3Was das für Dich bedeutet
Preis (UVP)899,99 Euro899,99 EuroDie Enduro 3 kostet im Handel rund 700 Euro und ist damit deutlich günstiger.
Gehäuse und Display51 x 51 x 15,7 mm, 1,4 Zoll MIP, 280 x 280 Pixel, Power Sapphire, TitanlünetteidentischDu siehst keinen Unterschied. Das Display bleibt blass und grob aufgelöst.
Gewicht66 g63 gNur das Armband ist schwerer. Das Gehäuse wiegt bei beiden 57 g.
ArmbandComfortFit (Stoff), passend für 145 bis 220 mmUltraFit (Nylon), passend für 127 bis 225 mmBei sehr schmalen Handgelenken passt das neue Band schlechter.
Speicher64 GB32 GBMehr Platz für Kartenregionen und Musik.
Karten und Prozessor50 Prozent mehr RAM, neue Karten-Engine, Perspektivansicht, laut Garmin bis zu 30 Prozent schnelleres Verschiebenbisherige TechnikDas wichtigste Hardware-Upgrade, in der Praxis aber noch ungetestet.
Akkulaufzeit36 Tage Smartwatch (90 mit Solar), 120 Std. GPS (320 mit Solar)identischKeine Verbesserung.
Laktatschwellelaut Garmin ohne Zubehörnur mit kompatiblem ZubehörBei der Enduro 3 brauchst Du dafür einen Brustgurt.
Neue SoftwareEpic, Stamina-Zonen, Stamina-Kurve, steigungsbereinigte Trainingslaut Garmin per UpdateKein Kaufgrund, weil sie größtenteils auch auf der Enduro 3 landen sollen.
Sicherheitsupdates garantiert bis6. Oktober 202827. August 2026Die Enduro 4 hat zwei Jahre mehr Update-Zusage.

Welche Hardware hat sich wirklich geändert?

Das Highlight ist der Prozessor. Garmin übernimmt die Technik der Fenix 9 mit 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher und einer neuen Karten-Engine. Dazu kommt die Perspektivansicht, die das Gelände vor Dir schräg darstellt. Der Speicher verdoppelt sich auf 64 GB.

Das Armband wechselt von UltraFit auf ComfortFit. Das ist ein Stoffband mit QuickFit-Verschluss, das auch bei der Enduro 4 mit allen QuickFit-26-Armbändern kombinierbar bleibt. Der Haken ist der engere Passbereich. Wer unter 145 mm Handgelenkumfang liegt, muss das Band tauschen.

Was ist gleich geblieben?

Fast alles. Das Gehäuse aus faserverstärktem Polymer mit Titanlünette, das Saphirglas, 10 ATM, das 1,4-Zoll-MIP-Display und die Sensorik stimmen laut Datenblättern mit der Enduro 3 überein. Auch beim Pulssensor gibt es keine erkennbare Neuerung.

Welche Software bekommt auch die Enduro 3?

Garmin hat bestätigt, dass Garmin Epic, die Stamina-Zonen sowie die neuen Rucking- und Rudern-Funktionen auf bestehende Uhren kommen. Die Enduro 3 steht bei Garmin zwar noch nicht ausdrücklich in dieser Liste, sie läuft aber auf derselben Software-Plattform und ist deshalb ein naheliegender Kandidat. Einen Termin nennt Garmin nicht. Hardwaregebunden und damit exklusiv bleibt vor allem die neue Karten-Engine samt Perspektivansicht.

Wie lange hält der Akku der Enduro 4?

Genauso lange wie bei der Enduro 3. Garmin nennt für beide Uhren in jedem Modus dieselben Werte. Nur die Modi heißen bei der Enduro 4 anders, weil Garmin die Bezeichnungen der Fenix 9 übernommen hat.

Modus Enduro 4Bisherige Bezeichnung Enduro 3Ohne SolarMit Solar
SmartwatchSmartwatchbis 36 Tagebis 90 Tage
Low Power WatchBattery Saver Watchbis 92 Tageunbegrenzt
Aktivität NormalAlle Satellitensystemebis 80 Std.bis 144 Std.
Aktivität Extended BatteryNur GPSbis 120 Std.bis 320 Std.
Aktivität Max AccuracyAlle Satelliten und Multibandbis 60 Std.bis 90 Std.
Aktivität Max BatteryMax Battery GPSbis 210 Std.unbegrenzt
Aktivität Normal mit MusikAlle Satelliten mit Musikbis 22 Std.bis 25 Std.
ExpeditionExpedition GPSbis 77 Tageunbegrenzt

Die einzige Abweichung betrifft die Musik. Für die Enduro 4 nennt Garmin zusätzlich einen Solarwert von 25 Stunden, bei der Enduro 3 gab es dafür keinen.

Für die Praxis gilt dasselbe wie bei der Enduro 3. Die Solarwerte darfst Du nicht überbewerten. Garmin rechnet mit 50.000 Lux, beim Smartwatch-Wert zusätzlich mit drei Stunden pro Tag im Freien, und das erreichst Du in Mitteleuropa nur an wirklich sonnigen Tagen. Wer im Herbst oder Winter trainiert, plant besser mit den Werten ohne Solar.

Außerdem lohnt ein Blick auf den Modus. Die 120 Stunden stammen aus dem Extended-Battery-Modus, der nur GPS nutzt. Wenn Du für ein Rennen eine präzise Streckenmessung im Wald oder im Gebirge willst, rechnest Du besser mit den 60 Stunden im genauesten Modus.

Welche neuen Funktionen gibt es und was bringen sie?

Wie viel bringen die neue Karten-Engine und die Perspektivansicht?

Die neue Karten-Engine ist das einzige echte Hardware-Upgrade und damit das spannendste Detail. Garmin verspricht ein bis zu 30 Prozent schnelleres Verschieben der Karte und mehr Detail in der Perspektivansicht. Das träge Kartenverhalten gehörte bei der Fenix 8 zu den größten Schwächen, hier wäre ein Fortschritt also ein echter Gewinn für alle, die viel navigieren.

Der Haken ist die Praxis. Bei der Fenix 9, die dieselbe Technik nutzt, zeichnen erste unabhängige Tests ein gemischtes Bild. Manche Aktionen laufen spürbar schneller, andere praktisch gleich, und am Rand der Karte dauert der Aufbau teilweise noch viele Sekunden. Ob die Enduro 4 mit ihrem niedriger aufgelösten MIP-Display davon profitiert, weiß heute niemand. Ich ordne das als möglichen Fortschritt ein, der erst bewiesen werden muss.

Was bringen steigungsbereinigte Pace und Rolling Pace?

Die Enduro 3 zeigt die steigungsbereinigte Pace bereits als Datenfeld an. Die Enduro 4 kann sie jetzt auch als Ziel für strukturierte Trainings nutzen, sodass sich das Tempoziel mit dem Gefälle ändert. Dazu kommt die Rolling Pace als Livewert, der die Anstrengung am Berg besser abbildet als das nackte Tempo.

Das löst ein reales Problem. Wer Intervalle oder Tempoläufe im Hügelgelände trainiert, scheitert sonst am Pace-Display, das am Berg ständig im roten Bereich liegt. Das ist ein echter Fortschritt für Trailläufer, aber reine Software und deshalb kein Grund, speziell eine Enduro 4 zu kaufen.

Was ist Garmin Epic und brauchst Du das?

Garmin Epic fasst Aktivitäten aus mehreren Tagen, Wochen oder Monaten in Garmin Connect zu einer Geschichte zusammen, inklusive Fotos und Gesundheitsdaten. Gedacht ist das für Etappenrennen, Mehrtagestouren oder Ultras mit Schlafpausen.

Für die Zielgruppe der Enduro ist das ein nettes Extra, mehr aber auch nicht. Epic verändert Dein Training nicht, es bereitet Daten auf und erleichtert das Teilen. Bei der Fenix 9 berichten Besitzer außerdem bereits über Rechenfehler bei gemischten Aktivitäten und über Epics, die sich nicht beenden lassen. Ich sehe das als sinnvolle Modellpflege mit Anlaufschwierigkeiten.

Was zeigen Stamina-Zonen und Stamina-Kurve?

Die Echtzeit-Stamina, die Dir während einer Aktivität anzeigt, wie viel Energie noch im Tank ist, gibt es auf beiden Uhren. Neu sind die Stamina-Zonen, die zeigen, wie sich Deine Ausdauer während einer Aktivität verändert, und die Stamina-Kurve, die diese Entwicklung über Wochen und Monate abbildet.

Beides sind Schätzwerte auf Basis von Garmins Modell und keine Messungen. Für Langstreckenläufer ist das eine hilfreiche Orientierung, ein Fortschritt im eigentlichen Sinn ist es aber nicht. Das ist Modellpflege.

Wird die Laktatschwelle jetzt ohne Brustgurt erkannt?

Laut Garmins Produktangaben ja. Bei der Enduro 4 steht die Laktatschwelle ohne Zubehör in der Liste, bei der Enduro 3 führt Garmin sie nur mit kompatiblem Zubehör, also mit Brustgurt. Wenn das stimmt und die Erkennung vom Handgelenk zuverlässig funktioniert, wäre das für mich eine der sinnvollsten Neuerungen.

Der Grund dafür ist die Frage, woran Du Deine Pulszonen ausrichtest. Ich empfehle seit Jahren, sie an der Laktatschwelle statt an der maximalen Herzfrequenz auszurichten (mehr dazu in meinem Ratgeber zu HFmax und Pulszonen und zur Laktatschwelle). Bis die Praxis zeigt, wie gut die Erkennung am Handgelenk funktioniert, bleibt es allerdings bei einer vorsichtigen Einordnung.

Was bringen Rucking, Rudern und der Rest?

Beim Rucking kannst Du das Rucksackgewicht jetzt während der Aktivität ändern und Zielwerte wie Kalorien setzen. Beim Indoor-Rudern kommen VO2max und eine Leistungskurve dazu, brauchen aber ein kompatibles Rudergerät. Außerdem gibt es das Bogenschießprofil ArcheryX, ein Gaming-Profil und Multisport-Mischeinheiten.

Das sind Nischenfunktionen für wenige Nutzer. Wer sie braucht, freut sich, alle anderen können sie ignorieren.

Wo patzt die Enduro 4?

Der größte Kritikpunkt ist der geringe Neuheitswert. Display, Gehäuse, Sensorik und Akku sind unverändert, und das Display bleibt mit 280 x 280 Pixeln so grob, dass Karten deutlich weniger detailreich wirken als auf einer AMOLED-Uhr. Die Software-Neuerungen kommen größtenteils ohnehin auf ältere Uhren. Für den Aufpreis bleiben im Kern Karten-Engine, Speicher und die längere Update-Zusage.

Dazu kommen weitere Schwachpunkte.

  • Das Armband ist 3 Gramm schwerer und passt erst ab 145 mm Handgelenkumfang.
  • Nur eine Größe (51 mm), weshalb kleine Handgelenke wie schon bei der Enduro 3 draußen bleiben.
  • Keine Telefonie, kein Tauchmodus, keine Satellitenkommunikation. Das ist bei einer Enduro nichts Neues, wer solche Funktionen sucht, landet bei der Fenix 9 Pro.
  • Fehlende Einträge bei Garmin. Sechs Funktionen, die auf der Garmin-Seite der Enduro 3 stehen, tauchen auf der Seite der Enduro 4 zum Start nicht auf. Es sind Sprachsteuerung, Schnelltraining, Varia-Vision-Kompatibilität, YouTube Music, WhatsApp über Connect IQ und Leistung beim Skilanglauf. Garmin hat nicht gesagt, dass sie entfallen, und Startseiten sind oft unvollständig. Ich würde das aber beobachten.
  • Die Software-Basis ist noch jung. Die Fenix 9, die dieselbe Plattform nutzt, kam vor gut einem Monat auf den Markt. Seitdem haben Besitzer rund 94 Fehler gemeldet, darunter Abstürze bei der Navigation und bei Aktivitäten, auffälligen Akkuverbrauch und Probleme mit Pace Pro. Garmin hat bisher sieben davon behoben. Ein Teil der Probleme hängt an AMOLED oder LTE und betrifft die Enduro nicht, aber Abstürze bei der Navigation wurden auch von Besitzern der Fenix 7 und 8 gemeldet. Für die Enduro 4 gibt es noch keine Praxisberichte.

Wie schlägt sich die Enduro 4 gegen die Alternativen?

Lohnt sich der Aufpreis gegenüber der Enduro 3?

Die Enduro 3 bietet denselben Akku, dasselbe Gehäuse, dasselbe Display und denselben Funktionsumfang bei den Basisfunktionen. Sie kostet im Handel rund 700 Euro und bekommt laut Garmin einen Großteil der neuen Software. Dafür fehlen ihr die neue Karten-Engine, die Perspektivansicht und die Hälfte des Speichers. Zudem endete die garantierte Sicherheitsupdate-Frist laut ersten Berichten am 27. August 2026.

Ich würde die Enduro 3 nehmen, wenn Du auf den Preis achtest oder Karten nur gelegentlich nutzt. Die Enduro 4 ist die bessere Wahl, wenn Du viel mit Karten arbeitest, viele Regionen und Musik auf der Uhr haben willst oder eine längere Update-Zusage schätzt. Der Aufpreis ist nur dann gerechtfertigt, wenn er klein bleibt.

Wann lohnt sich die Fenix 9 Pro Solar statt der Enduro 4?

Die Fenix 9 Pro Solar mit 51 mm kostet 1.199 Euro. Dafür bekommst Du ein Titangehäuse, Lautsprecher und Mikrofon für Telefonate, Sprachsteuerung, einen Tauchmodus bis 40 Meter und optional LTE und Satellitenkommunikation mit inReach (rund 100 Euro Aufpreis).

Der Preis dafür sind Gewicht und Akku. Die Fenix wiegt 102 Gramm statt 66 Gramm und hält im Smartwatch-Modus 30 statt 36 Tage (mit Solar 57 statt 90 Tage). Im Modus Extended Battery sind es 100 statt 120 Stunden. Die Trainings-, Karten- und Gesundheitsfunktionen sind laut Garmin nahezu identisch. Wenn Du telefonieren, tauchen oder ohne Smartphone erreichbar sein willst, brauchst Du die Fenix. Für alle anderen ist die Enduro 4 die leichtere und ausdauerndere Wahl.

Ist die Amazfit T-Rex Dual Solar eine Alternative mit AMOLED?

Die Amazfit T-Rex Dual Solar kostet 649,90 Euro und kombiniert erstmals AMOLED mit Solar. Erste Praxistests zeigen allerdings nur geringe Solargewinne. Wer das Maximum an Laufzeit will, bleibt bei einer Enduro. Meine Einschätzung findest Du im Artikel zur T-Rex Dual Solar.

Für wen lohnt sich die Enduro 4?

ZielgruppeEinschätzung
Ultraläufer und MehrtageswandererPasst sehr gut, die Laufzeit bleibt konkurrenzlos. Für die meisten reicht aber auch die Enduro 3.
Alle, die viel mit Karten navigierenInteressant wegen Karten-Engine und 64 GB, sofern sich die Praxis bewährt.
Läufer mit Wunsch nach Laktatschwelle ohne BrustgurtMöglicher Pluspunkt, erst nach einem Praxistest verlässlich zu bewerten.
Preisbewusste LangstrecklerEnduro 3 zum Straßenpreis von rund 700 Euro.
Besitzer einer Enduro 3Nein, kein Upgradegrund.
Alle, die telefonieren, tauchen oder SOS ohne Smartphone wollenEher nicht, hier ist die Fenix 9 Pro die richtige Wahl.
Schmale HandgelenkeEher nicht, es gibt nur 51 mm und ein Band ab 145 mm Umfang.
Läufer, die ein Farbdisplay mit hoher Auflösung wollenEher nicht, hier passt eine AMOLED-Uhr besser.

Meine erste Einschätzung

Was ist richtig gut?

Die Akkulaufzeit bleibt Referenz, und das bei nur 66 Gramm für eine Uhr mit 51 mm. Die neue Karten-Engine geht eine der größten Schwächen der Fenix 8 an, und 64 GB Speicher sind für alle, die viele Kartenregionen laden, ein echter Vorteil. Sollte sich bestätigen, dass die Laktatschwelle ohne Brustgurt funktioniert, wäre das ein spürbarer Fortschritt für alle, die ihr Training an der Schwelle ausrichten.

Was enttäuscht?

Dass Garmin bei Display, Sensorik und Akku nichts verbessert. Die Enduro 4 ist hardwareseitig eine Enduro 3 mit neuem Prozessor und neuem Armband, und das Armband ist sogar ein kleiner Rückschritt für schmale Handgelenke. Zudem kommen die wichtigsten Softwarefunktionen ohnehin auf ältere Uhren, wodurch der Aufpreis schwer zu rechtfertigen ist.

Ein auffälliges Detail

Die sechs Funktionen, die bei der Enduro 3 gelistet sind und bei der Enduro 4 fehlen, sollten Garmin und Käufer im Auge behalten. Ist es ein Versehen auf der Startseite, ist alles gut. Falls Garmin tatsächlich etwas gestrichen hat, wäre das ein Rückschritt, den der Hersteller nicht bewirbt.

Lohnt sich das Upgrade von der Enduro 3?

Nein. Akku, Gehäuse, Display, Sensorik und der Großteil der Software bleiben identisch. Wer die Enduro 3 besitzt, bekommt wahrscheinlich ohnehin den größten Teil der neuen Funktionen per Update. Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn Dir Karten und 64 GB so wichtig sind, dass Du dafür den vollen Aufpreis zahlst.

Und von der Enduro 2 oder der ersten Enduro?

Wer eine Enduro 2 trägt und mit ihr zufrieden ist, muss nicht wechseln. Die Solarlaufzeit steigt zwar von 150 auf 320 Stunden im GPS-Modus, ohne Solar ist der Gewinn mit 120 gegenüber 110 Stunden aber klein, und im Multiband-Modus hält die Enduro 2 mit 68 Stunden sogar länger als die Enduro 4 mit 60 Stunden. Wer trotzdem wechseln will, sollte die Enduro 3 für rund 700 Euro mit der Enduro 4 vergleichen.

Beim Wechsel von der ersten Enduro lohnt sich der Schritt klar. Du bekommst Karten, Musik, Multiband-GPS, Training Readiness und mehr als die doppelte GPS-Laufzeit. Auch hier ist die Enduro 3 die günstigere Option.

Was würde ich Neukäufern raten?

Für die meisten die Enduro 3, solange der Aufpreis zur Enduro 4 bei uns in der Größenordnung wie in Großbritannien liegt. Zur Enduro 4 würde ich greifen, wenn Du das Kartenupgrade, 64 GB und die längere Update-Zusage wirklich brauchst. Und zur Fenix 9 Pro, wenn Du telefonieren, tauchen oder SOS-Funktionen willst.

Wann solltest Du kaufen?

Die Software-Plattform der Fenix 9 ist noch nicht ausgereift. Wenn Du die Uhr für ein Rennen oder für Navigation in abgelegenen Gegenden brauchst, würde ich ein bis zwei Updates abwarten. Rund um den Black Friday sind zudem gute Angebote bei der Enduro 3 möglich, deren Preis nach dem Start der Nachfolgerin eher noch fallen dürfte.

Häufige Fragen zur Garmin Enduro 4

Wann kommt die Garmin Enduro 4 und was kostet sie?

Garmin nennt als Marktstart den 9. Oktober 2026 und die Uhr wird 899,99 Euro kosten

Was ist neu im Vergleich zur Enduro 3?

Die Enduro 4 bekommt die schnellere Karten-Technik der Fenix 9 mit Perspektivansicht, 64 statt 32 GB Speicher, ein neues ComfortFit-Armband sowie Garmin Epic, Stamina-Zonen und steigungsbereinigte Trainings. Gehäuse, Display, Sensorik und Akku bleiben gleich.

Hält der Akku der Enduro 4 länger als der der Enduro 3?

Nein. Garmin nennt für beide Uhren dieselben Werte, zum Beispiel 36 Tage im Smartwatch-Modus (90 Tage mit Solar) und 120 Stunden im Modus Extended Battery (320 Stunden mit Solar).

Bekommt die Enduro 3 die neuen Funktionen auch?

Garmin hat bestätigt, dass Epic, Stamina-Zonen und die neuen Rucking- und Rudern-Funktionen auf bestehende Uhren kommen. Wann das passiert und ob die Enduro 3 alles bekommt, hat Garmin nicht gesagt. Die neue Karten-Engine bleibt der Enduro 4 vorbehalten.

Kann ich mit der Enduro 4 telefonieren oder Notrufe absetzen?

Nein. Die Enduro 4 hat keinen Lautsprecher und kein Mikrofon und bietet weder Telefonie noch Satellitenkommunikation. Dafür brauchst Du die Fenix 9 Pro, optional mit inReach.

Gibt es die Enduro 4 in mehreren Größen?

Nein. Garmin bietet die Enduro 4 nur mit 51 mm an. Für kleinere Handgelenke gibt es die Fenix 9 in 43 und 47 mm.

Lohnt sich der Wechsel von der Enduro 3?

Nein. Du bekommst fast nur Neuerungen, die auch auf die Enduro 3 kommen sollen. Der Wechsel lohnt sich nur, wenn Du die neue Karten-Engine und 64 GB unbedingt brauchst.

Was ist der Unterschied zwischen Enduro 4 und Fenix 9 Pro Solar?

Die Enduro 4 ist mit 66 statt 102 Gramm deutlich leichter und hält länger. Die Fenix 9 Pro Solar bietet dafür Titangehäuse, Telefonie, Sprachsteuerung, einen Tauchmodus und optional inReach.

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Hallo, ich bin Andreas. Ich laufe, wandere, fahre mit dem Rad und ein bisschen Krafttraining mach ich auch. Dabei habe ich fast immer eine Smartwatch oder eine Sportuhr mit dabei. Und so schreibe ich schon sein über 10 Jahren über meine Erfahrungen mit den Uhren. Wenn Du mehr über mich wissen möchtest, dann klick einfach hier