Coros hat mit der Pace 4 Pro eine neue Sportuhr vorgestellt und will damit eine moderne und vor allem preislich attraktive Alternative zur Forerunner Serie von Garmin oder zur Suunto Race 2 anbieten. Ob das wirklich gelingt und was die Uhr im Detail zu bieten hat, erfährst du in diesem Testbericht.
Kurzinfo Coros Pace 4 Pro
4,0/5
Vorteile
Titanlünette und Saphirglas bei nur 51 g Gewicht
Sehr helles 1,47 Zoll AMOLED Display (bis zu 3.500 Nits)
Extrem lange Akkulaufzeit (bis zu 21 Tage im Alltag, bis zu 60 Std. GPS)
Kostenlose Offline-Karten und benutzerfreundlicher Routenplaner
Sehr präzise Puls- und Streckenmessung
Nachteile
Mit 47 mm deutlich größer als die Pace 4 (für schlanke Handgelenke evtl. zu groß)
Keine Tools für Tagesverfassung, Energiereserven oder Recovery
Sprachbefehle nur auf Englisch und im Training wenig praxisnah
Mein Testfazit:

Die Coros Pace 4 Pro ist die hochwertigere, deutlich größere und akkustärkere Version der Pace 4. Mit Titanlünette, Saphirglas, einem extrem hellen AMOLED Display und Akkulaufzeiten, die ganz vorne mitspielen, ist sie eine ernstzunehmende und deutlich günstigere Alternative zu den Garmin Forerunner Modellen und zur Suunto Race 2. Bei der Puls- und Streckenmessung hat mich die Uhr im Test wirklich beeindruckt. Schwächen zeigt sie bei den Gesundheitsfunktionen, denn da ist Garmin deutlich umfassender aufgestellt. Wenn du eine große Sportuhr mit ausdauerndem Akku suchst, ist die Pace 4 Pro eine sehr gute Wahl.
Ob die Smartwatch für Dich die beste Wahl ist, und welche interessanten Alternativen es noch gibt, erfährst Du am Ende des Testberichts.
Vergleich Coros Pace 4 Pro, Pace 4 und Pace Pro?
Die Pace 4 Pro ist größer, hochwertiger verarbeitet und hält deutlich länger durch als die Pace 4 und die Pace Pro. Alle Unterschiede im Überblick.
| Coros Pace 4 Pro | Coros Pace 4 | Coros Pace Pro | |
|---|---|---|---|
| Preis (UVP) | 449 Euro | 269 Euro | 349 Euro |
| Testberichte | Testbericht | Testbericht | |
| Abmessungen | 47,6 x 47,6 x 11,8 mm (13,8 mm mit PPG-Sensor) | 43,4 x 43,4 x 11,8 mm | 46 x 46 x 12,25 mm |
| Gewicht | 51 g (Silikonarmband) 43 g (Nylonarmband) | 40 g (Silikonarmband) 32 g (Nylonarmband) | 49 g (Silikonarmband) 37 g (Nylonarmband) |
| Material | Lünette Titanlegierung (TC4), Gehäuseboden hochfestes Polymer | Faserverstärktes Polymer | Faserverstärktes Polymer |
| Uhrenglas | Saphirglas (2,5D) | Mineralglas | Mineralglas |
| Wasserdicht | 5 ATM | 5 ATM | 5 ATM |
| Display | AMOLED (LTPO) Touchscreen 1,47 Zoll, 466 x 466 px bis 3.500 Nits | AMOLED Touchscreen 1,2 Zoll, 390 x 390 px bis 1.500 Nits | AMOLED Touchscreen 1,3 Zoll, 416 x 416 px bis 1.500 Nits |
| Akku Smartwatch Modus | bis 21 Tage | bis 19 Tage | bis 20 Tage |
| Akku Single Band GNSS | bis 60 Std. | bis 41 Std. | bis 38 Std. |
| Akku Dualband GNSS | bis 40 Std. | bis 31 Std. | bis 31 Std. |
| Sensoren | Optischer HF-Sensor (4. Generation), Barometer, Beschleunigung, Gyroskop, Kompass, Thermometer, Pulsoximeter, EKG (nur zur HRV-Messung) | Optischer HF-Sensor, Barometer, Beschleunigung, Gyroskop, Kompass, Thermometer, Pulsoximeter, EKG k.A. | Optischer HF-Sensor, Barometer, Beschleunigung, Gyroskop, Kompass, Thermometer, Pulsoximeter, EKG |
| Streckenmessung | GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS, Dualband (L1 + L5) | GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS, Dualband | GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS, Dualband |
| Navigation | Routenführung mit kostenlosen Offline-Karten, Turn-by-Turn | Routenführung mit Kartenmaterial (per Software-Update) | Routenführung mit Kartenmaterial |
| Konnektivität | Bluetooth, WLAN | Bluetooth, WLAN | Bluetooth, WLAN |
| Interner Speicher | 32 GB | 4 GB | 32 GB |
Die Coros Pace 4 Pro gibt es in Schwarz und in Weiß, jeweils mit Silikon- oder Nylonarmband. Die weiße Nylon-Ausführung ist allerdings erst ab Ende Oktober verfügbar. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro ist die Uhr deutlich günstiger angesetzt als beispielsweise eine Garmin Forerunner 970 oder eine Suunto Race 2. Bei der preislichen Attraktivität kann die Pace 4 Pro also auf jeden Fall überzeugen.
Wie angenehm trägt sich die Coros Pace 4 Pro?
Getestet habe ich die weiße Version mit Silikonarmband. Und man muss wirklich kein Experte sein, um sofort zu bemerken, dass das neue Pro-Modell deutlich größer ist als die Standardausführung. Die Pace 4 Pro kommt auf einen Gehäusedurchmesser von 47 mm (genau genommen 47,6 mm), die Pace 4 ist mit 43 mm deutlich kleiner, und selbst die erste Pace Pro war mit 46 mm etwas kompakter.



Ehrlicherweise bin ich mir nicht sicher, ob sich Coros damit einen Gefallen getan hat. Denn 47 mm Uhren werden von vielen Nutzern mit normalen oder schlanken Handgelenken häufig als zu groß empfunden. Ich selbst habe einen Handgelenksumfang von 19 cm, also ein etwas breiteres Handgelenk, und habe die neuen Abmessungen deshalb nie als störend empfunden. Das liegt sicher auch an der leichten Bauweise. Mit Silikonarmband bringt die Uhr gerade einmal 51 Gramm auf die Waage (mit Nylonarmband sind es 43 Gramm).
Und das ist bemerkenswert, denn die Lünette besteht komplett aus Titan und als Displayschutz kommt Saphirglas zum Einsatz. Solche hochwertigen Materialien machen sich üblicherweise im Gewicht bemerkbar. Nicht so bei der Pace 4 Pro. Sie trägt sich sehr angenehm und fast unbemerkt.
Wie hell ist das Display der Coros Pace 4 Pro?
Ein großes Gehäuse bietet natürlich auch Platz für ein großes Display. Der AMOLED Touchscreen der Pace 4 Pro misst 1,47 Zoll und erreicht eine maximale Helligkeit von 3.500 Nits. Das ist meines Wissens aktuell ein Rekord unter den Smartwatches.
Interessanterweise war es genau die Bildschirmhelligkeit, die ich zu Beginn anpassen musste, denn in der täglichen Nutzung war mir die Standardeinstellung definitiv zu dunkel. Falls es dir genauso geht, kannst du die Helligkeit direkt im Einstellungsmenü ändern. Dort aktivierst du auch gleich den Always-On-Modus oder den automatischen Nachtmodus, und du findest eine Auswahl an mehreren vorinstallierten Watchfaces.
Welche Technik steckt in der Coros Pace 4 Pro?
Die technische Ausstattung hat Coros vom Schwestermodell übernommen. Du bekommst die üblichen Herzfrequenz- und Bewegungssensoren, dazu ein Barometer, einen Kompass und ein Thermometer. In die Uhr integriert sind außerdem ein Mikrofon und ein Lautsprecher. Für die Ortung nutzt die Pace 4 Pro Dual-Frequenz-GPS.
Zusätzlich hat Coros den Arbeitsspeicher optimiert und der Uhr 32 GB internen Speicher spendiert. Nicht zu vergessen, die Pace 4 Pro ist bis 5 ATM wasserdicht und kommt daher problemlos mit Schwimmen oder Duschen zurecht.
Wie lange hält der Akku der Coros Pace 4 Pro?
Für die Energieversorgung hat Coros der Pace 4 Pro einen mächtigen Akku mitgegeben, und die Herstellerangaben sind beeindruckend. Bis zu 21 Tage soll die Uhr im Alltagsbetrieb durchhalten. Im GPS Modus sind es bis zu 60 Stunden mit Single Band GNSS und bis zu 40 Stunden mit Dual Band GNSS. Mit aktiviertem Always-On-Display sinken die Werte laut Coros auf 7 Tage im Alltag sowie 45 beziehungsweise 30 Stunden mit GPS.
Um diese Angaben besser einordnen zu können, habe ich einen Vergleich vorbereitet. Neben der Pace 4 Pro siehst du das Schwestermodell Pace 4, die beiden Garmin Uhren Forerunner 970 und Fenix 9 Pro, die Suunto Race 2 und die Amazfit Cheetah 2 Pro. Das sind Uhren, die von ambitionierten Hobbysportlern üblicherweise bevorzugt werden.
| Coros Pace 4 Pro | Coros Pace 4 | Garmin FR970 | Garmin Fenix 9 Pro (47 mm AMOLED) | Suunto Race 2 | Amazfit Cheetah 2 Pro | |
| Smartwatch Modus | bis 21 Tage | bis 19 Tage | bis 15 Tage | bis 18 Tage | bis 18 Tage | bis 20 Tage |
| Singleband GNSS | bis 60 Std. | bis 41 Std. | bis 23 Std. | bis 32 Std. | bis 65 Std. | bis 69 Std. |
| Multiband GNSS | bis 40 Std. | bis 31 Std. | bis 21 Std. | bis 26 Std. | bis 55 Std. | bis 31 Std. |
Die Pace 4 Pro ist in allen Kriterien sehr gut aufgestellt. Im Alltag ist sie die Uhr mit der längsten Akkulaufzeit. Bei der Streckenmessung mit Single Band GNSS liegen die Suunto Race 2 und die Amazfit Cheetah 2 Pro ein Stück vor dem Coros Modell, und mit Dual Band GNSS landet die Pace 4 Pro hinter der Race 2 an zweiter Stelle. Insgesamt kann sich die Pace 4 Pro also in Sachen Akkulaufzeit im Spitzenfeld behaupten und lässt vor allem die beiden Garmin Modelle deutlich hinter sich.
Fairerweise muss ich erwähnen, dass die Single Band Angabe bei der Fenix 9 Pro die Nutzung von SatIQ inkludiert. Das kostet natürlich einiges an Energie. Aber selbst wenn du auf diese Technik verzichtest, erreicht die Garmin Uhr die Laufzeiten der Pace 4 Pro nicht.
Wir reden hier allerdings von Herstellerangaben, und die fallen erfahrungsgemäß manchmal ein bisschen zu optimistisch aus. Deshalb habe ich die Akkulaufzeit der Pace 4 Pro auch in der Praxis überprüft.
So habe ich die Coros Pace 4 Pro verwendet.
- Im Testzeitraum 24/7 getragen
- Es waren alle Funktionen aktiviert (Ausnahme AOD)
- 3 Std. / Woche Outdoor Training mit aktivem GPS
- 2 Std. / Woche Indoor Training
- Smartwatch war permanent via BT mit Smartphone verbunden
Nach 10 Tagen Test befinde ich mich noch immer im ersten Ladezyklus. Ein Blick ins neue Akku-Widget zeigt außerdem, dass die Restkapazität für weitere 10 Tage reichen soll.
Auf lange Sicht und bei normaler Verwendung halte ich deshalb eine durchschnittliche Akkulaufzeit von 18 bis 19 Tagen für realistisch. Damit landet die Coros Pace 4 Pro in Sachen Akku auf jeden Fall im Spitzenfeld.
Was hat sich im Funktionsumfang der Coros Pace 4 Pro getan?
Bei den Funktionen gibt es nicht allzu viel Neues zu berichten, denn Coros hat die funktionelle Ausstattung der Pace 4 praktisch komplett unverändert auf die Pace 4 Pro übernommen.
Allerdings war der Hersteller im Sommer sehr fleißig und hat insgesamt drei große Software-Updates mit neuen Funktionen ausgespielt. Die sind nicht der Pace 4 Pro exklusiv vorbehalten, sondern laufen auf den meisten aktuellen Coros Modellen. Mit der neuen Uhr können wir uns aber die interessantesten Neuigkeiten ansehen.
Was ist der neue Sleep Score der Coros Pace 4 Pro?
Bei der Schlafüberwachung gibt es jetzt einen Sleep Score. Coros hat bisher auf diese Kennzahl verzichtet, was Nutzer immer wieder beklagt haben, und hat sich das offenbar zu Herzen genommen.
Wenn du die Schlafüberwachung öffnest, siehst du neben den üblichen Metriken zu Schlafdauer und Schlafphasen jetzt auch den Sleep Score. Das ist ein Punktewert auf einer Skala von 1 bis 100, der dir sagen soll, wie gut du geschlafen hast und wie erholsam deine Nachtruhe war.
In der App blendet Coros darunter alle dafür relevanten Bewertungsfaktoren ein. Scrollst du weiter, findest du die wichtigsten Vitalparameter und eine Statistik zum Sleep Score der letzten 7 Tage.
Wie zuverlässig misst die Pace 4 Pro Aktivität, Stress und HRV?
Neben dem Schlaf protokolliert die Uhr deine Tagesaktivitäten mit Schrittzähler, Kalorienrechner und Bewegungsminuten. Dazu kommen ein Stress-Tracking und ein eigenes Widget für die HRV-Messung. Wer meinen Webseite oder YT-Kanal kennt, weiß, dass mir diese Metrik immer besonders wichtig ist. Deshalb vergleiche ich sie auch immer mit meinen Referenzgeräten, der Garmin Venu 4 und dem Amazfit Helio Strap.
Die Pace 4 Pro macht dabei einen sehr zuverlässigen Eindruck. Die gemessenen Werte unterscheiden sich, wenn überhaupt, nur minimal von den beiden anderen Geräten. An mehreren Tagen haben sogar alle drei Geräte dieselben Messdaten geliefert.
In der Toolbox steckt außerdem der sogenannte Wellness-Check. Er ist vergleichbar mit dem Garmin Health Snapshot oder der OneTap Messung von Amazfit. Die Uhr zeichnet dabei mit einer einzigen Messung alle relevanten Vitalparameter auf.
Was fehlt der Coros Pace 4 Pro bei der Gesundheit?
Coros bleibt auch bei der Pace 4 Pro seiner Linie treu und konzentriert sich bei der Gesundheit auf die wesentlichen Metriken. Auf jeglichen Schnickschnack verzichtet der Hersteller. Dagegen ist prinzipiell überhaupt nichts einzuwenden, denn zu viele Messdaten können auch überfordern.
Ich finde es aber ein bisschen schade, dass Coros bei Tagesverfassung, Energiereserven und Recovery so gar nichts anbieten kann. Tools wie die Garmin Body Battery oder der Amazfit BioCharge werden von Nutzern sehr geschätzt und wären gerade für Hobbysportler bei der Trainingsbereitschaft und der Trainingsplanung richtig nützlich. Man kann nur hoffen, dass Coros bereits an einem entsprechenden Feature arbeitet und wir es in absehbarer Zeit kennenlernen.
Welche Trainingsfunktionen bietet die Coros Pace 4 Pro?
Auch beim Training hat Coros den gesamten Funktionsumfang der Pace 4 übernommen. Du bekommst eine große Auswahl an Sportprofilen, und vom Laufen, Radfahren und Schwimmen bis hin zum Seilspringen ist alles mit dabei. In jedem einzelnen Sportmodus kannst du Einstellungen und Anpassungen vornehmen. Du kannst verschiedene Trainingsziele definieren und mehrere Aktivitätsalarme anlegen, und selbstverständlich sind auch die automatische Pause und die automatische Runde mit an Bord.
Sind die Sprachbefehle der Pace 4 Pro sinnvoll?
Eine Funktion im Sportprofil hebt Coros immer wieder hervor, nämlich die Sprachbefehle. Du kannst während des Trainings per Sprachbefehl zum Beispiel einen Timer starten oder die Navigation aufrufen. Ehrlich gesagt macht dieses Feature für mich wenig Sinn. Für einen Sprachbefehl musst du nämlich die linke Taste, den Action-Button, länger gedrückt halten. Und wenn ich die Uhr ohnehin bedienen muss, kann ich die Navigation genauso gut selbst aufrufen. Dazu kommt, dass die Sprachbefehle momentan nur auf Englisch funktionieren, und das ist nicht jedermanns Sache.
Was ist die Erholungsherzfrequenz?
Eine interessante Neuerung zeigt sich nach dem Ende der Trainingsaufzeichnung. Dann misst die Uhr automatisch deine Erholungsherzfrequenz. Du musst dafür nichts tun, die Messung dauert insgesamt zwei Minuten. In dieser Zeit beobachtet die Pace 4 Pro, wie deutlich deine Herzfrequenz nach der Belastung absinkt. Dabei erfasst sie nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch die Herzfrequenzvariabilität, um die Aktivität des autonomen Nervensystems miteinzubeziehen. Je deutlicher dein Puls nach der Trainingsbelastung absinkt, desto fitter bist du.
Die Erholungsherzfrequenz ist eine sehr aussagekräftige Metrik, wird aber von den meisten Herstellern ein bisschen vernachlässigt. Wenn ich mich richtig erinnere, bieten bisher standardmäßig nur die Huawei Uhren eine solche Funktion an, und jetzt eben auch die Coros Modelle.
Damit du deine eigenen Messdaten besser einordnen kannst, findest du hier die wissenschaftlichen Normwerte.
| Kategorie | Abfall nach 2 Minuten | Einordnung |
|---|---|---|
| Kritisch / Auffällig | < 22 bpm | Gilt in der Kardiologie als Risikomarker |
| Durchschnitt | 30 – 40 bpm | Solide kardiovaskuläre Basis |
| Gut / Trainiert | 45 – 55 bpm | Hohe aerobe Fitness |
| Exzellent / Spitzenwert | 60 bpm | Herausragende Anpassung |
Was ist die MCP-Schnittstelle von Coros?
Coros hat eine eigene MCP-Schnittstelle vorgestellt, mit der du die Coros App mit KI-Systemen wie ChatGPT oder Claude verbinden kannst. Damit lässt du deine eigenen Gesundheits- und Trainingsdaten von der KI analysieren und bewerten und bekommst entsprechendes Feedback und Empfehlungen. In der nächsten Ausbaustufe soll die KI sogar ganz individuelle Trainingspläne für dich entwickeln, die du dann auf die Uhr übertragen kannst. Wenn du mehr zu dem Thema wissen möchtest, schau dir mein eigenes Video dazu an.
Wie gut ist die Messgenauigkeit der Coros Pace 4 Pro?
Puls- und Streckenmessung Test – alle Daten auf einem Blick
| Coros Pace 4 Pro | Polar H10 (Brustgurt) | Amazfit Helio Strap | Garmin Venu 4 | |
| Dauerlauf, Ø Herzfrequenz (bpm) | 136 | 136 | 135 | |
| Dauerlauf, max. Herzfrequenz (bpm) | 150 | 150 | 149 | |
| Intervalltraining, Ø Herzfrequenz (bpm) | 136 | 136 | 135 | |
| Intervalltraining, max. Herzfrequenz (bpm) | 167 | 167 | 166 | |
| Krafttraining, Ø Herzfrequenz (bpm) | 107 | 109 | 108 | |
| Krafttraining, max. Herzfrequenz (bpm) | 139 | 141 | 140 | |
| Streckenmessung (Trainingslauf) | 10,00 km | 10,11 km |
Natürlich habe ich auch bei der Pace 4 Pro die Genauigkeit der Puls- und Streckenmessung überprüft. Dazu habe ich mit der Uhr mehrere Trainings absolviert. Als Referenzgeräte für die Pulsmessung waren der Polar H10 Brustgurt und der Amazfit Helio Strap dabei, für die Streckenmessung meine Garmin Venu 4.
Wie genau misst die Pace 4 Pro beim Dauerlauf?
Zuerst zeige ich dir einen ganz normalen Trainingslauf im gleichbleibenden Tempo, mit ein paar kleineren Tempo-Variationen. An einer Stelle musste ich an einer roten Ampel warten. Ansonsten lässt das Diagramm keine nennenswerten Abweichungen der Pace 4 Pro erkennen. Das spiegelt sich auch in den Messdaten wider. Die Pace 4 Pro und der Polar H10 kommen beide auf eine durchschnittliche Herzfrequenz von 136 Schlägen pro Minute bei einem Maximum von 150. Der Amazfit Helio Strap liegt mit 135 und 149 jeweils einen Schlag darunter. Die Messdaten aller drei Geräte sind praktisch ident.
Wie genau misst die Pace 4 Pro beim Intervalltraining?
Beim Intervalltraining wollte ich die optische Pulsmessung ein bisschen mehr herausfordern. Selbstverständlich waren auch hier die beiden Referenzgeräte wieder mit dabei. Und ich muss zugeben, da konnte mich die Pace 4 Pro wirklich tief beeindrucken. Im Diagramm lassen sich überhaupt keine Fehlmessungen oder Abweichungen feststellen. Die Kurve der Pace 4 Pro und die des Polar H10 Brustgurts sind praktisch ein und dieselbe Messung. Beide zeichnen eine durchschnittliche Herzfrequenz von 136 und ein Maximum von 167 auf, der Amazfit Helio Strap liegt mit 135 und 166 knapp darunter. Die Pulsmessung macht hier wirklich einen sehr präzisen und zuverlässigen Job.
Wie genau misst die Pace 4 Pro beim Krafttraining?
Zum Abschluss zeige ich dir noch ein Krafttraining, das die optische Pulsmessung meistens an ihre Grenzen bringt. Das zeigt sich auch bei der Pace 4 Pro. Im Diagramm erkennst du, dass die Uhr die Intensitäten ganz grundsätzlich durchaus korrekt aufzeichnet, allerdings meist mit einer deutlichen Verzögerung gegenüber den beiden Referenzgeräten. Außerdem erfasst sie die einzelnen Pulsspitzen meist nicht in dem Umfang, wie es der Brustgurt tut.
Die Kennzahlen liegen trotzdem eng beieinander. Die Pace 4 Pro kommt auf durchschnittlich 107 Schläge pro Minute und ein Maximum von 139, der Polar H10 auf 109 und 141. Die Verzögerung siehst du erst im Verlauf. Das ist nichts wirklich Außergewöhnliches, denn die optische Pulsmessung ist für Krafttraining nicht wirklich geeignet. Das gilt für so ziemlich alle Uhren aller Hersteller. Deshalb empfehle ich dir beim Krafttraining immer einen Brustgurt.
Wie genau ist die GPS-Streckenmessung der Pace 4 Pro?
Zu guter Letzt schauen wir uns die Streckenmessung an. Die Pace 4 Pro ist mit Dual Band GNSS ausgestattet, genauso wie mein Referenzgerät, die Garmin Venu 4. Ich zeige dir einen Trainingslauf auf einer meiner Stammstrecken.
Die beginnt direkt im städtischen Bereich. Ich komme von oben über eine breite Kreuzung und biege dann rechts in eine schmale Seitengasse mit hohen Häusern ein. Das hat in meinen GPS-Tests in der Vergangenheit immer wieder für große Probleme gesorgt. Nicht so bei der Pace 4 Pro. Sie macht hier alles völlig richtig. Viel eher hat meine Garmin Venu 4 hier ihre Problemchen. Sie holt in der Kurve weiter aus, und es dauert ein paar Meter, bis die beiden Uhren wieder zueinander finden.
Danach laufe ich an einem breiten Fluss entlang und komme zu einer weiteren wichtigen Stelle, nämlich einer Kehre. Auch daran sind in der Vergangenheit viele Smartwatches gescheitert, die Pace 4 Pro aber nicht. Sie meistert die Kehre ohne Probleme. Zwar sehe ich eine kleine Abweichung, denn die Pace 4 Pro ist ein bisschen nach rechts versetzt, aber das ist wirklich nur eine minimale Abweichung. Kurz darauf ist es die Garmin Venu 4, die von der Strecke abkommt und nach links zieht. Die Pace 4 Pro liegt genau dort, wo ich tatsächlich gelaufen bin.
Am Fluss komme ich schließlich in ein kleines Gassengewirr mit engen Gassen und teilweise recht hohen Gebäuden links und rechts. Auch hier haben beide Uhren überhaupt keine Probleme, und bei der Pace 4 Pro schaut die Streckenmessung aus wie aus einem Guss.
Die Garmin Venu 4 hat auf dieser Strecke 10,11 km aufgezeichnet, die Pace 4 Pro genau 10,00 km. Das sind minimalste Unterschiede. Ich muss ganz ehrlich sagen, genauso wie mich die Pace 4 Pro schon beim Intervalltraining mit der Pulsmessung beeindruckt hat, hat sie mich auch bei der Streckenmessung beeindruckt. Alles in allem gehört die Coros Pace 4 Pro für mich momentan wahrscheinlich zu den präzisesten Sportuhren, die es aktuell am Markt gibt.
Ein wesentliches Merkmal der Pace 4 Pro ist die vollwertige Kartennavigation. Wobei das eigentlich nicht ganz stimmt, denn im Zuge eines Software-Updates vor einigen Tagen hat auch die Pace 4 die Navigation mit Kartenmaterial bekommen. Wie wir es bereits von der Coros Nomad oder der Apex 4 kennen, stellt dir Coros das notwendige Kartenmaterial kostenlos in der App zur Verfügung.

Du musst dazu im Kartenmanager nur die Region aussuchen, die du gerade benötigst, den Kartenausschnitt markieren und den Download starten. Das Herunterladen und die Installation auf der Uhr sind in der Regel innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Auch die Routenplanung kannst du direkt in der Coros App erledigen. Ich bin ein großer Fan von diesem Routenplaner, weil er sehr benutzerfreundlich gestaltet ist und die erstellten Routen innerhalb weniger Sekunden auf der Uhr sind.
Das Kartenmaterial ist sehr gut strukturiert und lässt sich bequem ablesen. Die Uhr zeigt dir Straßennamen, Points of Interest, wichtige Geländemarken, Trails und Wanderwege an. Während der Routenführung blendet sie natürlich auch Richtungspfeile und Abbiegehinweise ein.
Für wen ist die Coros Pace 4 Pro geeignet? Mein Fazit
Wie ich eingangs erwähnt habe, will Coros mit der Pace 4 Pro eine zumindest gleichwertige Alternative zu den Sportuhren von Garmin und Suunto anbieten. Das ist dem Hersteller meines Erachtens auf ganzer Linie gelungen. Bei Design, Tragekomfort und verwendeten Materialien konnten Coros Uhren schon immer überzeugen, und das gilt selbstverständlich auch für die hochwertige Pace 4 Pro.
Die Akkulaufzeit ist geradezu geschaffen für Ultraläufe, Triathlon oder Mehrtageswanderungen. Selbst bei sehr langen Aktivitäten wirst du wahrscheinlich keine Probleme mit der Energieversorgung haben. Trainingstools, Messgenauigkeit und Kartennavigation gehören für mich zu den besten am Markt. Dazu kommt die Coros App, die besonders übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet ist.
Wenn du unbedingt etwas kritisieren möchtest, dann am ehesten den Bereich Gesundheit, denn da ist Garmin wesentlich kompletter und umfassender aufgestellt. Auch die Größe solltest du im Blick behalten. Wenn du ein schlankes Handgelenk hast, probiere die Uhr am besten vorher aus.
Bleibt die Frage, für wen die Pace 4 Pro geeignet ist. Im Wesentlichen lässt sich das so auf den Punkt bringen. Das Pro-Modell ist die etwas hochwertigere, deutlich größere und akkustärkere Version der Pace 4. Wenn du eine große Sportuhr mit ausdauerndem Akku bevorzugst, ist die Coros Pace 4 Pro mit Sicherheit die richtige Wahl für dich.
Häufige Fragen zur Coros Pace 4 Pro (FAQ)
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 449 Euro. Die Uhr gibt es in Schwarz und Weiß, jeweils mit Silikon- oder Nylonarmband. Die weiße Nylon-Ausführung ist erst ab Ende Oktober verfügbar.
Coros gibt bis zu 21 Tage im Alltag und bis zu 60 Stunden GPS an. In meinem Test war die Uhr nach 10 Tagen noch im ersten Ladezyklus, und ich rechne bei normaler Nutzung mit durchschnittlich 18 bis 19 Tagen.
Die Pace 4 Pro ist mit 47 mm deutlich größer als die Pace 4 mit 43 mm. Sie hat eine Titanlünette, Saphirglas, ein 1,47 Zoll großes Display mit bis zu 3.500 Nits und einen stärkeren Akku. Der Funktionsumfang ist dagegen praktisch identisch. Die Pace 4 Pro kostet 449 Euro, die Pace 4 269 Euro.
Ja. Die Karten lädst du kostenlos über den Kartenmanager der Coros App auf die Uhr. Routen kannst du direkt in der App planen und in wenigen Sekunden auf die Uhr übertragen. Die Karte zeigt Straßennamen, Points of Interest, Trails und Wanderwege.
Sehr genau. Beim Dauerlauf und beim Intervalltraining lag die Pace 4 Pro im Test praktisch gleichauf mit dem Polar H10 Brustgurt. Beim Krafttraining zeigt sich wie bei allen Uhren mit optischer Pulsmessung eine Verzögerung, deshalb empfehle ich dafür einen Brustgurt.
Die Uhr hat 32 GB internen Speicher für Musik. Du verbindest dafür Bluetooth Kopfhörer. Ein Streaming von Musikdiensten ist laut Coros nicht möglich.


















