Huawei Watch GT 7 Pro Test – lohnt sich das Upgrade wirklich?

Die Watch GT Serie von Huawei hat Zuwachs bekommen. Heute hat der Hersteller die neue Watch GT 7 offiziell vorgestellt, und ich habe die Pro-Version in den letzten Wochen ausgiebig getestet. Dabei habe ich mir alle Neuerungen im Detail angesehen und vor allem überprüft, wie gut das alles in der Praxis funktioniert.

Optisch bleibt fast alles beim Alten, aber unter der Oberfläche hat sich mehr getan, als der erste Blick vermuten lässt. Vor allem der neue Readiness Score, die erweiterten Radfunktionen und eine deutlich verbesserte HRV-Messung sind einen genaueren Blick wert.

Kurzinfo Huawei Watch GT 7 Pro

https://youtu.be/ttXKgATfQco
Testurteil: sehr gut
4,1/5 ★★★★★

Vorteile

Readiness Score für Tagesverfassung

Neue Sportmodus für Skifahrer und Snowboarder

Neue Funktionen für Radfahrer

Endlich Drittanbieter Apps für Trainingnutzbar

Präzise Messungen bei Puls und Strecke

Nachteile

Pro Version nur in einer Größe

Leider nur Silikon Armbänder

Kartennavigation mit Schönheitsfehler

Mein Testfazit:

In Sachen Design und technischer Ausstattung bleibt die Watch GT7 Pro im Vergleich zum Vorgängermodell unverändert. Man muss schon genauer hinsehen um die Neuigkeiten zu entdecken. Und davon gibt es eine ganze Menge mit denen vor allem Wintersportler und begeisterte Radfahrer sicher ihre Freude haben werden. Mit dem Readiness Score bietet Huawei nun endlich auch ein Tool für die Tagesverfassung an und ansonsten hat man viel Gutes vom 6er Modell auf die neue Smartwatch mitgenommen.

Insgesamt ist die Watch GT7 Pro eine gelunge Weiterentwicklung, die mit Sicherheit ihre Fans finden wird. Wenn Du aber ein bisschen sparen möchtest, dann machst Du mit dem Vorgängermodell sicher nichts falsch.

Schon seit 2015 teste ich Wearables und Sporttechnik. Wie so ein Test in der
Praxis abläuft, zeige ich dir hier. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest,
dann klick hier.

Welche Modellvarianten und Größen gibt es bei der Huawei Watch GT 7?

Wie schon bei den vergangenen Modellserien bietet Huawei auch die Watch GT 7 in zwei Ausführungen an, nämlich als Standardvariante und als Pro-Version.

Die Pro-Version bekommst du ausschließlich in 46 mm. Die Standardvariante gibt es dagegen in 41 und in 46 mm. Dazu kommen verschiedene Farbvarianten, die je nach Modell und Größe unterschiedlich ausfallen.

Ich selbst habe die grüne Variante getestet, also ein silbernes Gehäuse mit grünem Armband. Zugegeben, das ist vielleicht nicht unbedingt die gängigste Farbwahl, aber endlich einmal etwas anderes. Die Uhr wird dadurch zu einem echten Eyecatcher.

Was hat sich am Design der Watch GT 7 Pro geändert?

Im direkten Vergleich zur Watch GT 6 Pro wird auf den ersten Blick sofort klar, dass sich beim Design nicht allzu viel getan hat. Huawei setzt wieder auf das sogenannte Octagon-Design, also ein achteckiges Gehäuse, wobei die Ecken und Kanten auch diesmal nur dezent angedeutet sind. Auch Abmessungen und Gewicht sind im Wesentlichen unverändert geblieben. Die Optik ist also praktisch dieselbe.

Trotzdem gibt es zwei Unterschiede, die ich unbedingt erwähnen möchte.

  • Materialauswahl: Das Gehäuse besteht wieder primär aus einer Titanlegierung, die Lünette ist aber jetzt nicht mehr aus Edelstahl gefertigt wie beim Vorgängermodell, sondern aus einem Nano-Keramikmaterial. Dadurch wirkt die Uhr nicht nur hochwertiger, sie ist auch deutlich weniger anfällig für Kratzer und sonstige Beschädigungen. Für eine Uhr, die du jeden Tag trägst und die zwangsläufig irgendwann am Türrahmen streift, ist das ein spürbarer Vorteil.
  • Armband: Bei der Watch GT 6 Pro hat Huawei noch ein Armband aus Nylonverbundgewebe angeboten, das mir persönlich wirklich sehr gut gefallen hat. Bei der neuen Watch GT 7 beschränkt man sich hauptsächlich auf Silikonarmbänder. Die machen zwar ebenfalls einen hochwertigen Eindruck, beim Tragekomfort können sie mit dem Nylonarmband meines Erachtens aber nicht ganz mithalten.

Solltest du ebenfalls kein allzu großer Freund von Silikonarmbändern sein, ist das kein Drama. Über den Schnellwechselverschluss kannst du das Armband ganz einfach und bequem tauschen.

Welche technische Ausstattung steckt in der Huawei Watch GT 7 Pro?

Die technische Ausstattung hat Huawei eins zu eins vom Vorgängermodell übernommen. Die Watch GT 7 ist also mit den üblichen Sensoren für Bewegung und Herzfrequenz ausgerüstet, dazu kommen ein Barometer, ein Temperatursensor und ein Tiefensensor.

Apropos Tiefensensor. Die Huawei Watch GT 7 Pro ist bis 5 ATM wasserdicht und nach IP69 zertifiziert. Zusätzlich kannst du mit ihr bis zu einer Wassertiefe von 40 Metern tauchen.

Das Display gehört wie immer bei Huawei zu den Highlights. Verbaut ist ein hervorragender AMOLED-Touchscreen, der mit sehr guter Ablesbarkeit und hoher Performance überzeugt. Hier gibt es schlicht nichts zu kritisieren.

Wie lange hält der Akku der Huawei Watch GT 7 Pro?

Die Watch GT Serie war und ist bekannt für ihre hervorragenden Akkulaufzeiten, und daran ändert sich auch beim 7er-Modell nichts. Huawei macht im Wesentlichen dieselben Angaben wie schon beim Vorgänger.

Die Herstellerangaben im Überblick:

  • Maximale Akkulaufzeit: bis zu 21 Tage
  • Typische Nutzung: 12 Tage
  • Sehr intensive Nutzung mit aktiviertem Always-On-Display: 7 Tage
  • Sportmodus mit aktiviertem GPS: 40 Stunden

Eine Neuigkeit gibt es aber trotzdem, und die ist gar nicht so unwichtig. Für das Sportprofil Trailrunning stellt Huawei bis zu 51 Stunden Akkulaufzeit in Aussicht. Möglich macht das ein eigener Energiesparmodus, in dem die Messintervalle für Herzfrequenz und Streckenmessung verlängert werden. Zusätzlich deaktiviert die Uhr die Gestensteuerung für das Display und die Sprachansagen. Für lange Bergläufe oder Ultradistanzen ist das ein echtes Argument.

Obwohl sich die Angaben zu den Akkulaufzeiten kaum verändert haben, habe ich sie natürlich trotzdem in der Praxis überprüft. Bei meiner standardisierten Alltagsnutzung, die ich als sehr typische Verwendung einer solchen Smartwatch bezeichnen würde, hat der Akku der Watch GT 7 Pro exakt 15 Tage durchgehalten. Das ist übrigens genau derselbe Wert, den ich schon beim Vorgängermodell gemessen habe.

Damit erfüllt Huawei nicht nur die eigenen Angaben voll und ganz, sondern auch meine persönlichen Erwartungen. Ich war jedenfalls zufrieden.

Was ist der Readiness Score bei Huawei und wie gut funktioniert er?

Der Readiness Score ist die wichtigste neue Funktion in der Gesundheitsüberwachung der Watch GT 7. Er beschreibt deine Tagesverfassung und den Stand deiner Energiereserven, ganz ähnlich wie du es von vergleichbaren Funktionen anderer Hersteller kennst.

Berechnet wird der Wert auf Basis deiner Schlafmetriken, deiner Herzfrequenzvariabilität, deiner durchschnittlichen Herzfrequenz und deiner Aktivitäten. Daraus errechnet die Uhr einen Wert auf einer Skala von 1 bis 100. Je nachdem, wie hoch deine Punktezahl ausfällt, bekommst du zusätzlich eine Analyse zu sämtlichen Faktoren, die deinen Score beeinflusst haben, und dazu eine Empfehlung, wie du am besten weitermachst.

Grundsätzlich gefällt mir die Funktion recht gut. Ein paar Übersetzungsfehler aus dem Chinesischen ins Deutsche gibt es allerdings noch.

Was mich mehr stört, ist die Platzierung. Der Readiness Score ist in den Gesundheitseinblicken versteckt, also den sogenannten Insights. Es gibt in der App keine eigene Kachel, über die du die Informationen zu deiner Tagesverfassung direkt abrufen kannst. Bei einer Funktion, die du im Idealfall jeden Morgen anschaust, ist da hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit noch deutlich Luft nach oben.

Das gilt übrigens genauso für die Anzeige direkt an der Smartwatch. Auch dort findest du den Readiness Score in den Gesundheitseinblicken, und es wird überhaupt nur der aktuelle Wert eingeblendet, ganz ohne weiterführende Informationen.

Misst die Watch GT 7 die Herzfrequenzvariabilität endlich genauer?

Hier gibt es eine wichtige Veränderung, die ich dir nicht vorenthalten möchte.

Zuletzt habe ich an Huawei Smartwatches beobachtet, ganz besonders an der Huawei Watch Fit 5 Pro und an der Huawei Watch GT Runner 2 , dass diese Uhren deutlich höhere HRV-Messwerte aufzeichnen als meine Referenzgeräte, wie eine Garmin Venu 4 oder ein Amazfit Helio Strap.

Das ist an sich kein wirklich großes Problem. Bei der HRV-Messung geht es nämlich nicht um den numerischen Wert einer Einzelmessung, sondern um die korrekte Abbildung langfristiger Trends und um die Frage, ob du dich innerhalb oder außerhalb deines Normalbereichs befindest. Und da machen die Huawei Smartwatches insgesamt einen sehr guten Job.

Trotzdem scheint Huawei bei der Watch GT 7 Pro an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben. Der Vergleich mit meinen Referenzgeräten zeigt ganz deutlich, dass die Messdaten jetzt wesentlich enger beieinander liegen.

Den einen oder anderen Ausreißer gibt es natürlich weiterhin, insgesamt macht das aber einen deutlich besseren Eindruck. Bemerkenswert ist das deshalb, weil die Hardware unverändert geblieben ist. Die Verbesserung kommt also rein aus der Software.

Welche Gesundheitsfunktionen bietet die Huawei Watch GT 7 Pro?

Ansonsten kommt die Watch GT 7 mit allen Gesundheitsfunktionen daher, die wir bereits von anderen Huawei Modellen kennen.

Da hätten wir zunächst die Schlafüberwachung, die wirklich gut gemacht ist. Sie erkennt deine Einschlaf- und Aufwachzeiten und die daraus resultierende Schlafdauer sehr genau, und das gilt auch für Tagesnickerchen. Was mir am Schlaftracking von Huawei besonders gefällt, ist die übersichtliche und trotzdem sehr detaillierte Aufbereitung aller relevanten Messdaten. Das gilt ganz besonders für die wichtigen Vitalparameter.

Selbstverständlich hat Huawei die Watch GT 7 auch wieder mit EKG-Messung, Pulswellenanalyse und der Messung der Arteriensteifigkeit ausgestattet. Alle drei Funktionen kennst du bereits vom Vorgängermodell.

Eine kurze Anmerkung dazu, weil ich immer wieder danach gefragt werde. Bei der EKG-Messung und bei der Pulswellenanalyse geht es um deine Herzgesundheit, und da vor allem um das Erkennen von Anzeichen für Vorhofflimmern. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Funktionen liegt im Messvorgang. Die EKG-Messung musst du manuell auslösen, die Pulswellenanalyse läuft im Hintergrund automatisch ab, wobei die Messungen primär während der Nachtruhe stattfinden.

Was ist neu bei Sport und Training?

Auch in Sachen Sport und Training gibt es einige Neuerungen, und einige davon sind richtig spannend.

Wer ist der kleine Panda auf dem Watch Face?

Hier treffen wir einen alten Bekannten, nämlich den kleinen Panda, den wir erstmals an der Huawei Watch Fit 5 kennengelernt haben. Konkret handelt es sich um ein spezielles Watch Face, auf dem dieser Panda permanent zu sehen ist. Er schlägt dir in regelmäßigen Abständen kleine Mini-Workouts vor, damit du etwas mehr Bewegung in deinen Alltag bekommst.

Für Menschen, die aus beruflichen Gründen viel Zeit im Sitzen verbringen, können solche kleinen Aktivitäten durchaus nützlich sein und dabei helfen, den Körper zwischendurch wieder zu mobilisieren.

Was bietet die Watch GT 7 für Wintersportler?

Diese Neuerung wird vor allem Wintersport-Fans freuen. Schon die Watch GT 6 Pro hatte ein eigenes Sportprofil für Skifahren und Snowboarden, und genau dieser Sportmodus wurde jetzt deutlich erweitert.

Zum einen ist mit dem Langlauf eine weitere Aktivität dazugekommen. Zum anderen gibt es eine ganze Reihe neuer Funktionen.

Besonders erwähnenswert ist die riesige Auswahl an neuen Skigebietskarten. Weltweit werden 3.000 neue Karten angeboten, die unter anderem farblich nach Schwierigkeitsgrad sortiert sind. Dazu kommt eine Funktion, bei der die Fliehkräfte während einer Abfahrt gemessen und am Ende der Aktivität kumuliert ausgegeben werden. Und zusätzlich zählt die Uhr deine Schwünge, wobei sogar unterschieden wird, ob es sich um lange oder kurze Schwünge gehandelt hat.

Zusätzlich gibt es ein eigenes Sportprofil für Indoor-Skifahren und Indoor-Snowboarden. In Österreich und in der Schweiz wird das wahrscheinlich eher wenig Bedeutung haben, für Nutzer in Deutschland kann es aber durchaus interessant sein. Ich habe kurz nachrecherchiert, und sofern die Informationen stimmen, gibt es in Deutschland insgesamt sechs große Hallen, die Indoor-Skifahren anbieten.

Welche neuen Radfunktionen gibt es?

Mit der Watch GT 6 Pro hat Huawei einige völlig neue Funktionen für das Radfahren vorgestellt, beispielsweise die virtuelle Leistungsmessung, also die Wattmessung direkt am Handgelenk, oder die Live-Anzeige aller relevanten Messdaten direkt auf deinem Smartphone, wodurch das Handy quasi zum Fahrradcomputer wird. All diese Funktionen sind natürlich auch auf der Watch GT 7 dabei und wurden durch weitere Neuerungen ergänzt.

Die wichtigste davon ist der Climb Planner. Dabei geht es um die Anstiege während deiner Radtour und um die dabei absolvierten Höhenmeter. Die Funktion erkennt einen Anstieg automatisch und zeigt dir in Echtzeit die durchschnittliche Steigung und die bereits zurückgelegten Höhenmeter. Sie informiert dich außerdem darüber, wie viele Meter noch bis zum höchsten Punkt des Anstiegs verbleiben, und liefert dazu einen Fortschrittsstatus. Ist der Anstieg überwunden, bekommst du sofort die Information, wie groß die Distanz bis zum nächsten Anstieg ist. Nach Abschluss der Aktivität erhältst du eine komplette Auswertung zum Höhenprofil, wobei die einzelnen Anstiege mit den aufgezeichneten Messdaten ebenfalls angeführt werden.

Damit du dafür nicht dauernd auf deine Smartwatch blicken musst, gibt es entsprechende Vibrations- und Sprachbenachrichtigungen. Und die sind auch unbedingt notwendig, denn hier bin ich beim Testen auf einen Punkt gestoßen, der mich stört.

Der Climb Planner wird mit all seinen Metriken in der Live-Anzeige am Smartphone gar nicht eingeblendet. Du bekommst zwar Informationen zur durchschnittlichen Steigung während der Aktivität, alle anderen Metriken fehlen aber. Ich kann an dieser Stelle nicht beurteilen, ob Huawei das genau so haben will oder ob es daran liegt, dass ich eine Beta-Version getestet habe. Da muss ich noch ein wenig recherchieren.

Sollte sich das bestätigen, wäre es schon ein wenig schade. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass du die Sprachbenachrichtigungen an der Smartwatch verkehrsbedingt oder wegen des Fahrtwindes oft gar nicht gut genug verstehst. Genau dann wäre so eine Live-Anzeige besonders nützlich.

Ein weiteres kleines Feature im Radsportprofil dient deiner Sicherheit. Es handelt sich um eine Alarmfunktion, die dich vor besonders scharfen Kurven auf deiner Route warnt, sodass du rechtzeitig das Tempo reduzieren und die Kurve sicher durchfahren kannst.

Kannst du die Watch GT 7 mit Apps von Drittanbietern verbinden?

Ja, und das ist eine echte Premiere. Erstmals kannst du eine Huawei Smartwatch zu Trainingszwecken mit der App eines Drittanbieters verbinden. Zum Start wird das für die Sportprofile Pickleball, Tennis, Badminton, Fußball, Klettern und Krafttraining angeboten.

Neben der Einschränkung auf ganz bestimmte Sportmodi können auch nur ausgewählte Applikationen verbunden werden. Im Falle des Krafttrainings, was für die meisten Nutzer wohl die interessanteste Option sein dürfte, wäre das beispielsweise die App KeepStrong.

Sobald Uhr und App miteinander verbunden sind, und das ist keine Raketenwissenschaft, kannst du in der Applikation fertige Trainingspläne auswählen oder dir deinen eigenen Plan mit deinen eigenen Übungsprogrammen und Workouts zusammenstellen. Das alles überträgst du dann ganz einfach direkt auf die Uhr.

Am jeweiligen Trainingstag zeigt dir die Smartwatch das geplante Workout an. Du hast dort auch gleich die Möglichkeit, direkt auf der Uhr die verwendeten Gewichte und die absolvierten Wiederholungen einzutragen. All diese Daten werden dann gemeinsam mit der Trainingsdauer, der gemessenen Herzfrequenz und dem geschätzten Kalorienverbrauch wieder an die Applikation zurückgesendet.

Für Kraftsportler ist das mit Sicherheit eine sehr interessante Neuerung. Es bleibt aber zu hoffen, dass Huawei die Auswahl an verfügbaren Apps noch deutlich erweitert. Gerade im Krafttraining gibt es eine ganze Reihe an Applikationen von Drittanbietern, die deutlich häufiger verwendet werden und wesentlich beliebter sind als KeepStrong.

Welche Trainingsfunktionen bietet die Uhr sonst noch?

Abgesehen von den bisher vorgestellten Neuerungen kann die Watch GT 7 natürlich sämtliche Trainingstools und Funktionen anbieten, die wir bereits von den Vorgängermodellen kennen.

Die Uhr ist mit rund 100 Sportprofilen ausgestattet, und im einzelnen Sportmodus bekommst du abhängig von der Aktivität noch weitere Anpassungs- und Einstellungsmöglichkeiten angeboten. Du kannst die Watch GT 7 außerdem mit externen Sensoren wie einem Brustgurt verbinden und deine Trainingsdaten an externe Anbieter wie Strava übertragen.

Für Läufer besonders interessant ist die automatische Bestimmung der Laktatschwelle. Du musst dafür also keinen eigenen Testlauf absolvieren. Und das funktioniert wirklich gut. Die Watch GT 7 hat meine Laktatschwelle bei einem Pulswert von 159 Schlägen definiert. Zum Vergleich habe ich die Werte diverser anderer Uhren herangezogen, die ich beim Training verwende, unter anderem die Garmin Venu 4, die bei jedem meiner Lauftrainings mit dabei ist. Die setzt meine Laktatschwelle bei 156 Schlägen an.

Das sind gerade einmal drei Herzschläge Unterschied, und das finde ich insofern bemerkenswert, weil ich die Watch GT 7 erst seit drei Wochen verwende. Dass die Uhr in dieser kurzen Zeit schon eine derart präzise Bestimmung zustande bringt, spricht klar für den Algorithmus.

Erweiterte Trainingsmetriken bietet die Watch GT 7 ebenfalls, und die findest du im Widget Trainingsstatus. Dort bekommst du unter anderem den Running Ability Index, die Trainingsbelastung, die empfohlenen Erholungszeiten und deinen VO2max-Wert.

Wie genau ist die Pulsmessung der Huawei Watch GT 7 Pro?

Von der technischen Ausstattung her gibt es beim Sensor keine Unterschiede zum Vorgängermodell. Die Watch GT 7 arbeitet mit demselben HF-Sensor und ebenso mit Dual Band GNSS. Trotzdem habe ich mehrere Trainings absolviert, um die Genauigkeit zu überprüfen. Als Referenzgeräte waren die Garmin Venu 4, die Amazfit Cheetah 2 Pro, der Polar H10 Brustgurt und der Amazfit Helio Strap mit dabei.

Schauen wir uns ein Intervalltraining genauer an, bei dem der Helio Strap und der Polar H10 als Referenz mitgelaufen sind.

Auffällig ist gleich zu Beginn, dass die Watch GT 7 mit einem deutlich höheren Puls in das Training hineinstartet. Es dauert etwa 30 bis 40 Sekunden, bis sich die Messung normalisiert und an die Referenzgeräte anpasst. Danach gibt es zwei Situationen, in denen ich an einer roten Ampel warten musste und die Autopause aktiv wurde. Anschließend folgen sieben sehr intensive Intervalle mit den dazugehörigen Erholungsphasen, und da schlägt sich die Watch GT 7 hervorragend. Es gibt keinerlei Auffälligkeiten oder Fehlmessungen.

Wie genau misst die Watch GT 7 Pro die Strecke?

Bei der Streckenmessung waren die Garmin Venu 4 und die Amazfit Cheetah 2 Pro als Referenz dabei, und beide arbeiten genauso wie die Watch GT 7 mit Dual Band GNSS.

Der erste interessante Streckenabschnitt führt unter einer breiten Bahnbrücke durch und dann weiter über ein Bahnhofsgelände. Dort gibt es zwei große Gebäudekomplexe, einer davon besteht ausschließlich aus Hochhäusern. Das scheint unseren drei Uhren aber nicht allzu viel auszumachen. Natürlich gibt es ein paar Abweichungen, angesichts der Rahmenbedingungen ist das aber nicht weiter verwunderlich.

Deutlich spannender wird der zweite Abschnitt, der in der Vergangenheit für viele Smartwatches eine große Herausforderung war. Ich überquere eine breite Kreuzung und biege dann rechts in eine kleine Seitengasse ein, links und rechts mehrstöckige Wohnhäuser.

Und hier dreht sich das Bild komplett. Die Garmin Venu 4 und die Amazfit Cheetah 2 Pro holen beide recht deutlich aus und verlieren den eigentlichen Streckenverlauf sogar komplett. Die Huawei Watch GT 7 Pro, im Diagramm als weiße Linie eingezeichnet, macht dagegen genau das, was sie machen soll. Sie zeichnet die Strecke völlig korrekt auf, sogar auf der richtigen Straßenseite, und zeigt damit eine wesentlich bessere Messleistung als meine beiden Referenzgeräte.

Zum Abschluss noch ein dritter schwieriger Abschnitt, bei dem ich neben beziehungsweise unter einer Bahntrasse entlanglaufe und diese an einer Stelle unterquere. Hier haben die beiden Referenzgeräte überhaupt keine Probleme und zeichnen alles korrekt auf. Die Watch GT 7 hat mit der Bahntrasse dagegen ein wenig zu kämpfen und schmiert etwas ab. An einer weiteren Stelle splittet sich die Aufzeichnung aller drei Geräte komplett auf, dort zeichnet die Amazfit Cheetah 2 Pro die Strecke am genauesten auf, während die beiden anderen etwas nach links versetzt sind.

Alles in allem macht die Watch GT 7 bei der Streckenmessung aber einen sehr guten Job und hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Wie gut ist die Kartennavigation?

Kurz gesagt, sie ist unverändert vom Vorgängermodell auf das 7er-Modell übernommen worden.

Das heißt konkret, das notwendige Kartenmaterial bekommst du kostenlos in der Huawei App zur Verfügung gestellt. Für die Routenplanung musst du allerdings einen externen Anbieter verwenden. Da bietet sich Komoot an, weil es eine gemeinsame Schnittstelle gibt und du Routendaten daher sehr einfach und bequem in die Huawei App übertragen kannst.

Leider hat Huawei die Gelegenheit verpasst, das Kartenmaterial zu optimieren. Schon bei der Watch GT 6 Pro habe ich kritisiert, dass in der Kartenanzeige keine Wanderwege oder Trails eingeblendet werden. Bei der Watch GT 7 ist das leider noch immer der Fall.

Während der Routenführung selbst bekommst du Abbiegehinweise und Richtungspfeile, und das funktioniert alles sehr zuverlässig. Unterm Strich haben wir hier also eine sehr gut gemachte Kartennavigation mit einem Schönheitsfehler, eben den fehlenden Wanderwegen und Trails.

Welche smarten Funktionen bietet die Watch GT 7 Pro?

Bei den smarten Features gibt es mit einer einzigen Ausnahme überhaupt keine Neuerungen. Huawei hat die gesamte Ausstattung von der Watch GT 6 Pro übernommen.

Die Watch GT 7 Pro bietet also Benachrichtigungen und Telefonie, dazu einen vollwertigen Musikplayer mit internem Speicher. Streamingdienste kannst du damit allerdings nicht nutzen.

Die einzige Neuerung betrifft das mobile Zahlen. Bisher wurde dafür die Quicko App angeboten, das war aber eine Prepaid-Lösung und hat in der Praxis nicht allzu gut funktioniert. Huawei ist jetzt auf die Curve App umgestiegen, die sich durch hohe Zuverlässigkeit und einfache Bedienbarkeit auszeichnet. Der Wechsel war mit Sicherheit die richtige Entscheidung.

Fazit: Für wen lohnt sich die Huawei Watch GT 7 Pro?

Die neue Huawei Watch GT 7 Pro kommt mit einigen sehr interessanten Neuerungen. Mir persönlich gefallen der Readiness Score, die neuen Radfunktionen und die Möglichkeit, nun auch Apps von Drittanbietern verwenden zu können, besonders gut.

Wenn du dich für diese Uhr entscheidest, bekommst du eine besonders hochwertige Smartwatch mit hervorragender technischer Ausstattung, langen Akkulaufzeiten und einem sehr großzügigen Funktionsumfang. Du machst damit mit Sicherheit keinen Fehler.

Möchtest du deine Geldbörse ein wenig schonen, dann ist die Watch GT 6 Pro nach wie vor eine sehr gute Wahl. Du musst auf nicht besonders viel verzichten, bekommst trotzdem eine tolle Smartwatch für Gesundheit und Sport und sparst dabei eine Menge Geld.

Die aktuellen Preise und Shop-Links findest du weiter oben im Artikel beziehungsweise in der Videobeschreibung. Wenn du noch Fragen zur Watch GT 7 Pro hast, schreib sie mir gerne in die Kommentare. Und wenn dich Vergleiche mit anderen Modellen interessieren, schau dir am besten auch meine Tests der Konkurrenzmodelle an.

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Häufige Fragen zur Huawei Watch GT 7 Pro

In welchen Größen gibt es die Huawei Watch GT 7?

Die Pro-Version gibt es ausschließlich in 46 mm. Die Standardvariante bekommst du in 41 und 46 mm.

Wie lange hält der Akku der Huawei Watch GT 7 Pro wirklich?

In meinem Praxistest mit typischer Alltagsnutzung hat der Akku exakt 15 Tage gehalten. Huawei gibt bis zu 21 Tage bei maximaler Laufzeit an, 12 Tage bei typischer Nutzung und 7 Tage bei intensiver Nutzung mit Always-On-Display.

Was ist der Readiness Score bei Huawei?

Der Readiness Score bewertet deine Tagesverfassung auf einer Skala von 1 bis 100. Berechnet wird er aus deinen Schlafmetriken, deiner Herzfrequenzvariabilität, deiner durchschnittlichen Herzfrequenz und deinen Aktivitäten.

Kann die Huawei Watch GT 7 Pro ein EKG messen?

Ja. Die Uhr bietet EKG-Messung, Pulswellenanalyse und die Messung der Arteriensteifigkeit. Die EKG-Messung löst du manuell aus, die Pulswellenanalyse läuft automatisch im Hintergrund, vor allem während der Nachtruhe.

Wie genau ist die Pulsmessung der Watch GT 7 Pro?

Im Intervalltraining stimmten rund 95 Prozent der Messwerte innerhalb einer Spanne von fünf Herzschlägen mit dem Polar H10 Brustgurt überein. Bei stark ansteigender Herzfrequenz sinkt die Genauigkeit auf etwa 74 Prozent, am Leistungsplateau liegt sie bei fast 99 Prozent.

Kann ich mit der Watch GT 7 Pro navigieren?

Ja. Kartenmaterial bekommst du kostenlos in der Huawei App. Routen planst du über einen externen Anbieter wie Komoot. Wanderwege und Trails werden in der Kartenanzeige allerdings weiterhin nicht dargestellt.

Letzte Aktualisierung am 2.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Hallo, ich bin Andreas. Ich laufe, wandere, fahre mit dem Rad und ein bisschen Krafttraining mach ich auch. Dabei habe ich fast immer eine Smartwatch oder eine Sportuhr mit dabei. Und so schreibe ich schon sein über 10 Jahren über meine Erfahrungen mit den Uhren. Wenn Du mehr über mich wissen möchtest, dann klick einfach hier