Ich habe es in meinem Vorschau-Beitrag für 2026 bereits angekündigt, Amazfit wird heuer eine neue Sportuhr vorstellen. Jetzt ist es soweit. Der Hersteller hat vor kurzem die Amazfit Cheetah 2 Pro präsentiert und will damit im Segment der gehobenen Lauf- und Sportuhren mitspielen. Ob das gelingt, was die Cheetah 2 Pro alles anzubieten hat und wie gut sie sich in meinem Test geschlagen hat, klären wir in diesem Testbericht.
Kurzinfo Amazfit Cheetah 2 Pro
4,0/5
Vorteile
Hochwertige Materialien (Titan-Gehäuse, Saphirglas)
Großer Funktionsumfang für Gesundheit, Sport und Training
Präzise Puls- und Streckenmessung dank Dual-Band-GNSS
Sehr gute Navigationsfunktionen mit kostenlosem Kartenmaterial
Solide Akkulaufzeit (8 bis 9 Tage bei intensiver Nutzung)
Nachteile
Display mit 1,32 Zoll viel zu klein für ein 48 mm Gehäuse
Nur ein 20 mm Armband, passt nicht zur Uhrgröße
Mit 449,90 Euro deutlich teurer als die T-Rex 3 Pro zum Marktstart
Mein Testfazit:

Die Amazfit Cheetah 2 Pro ist die neue gehobene Lauf- und Sportuhr aus dem Hause Amazfit und bringt eine moderne, sehr umfassende Ausstattung mit. Im Test überzeugt die Cheetah 2 Pro mit präzisen Messungen bei Puls und Strecke, einem umfangreichen Funktionsumfang für Gesundheit, Sport und Training und einer sehr soliden Akkulaufzeit. Auch die LED-Taschenlampe ist ein nützliches Extra.
Zwei Punkte trüben den positiven Gesamteindruck. Das Display ist etwas zu klein geraten, weshalb permaent ein breiter Rahmen zu sehen. Und auch der Preis mit rund 450 Euro (UVP) ist etwas happig.
Was bietet die Amazfit Cheetah 2 Pro – Technik Check
| Amazfit Cheetah 2 Pro | |
|---|---|
| Abmessungen | 48 x 48 x 15,6mm |
| Gewicht | 454, 6 gramm (ohne Armband) |
| Material | Titan Grad 5/ Aluminiumlegierung |
| Uhrenglas | Saphirglas |
| Wasserdicht | bis 5 ATM ( Schwimmen, Duschen möglich) |
| Display | AMOLED Touchscreen 1,32 Zoll 466 x 466 px bis zu 3000 Nits |
| Akku | Kapazität: 540 mAh typische Nutzung bis 20 Tage intensive Nutzung bis 10 Tage Outdoor Sport Modus mit GPS: bis 31 Std. |
| Sensoren | HF Sensor Beschleunigung Gyroskop Umgebungslicht Geomagnetisches Feld Temperatur Barometrischer Höhenmesser |
| Streckenmessung | Dualband GNSS |
| Mikro/ Lautsprecher | ja |
| Konnektivität | Bluetooth, WLAN |
Bevor wir tiefer einsteigen, schauen wir uns die wichtigsten Spezifikationen an. Die Cheetah 2 Pro ist nur in einer Größe (48 mm) und nur in einer Farbe (Schwarz/Titanium) erhältlich. An Bord sind die üblichen Sensoren, also Herzfrequenzsensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Höhenmesser, Umgebungslichtsensor und Temperatursensor.
Für die Standortbestimmung ist Dual-Band-GNSS mit sechs Satellitensystemen verbaut. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht (Du kannst also bedenkenlos schwimmen oder duschen) und hat Lautsprecher, Mikrofon, einen internen Speicher von 32 GB, Bluetooth 5.3 und WLAN an Bord. Bis hierher gibt es eigentlich keine großen Überraschungen.
Design und Display – ein gemischtes Bild

Wie hochwertig ist die Verarbeitung?
Die Cheetah 2 Pro ist eine besonders hochwertig verarbeitete Sportuhr. Sowohl Rahmen als auch Gehäuse wurden aus Titan Grad 5 gefertigt, die vier Tasten bestehen aus einer Aluminiumlegierung. Mit 48 mm Durchmesser und einem Gewicht von 46 Gramm (ohne Armband) ist die Uhr im Vergleich zu anderen aktuellen Sportuhren ein echter Brocken. Am ehesten lässt sie sich mit der Suunto Race 2 vergleichen, die sogar noch etwas größer und schwerer ist.
Erfreulicherweise hat das auf den Tragekomfort überhaupt keine Auswirkungen, ganz im Gegenteil. Ich habe mich mit der Uhr sowohl im Alltag als auch beim Sport immer sehr wohl gefühlt und sie kaum bemerkt. Auf meinem Handgelenk (Umfang 19 cm) macht die Uhr immer einen sehr passenden Eindruck.

Was ist mit dem Armband?
Beim Armband ist die Sache zwiespältig. Positiv hervorzuheben ist das gelochte Silikonmaterial. Es wirkt sehr sportlich und sorgt beim Training auch dann für ein gutes Tragegefühl, wenn Du stärker schwitzt. Negativ sind die Abmessungen. Das Armband ist gerade einmal 20 mm breit, was zu der relativ großen Uhr nicht wirklich passen will.

Zum Vergleich, die T-Rex 3 Pro ist ebenfalls 48 mm groß, hat aber ein 22 mm Armband. Genau das hätte ich mir auch für die Cheetah 2 Pro gewünscht. Übrigens, zu einem späteren Zeitpunkt (Amazfit nennt da noch keine konkreten Angaben) sollen auch Armbänder aus grünem und schwarzem Nylon erhältlich sein.
Warum ist das Display zu klein?
Wenn wir schon bei Abmessungen sind, die nicht so recht miteinander harmonieren wollen, müssen wir auch über das Display reden. Überraschenderweise hat Amazfit in eine 48 mm Uhr ein Display gepackt, das gerade einmal 1,32 Zoll misst. Nochmal zum Vergleich, die T-Rex 3 Pro hat einen 1,5 Zoll Screen.

Es reicht ein einziger Blick auf die Cheetah 2 Pro, um zu sehen, dass das Display eindeutig zu klein geraten ist. Erkennen lässt sich das vor allem am breiten schwarzen Rahmen drumherum, der nicht nur wertvolle Anzeigefläche verschwendet, sondern auch optisch unschön wirkt. Mich persönlich hat das vor allem zu Beginn immer wieder irritiert. Hier hat Amazfit klar danebengegriffen.
Aber es gibt auch Positives über das AMOLED-Touchscreen zu sagen. Das Panel wird durch ein Saphirglas geschützt und endlich hat man auch eine Anti-Fingerabdruck-Beschichtung aufgetragen. Dadurch verschmutzt das Display nicht mehr so leicht, wie es bei anderen Amazfit-Modellen oft der Fall ist. Abgesehen davon überzeugt das Display mit hervorragender Performance und sehr guter Ablesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen. Die Spitzenhelligkeit liegt laut Hersteller bei bis zu 3.000 Nits.
LED-Taschenlampe auch mit dabei
Das Stichwort Licht ist die perfekte Überleitung zu einem Feature, mit dem viele Amazfit-Fans ihre Freude haben werden. Auch die Cheetah 2 Pro hat eine LED-Taschenlampe verbaut. Sie leuchtet in vier Helligkeitsstufen und bietet einen Redshift-Modus mit rotem Licht. Damit hast Du ein wirklich nützliches Tool für Lauftrainings in den Abendstunden oder wenn Du im Halbdunkel etwas finden musst.

Wie wird die Cheetah 2 Pro bedient?
Im Alltag wirst Du die Cheetah 2 Pro hauptsächlich über den Touchscreen bedienen. Zusätzlich hat Amazfit das Modell mit vier Tasten ausgestattet, ein Bedienkonzept, das ich bereits von der Active 3 kenne und das sich dort bewährt hat. Die Tasten sind vor allem beim Training nützlich, etwa wenn es regnet oder Du verschwitzte Hände hast. Unter solchen Bedingungen kann ein Touchscreen schon eine echte Herausforderung sein.
Mit den Knöpfen kannst Du alle wichtigen Menüs aufrufen und Funktionen anwählen. Zusätzlich sind die Tasten mit weiteren Funktionen belegt. Mit dem oberen rechten Button rufst Du den Sprachassistenten auf, mit der linken oberen Taste schaltest Du die Taschenlampe ein, und die untere linke Taste kannst Du frei mit einer Funktion deiner Wahl belegen.
Wie lange hält der Akku der Cheetah 2 Pro?
Beim Akku zeigt die Cheetah 2 Pro eine sehr solide Ausstattung. Die Batterie hat eine Kapazität von 540 mAh und laut Hersteller soll damit folgende Laufzeit möglich sein:
- Typische Nutzung: bis zu 20 Tage
- Intensive Nutzung: bis zu 10 Tage
- Outdoor-Sport-Modus mit aktiviertem GPS (Dualband, alle Systeme): bis zu 31 Stunden
- Kontinuierliches GPS im Energiesparmodus: bis zu 69 Stunden
Stellt man diese Werte den direkten Konkurrenten gegenüber (Coros Pace 4, Huawei Watch GT Runner, Suunto Run und Garmin Forerunner 165), sieht man, dass die Cheetah 2 Pro hier sehr gut aufgestellt ist. Nur die Coros Pace 4 und die Huawei können vor allem beim Outdoor-Sport-Modus mithalten.

Ich habe die Herstellerangaben natürlich in der Praxis überprüft. Meine Nutzung geht eher Richtung intensive Verwendung. Im ersten Durchgang hat die Cheetah 2 Pro 8 Tage durchgehalten, im zweiten waren es sogar fast 9 Tage. Das entspricht zwar nicht ganz den Herstellerangaben, ich persönlich war damit aber trotzdem sehr zufrieden.
Gesundheit und Tagesaktivitäten
Für Tagesaktivitäten und Gesundheit hat Amazfit die Cheetah 2 Pro mit allen aktuellen Funktionen ausgestattet. Die meisten wirst Du wahrscheinlich schon von anderen Modellen des Herstellers kennen. Falls Du mit den Amazfit-Funktionen aber nicht ganz so vertraut bist, hier ein kurzer Überblick.
Welche Basis-Funktionen bietet die Uhr?
Die Uhr beherrscht natürlich die üblichen Basics, also Schrittzähler inklusive Distanz, Kalorienrechner, stündliche Stehzeiten und einen Etagenzähler. Das alles wird in schönen Diagrammen aufbereitet, am Ende des Widgets gibt es eine kompakte Übersicht. In diesem Widget kannst Du auch Deine Tagesziele individuell anpassen.

Wie funktioniert die Schlafüberwachung?
Bei der Schlafüberwachung bekommst Du zuerst den Sleep Score als Kennzahl für Deine Schlafqualität eingeblendet, gefolgt von der Schlafdauer und den einzelnen Schlafstadien. Vitalparameter wie durchschnittliche Herzfrequenz, Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz oder Blutsauerstoffsättigung zeichnet die Uhr ebenfalls auf. Diese Daten findest Du direkt an der Smartwatch in den entsprechenden Widgets oder kompakt zusammengefasst in der Zepp-App.

BioCharge mit neuer Funktion
Die Kernfunktion in Sachen Gesundheit ist der Amazfit BioCharge. Hier werden Messdaten aus Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Schlafüberwachung und Aktivitätsprotokoll gemeinsam ausgewertet. Daraus leitet die Uhr Deine Tagesverfassung ab und zeigt Dir, wie gut Du Dich während Deiner Nachtruhe erholt hast und wie es um Deine Energiereserven bestellt ist.

Interessant ist ein kleines Update für den BioCharge. Ab sofort kannst Du besondere Faktoren, die sich auf Deinen Energieverbrauch und Deine Regeneration auswirken, direkt in der App eintragen.
Dazu öffnest Du die Zepp-App und tippst auf den Reiter BioCharge. Gleich unter der Kennzahl findest Du den neuen Menüpunkt Lebensbelastungsprotokoll. Hier kannst Du Faktoren wie Krankheit, Alkoholkonsum, hohen mentalen Stress oder übermäßige körperliche Belastung anklicken. Das wird dann in der Berechnung des BioCharge entsprechend berücksichtigt.
Ergänzend gibt es ein eigenes Widget zur Herzfrequenzvariabilität, in dem Du aktuelle Messdaten und Deinen momentanen Normalbereich einsehen kannst. Abschließend möchte ich noch auf eine spezielle Alarmfunktion hinweisen, die bei besonders hohen und außergewöhnlich niedrigen Pulswerten aktiviert werden kann. Eine Funktion, die für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr wertvoll und nützlich sein kann.
Sport und Training
Als deklarierte Sportuhr bietet die Cheetah 2 Pro eine Fülle an Trainingsfunktionen an. Das erkennst Du schon an der Anzahl der vorinstallierten Sportprofile. 170 verschiedene Sportmodi hat Amazfit auf die Uhr gepackt, was beweist, dass die Cheetah 2 Pro keine reine Laufuhr, sondern eine echte Multisportuhr ist.
Welche Trainingsfunktionen sind besonders nützlich?
Wir bleiben aber trotzdem im Sportmodus Laufen, denn dort werden zahlreiche Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten angeboten. Wenn Du das Sportprofil öffnest und auf den Menüpunkt Training gehst, findest Du drei interessante Funktionen.

Trainingsbibliothek: Hier sind verschiedene Lauftrainings und Programme aufgelistet. Insgesamt sind 10 solcher Workouts direkt auf der Uhr vorinstalliert, in der App sind es 17 Programme. Schaust Du Dir beispielsweise den Tempointervalllauf an, bekommst Du eine ganz konkrete Anleitung auf der Uhr eingeblendet, wie das Training korrekt zu absolvieren ist. Während des Trainings zeigt die Uhr die empfohlenen Puls- und Pace-Bereiche an. Du hast also Deinen eigenen Coach direkt am Handgelenk.
Intervalltrainer: Falls Dir die Trainingsvorlagen nicht passen, kannst Du hier direkt auf der Uhr Deine eigenen Intervalltrainings anlegen.
Laktatschwellentest: Ein typischer Steigerungs- und Stufenlauf, bei dem Du in regelmäßigen Abständen Dein Tempo erhöhst, um so Deine Laktatschwelle ermitteln zu lassen. Während des Tests wirst Du mittels detaillierter Anleitungen durch die einzelnen Abschnitte geführt.
Neben diesen drei Funktionen werden natürlich auch die üblichen Trainingseinstellungen angeboten. Du kannst Trainingsziele definieren, Trainingsalarme (etwa für Herzfrequenz- oder Pulsbereiche) anlegen, die automatische Pause oder die automatische Runde aktivieren, einen virtuellen Pacemaker nutzen und die einzelnen Datenseiten ganz nach Deinen Vorstellungen anpassen.

Welche Messdaten zeichnet die Cheetah 2 Pro auf?
Die Trainingsaufzeichnung selbst zeigt deutlich, dass Amazfit-Uhren inzwischen wirklich alle relevanten Messdaten erfassen. Das beginnt bei Pace und Herzfrequenz, geht weiter über die Pulszonen und reicht bis zur Laufleistung in Watt und sehr detaillierten Daten zur Laufökonomie. Weiterführende Informationen zu Trainingsstatus, Trainingsbelastung, Erholungszeiten und VO2max bekommst Du sowohl auf der Uhr als auch in der App, wobei die App diese Daten etwas anschaulicher und übersichtlicher aufbereitet.
Wie funktioniert die automatische Laktatschwellen-Erkennung?
Ich möchte noch kurz auf das Thema Laktatschwelle zurückkommen. Du musst den Laktatschwellentest gar nicht zwingend durchführen, denn die Cheetah 2 Pro erkennt Deine Laktatschwelle auch automatisch. Damit das passiert, musst Du in der Zepp-App ein paar Einstellungen vornehmen.
Öffne in der App den Menüpunkt Herzrhythmusbereich. Dort ist standardmäßig die maximale Herzfrequenz als Pulszonenmodell markiert. Wechsle einfach auf die Laktatschwelle in Herzfrequenzzone. Gleich darunter findest Du die automatische Aktualisierung, die Du ebenfalls einschalten musst. Sind diese Einstellungen gemacht, wird Deine Laktatschwelle permanent gemessen und die Pulszonen auf Basis dieses Messwertes definiert.
Insider-Tipp: Pulszonen auf Basis der Laktatschwelle sind aus trainingswissenschaftlicher Sicht deutlich aussagekräftiger als jene, die nur auf der maximalen Herzfrequenz beruhen. Wer ernsthaft trainiert, sollte diese Einstellung unbedingt aktivieren.
Abschließend sei noch angemerkt, dass Du die Cheetah 2 Pro natürlich mit allen denkbaren externen Sensoren verbinden kannst, allen voran einem Brustgurt. Ebenso lässt sich die Uhr mit Fitness-Apps von Drittanbietern wie Runna, Strava oder TrainingPeaks koppeln.
Wie genau misst die Cheetah 2 Pro?
Für die Beurteilung der Messgenauigkeit habe ich mit der Cheetah 2 Pro mehrere Trainings absolviert. Als Referenzgeräte hatte ich die Garmin Venu 4 und einen Garmin Brustgurt im Einsatz.
Puls- und Streckenmessung Test – alle Daten auf einem Blick
| Amazfit Active 3 | Garmin HRM Pro | Garmin Venu 4 | |
|---|---|---|---|
| Dauerlauf | |||
| durchschnittl. HF | 126 bpm | 127 bpm | |
| maximale HF | 134 bpm | 135 bp, | |
| Intervalltraining | |||
| durchschnittliche HF | 142 bpm | 141 bpm | |
| maximale HF | 166 bpm | 166 bpm | |
| Streckenmessung | 9,96 km | 10,00 KM |
Pulsmessung bei Dauerlauf
Beginnen wir mit einem ganz herkömmlichen Dauerlauf im gleichbleibenden Tempo. Wie das Liniendiagramm zeigt, haben hier beide Geräte sehr ähnliche Messdaten aufgezeichnet. Auffälligkeiten gibt es kaum.

Weil ein gleichmäßiger Dauerlauf für die optische Pulsmessung allerdings keine große Herausforderung darstellt, habe ich zusätzlich ein Intervalltraining mit sieben sehr intensiven Intervallen absolviert. Auch hier zeichnen beide Geräte sehr ähnliche Daten auf. Einzig im fünften Intervall liegt die Cheetah 2 Pro vorübergehend etwas zu hoch im Vergleich zum Brustgurt.

Wie präzise ist die Streckenmessung?
Bei der Streckenmessung hatte ich keine großen Unterschiede erwartet, denn sowohl die Cheetah 2 Pro als auch die Garmin Venu 4 sind mit Dual-Band-GNSS ausgestattet. Außerdem haben meine Amazfit-Tests in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass die Uhren des Herstellers in der Regel sehr präzise aufzeichnen.
Und wie erwartet, zeigten beide Uhren sehr präzise Streckenaufzeichnungen, die sich nur marginal unterschieden.

Die Navigation ist eine der ganz großen Stärken von Amazfit. Hier ist man inzwischen fast gleichauf mit Garmin und davon profitiert auch die Cheetah 2 Pro. Sie wurde mit allen aktuell verfügbaren Navigationsfunktionen ausgestattet, die wir bereits von einer T-Rex 3 Pro oder einer T-Rex Ultra 2 kennen.
Für die Navigation stellt Dir Amazfit kostenloses OpenStreetMap-Kartenmaterial zur Verfügung, das Du in der Zepp-App einfach herunterladen kannst. Im Gegensatz zur Active 3 ist die Cheetah 2 Pro mit einem WLAN-Modul ausgestattet, weshalb Download und Installation des Kartenmaterials innerhalb weniger Sekunden erledigt sind.
In der App findest Du außerdem einen eigenen Routenplaner, den ich persönlich sehr mag. Er ist unglaublich benutzerfreundlich und damit ist die Routenplanung schnell erledigt. Alternativ kannst Du auch externe Dienste wie Komoot oder Strava verwenden. Dafür hat Amazfit eigene Schnittstellen eingerichtet, um die Routendaten einfach in die App zu übertragen.
Die Karten werden direkt an der Uhr strukturiert und gut ablesbar dargestellt. Straßennamen, Trails und Wanderwege sind eingeblendet, ebenso wichtige Geländemarken und Points of Interest. Einzig der schon erwähnte breite Rand stört hier die Ansicht.

Was kann die Routing-Funktion?
Mit der Routing-Funktion kannst Du direkt auf der Uhr eine Route berechnen lassen, entweder zum nächsten Point of Interest Deiner Wahl oder beispielsweise zu einer Einkehrmöglichkeit während einer Wanderung. Außerdem kannst Du Dir Rundkurse direkt auf der Uhr erstellen lassen. Du gibst nur die gewünschte Himmelsrichtung und die Distanz an und innerhalb weniger Sekunden bekommst Du einen Vorschlag.
Während der Navigation bekommst Du wie immer Abbiegehinweise und Richtungspfeile angezeigt. Das funktioniert üblicherweise sehr gut, ich habe es mehrfach getestet und nie irgendwelche Probleme gehabt.

Smarte Features
Die Cheetah 2 Pro ist wie alle Amazfit-Uhren mit einer breiten Palette smarter Funktionen ausgestattet. Das beginnt bei den üblichen Benachrichtigungen für eingehende Mitteilungen, bevorstehende Termine oder Aufgaben und natürlich eingehende Anrufe. Apropos, selbstverständlich kannst Du mit der Uhr auch telefonieren.
Außerdem ist ein kompletter Musikplayer an Bord, mit dem Du eigene Musikdateien oder Playlists hören kannst. Streamingdienste wie Spotify, Deezer oder YouTube Music werden allerdings nicht unterstützt – das ist nach wie vor ein Schwachpunkt bei Amazfit.
Ebenso kannst Du mit der Uhr mobil bezahlen (über Zepp Pay) und es sind nützliche Tools wie eine Wetter- oder Kalender-App vorinstalliert. Auch typische Uhrenfunktionen wie Wecker, Stoppuhr, Pomodoro-Timer und Weltuhr fehlen nicht.
Amazfit Cheetah 2 Pro kaufen – ja oder nein?
Die Amazfit Cheetah 2 Pro ist ohne Zweifel eine hervorragende Sportuhr. Auf der Habenseite stehen
- qualitätsvolle und hochwertige Materialien,
- eine moderne technische Ausstattung,
- ein großzügiger Funktionsumfang für Gesundheit, Sport und Training
- sowie genaue und zuverlässige Messungen.
Es sind eigentlich nur zwei Aspekte, die den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck stören.
Da wäre zum einen das Display. Da hat Amazfit komplett danebengegriffen. 1,32 Zoll Anzeigefläche in einem 48 mm Gehäuse sind viel zu wenig. Der breite schwarze Rand ist nicht schön anzusehen und irritiert immer wieder.
Und das zweite ist der Preis. Mit aktuell 449,90 Euro (Stand Mai 2026) kostet die Cheetah 2 Pro 50 Euro mehr als die T-Rex 3 Pro bei ihrer Markteinführung vor sechs Monaten. Mir ist klar, dass Preissteigerungen in Zeiten wie diesen kaum vermeidbar sind. Und ich sage auch gar nicht, dass die Cheetah 2 Pro diesen Preis nicht wert wäre. Hört man sich aber in der Amazfit-Community um, haben hier viele Fans auf ein deutlich attraktiveres Preis-Leistungs-Angebot gehofft.
Welche Alternativen gibt es?
Wenn Du nach Alternativen suchst, bleib am besten gleich bei Amazfit und schau Dir die Active 3 an. Die Uhr bietet fast denselben Funktionsumfang, kostet aber nur 170 Euro. Außerhalb von Amazfit und wenn Du keine Navigation benötigst, wäre die Coros Pace 4 eine sehr empfehlenswerte Option.
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FAQ – Häufige Fragen zur Amazfit Cheetah 2 Pro
Ja, die Cheetah 2 Pro ist sowohl mit iOS (ab Version 14.0) als auch mit Android (ab Version 7.0) kompatibel. Du brauchst dazu die Zepp-App, die Du kostenlos im App Store oder Google Play Store herunterladen kannst.
Ja, die Cheetah 2 Pro hat einen Lautsprecher und ein Mikrofon verbaut und Du kannst direkt über die Uhr per Bluetooth telefonieren. Eine eigene SIM-Karte hat die Uhr nicht, sie ist also auf die Verbindung zum gekoppelten Smartphone angewiesen.
Nein, Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder YouTube Music werden nicht unterstützt. Du kannst aber eigene Musikdateien und Playlists auf den internen 32 GB Speicher übertragen und direkt von der Uhr aus abspielen.
Dank Dual-Band-GNSS mit sechs Satellitensystemen ist die Streckenmessung sehr präzise. In meinem Testlauf über 9,4 Kilometer hat die Cheetah 2 Pro 9,3 Kilometer aufgezeichnet, was im üblichen Toleranzbereich liegt. Auch in schwierigen Umgebungen wie unter Brücken oder in engen Gassen schlägt sich die Uhr gut.
Beide Uhren bieten einen sehr ähnlichen Funktionsumfang. Die T-Rex 3 Pro hat das größere Display (1,5 Zoll), ein robusteres Outdoor-Design und ein breiteres 22 mm Armband. Die Cheetah 2 Pro punktet mit dem hochwertigen Titan-Gehäuse und dem etwas geringeren Gewicht. Wenn Dir Optik und Display wichtig sind, ist die T-Rex 3 Pro aus meiner Sicht aktuell die rundere Wahl.
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