Xiaomi Watch 5 Test – Akku Champ & smarter Fitness Coach

Die Xiaomi Watch 5 ist da – und mit ihr eine der spannendsten Wear OS Smartwatches des Jahres. Xiaomi schickt eine vollständig aus Edelstahl gefertigte Uhr ins Rennen, die mit einem sehr attraktiven Einführungspreis von knapp 300 Euro direkt die etablierten Konkurrenten Google Pixel Watch 4, Samsung Galaxy Watch 8 und OnePlus Watch 3 herausfordert. Ich habe die Uhr zwei Wochen lang intensiv getestet – beim Laufen, im Alltag und im direkten Vergleich mit meinen Referenzgeräten. Was die Xiaomi Watch 5 wirklich kann und wo sie hinter den Erwartungen zurückbleibt, erfährst Du in diesem Testbericht.

Kurzinfo Xiaomi Watch 5

Testurteil: sehr gut
4,1/5 ★★★★★

Vorteile

Sehr hochwertiges Edelstahlgehäuse mit Saphirglas vorne und hinten

Hervorragende Akkulaufzeit für Wear OS (ca. 6 Tage im Alltag)

Einfaches, benutzerfreundliches Bedienkonzept

Offline-Karten für Navigation inklusive

Attraktiver Preis: ~300 €

Nachteile

Kein automatischer Nachtmodus / Schlafmodus

Keine HRV und EKG Messung (Herzfrequenzvariabilität)

Brustgurt oder andere externe Sensoren nicht koppelbar

Geeignet für Dich,

  • eine funktionsreiche Wear OS Smartwatch zu einem fairen Preis suchst
  • lange Akkulaufzeiten bei Wear OS priorisierst
  • regelmäßig Sport treibst und präzise GPS-Daten willst

Nicht geeignet für Dich,

  • wenn für dich HRV-Messung oder EKG interessant sind
  • tiefer gehende Gesundheitsanalysen ähnlich einer Body Battery oder Readiness Score erwartest
  • eine sehr leichte, kompakte Uhr für schmale Handgelenke bevorzugst

Testfazit:

Die Xiaomi Watch 5 ist eine solide und gut ausgestattete Wear OS Smartwatch, die vor allem durch ihre für Wear OS ungewöhnlich langen Akkulaufzeiten, ein hochwertiges Edelstahlgehäuse und umfangreiche Sportfunktionen überzeugt. Der Preis von knapp 300 Euro ist dabei ein echter Trumpf. Wer allerdings HRV-Messung oder EKG als Pflichtfeatures auf seiner Liste hat, wird hier nicht fündig – das sind echte Schwachstellen. Insgesamt erhält die Xiaomi Watch 5 von mir eine klare Kaufempfehlung für alle, die eine moderne, alltagstaugliche Smartwatch suchen, ohne ein kleines Vermögen auszugeben.

XIAOMI Watch 5 Smartwatch, Google Wear OS...
XIAOMI Watch 5 Smartwatch, Google Wear OS...

Xiaomi Watch 5: Modelle, Farben und Preise

Die Xiaomi Watch 5 wird aktuell in zwei Farbvarianten angeboten: Schwarz und Juniper Green. Das Gehäuse besteht in beiden Fällen vollständig aus Edelstahl, das Armband aus Fluorkautschuk (Silikon). Beide Versionen werden zum Einführungspreis von 299 Euro angeboten – ein in diesem Preissegment sehr attraktiver Einstieg.

Zum Vergleich: Die Google Pixel Watch 4 kostet in der günstigsten Variante rund 400 Euro, die Samsung Galaxy Watch 8 rund 350 Euro, die OnePlus Watch 3 rund 330 Euro. Die Xiaomi Watch 5 unterbietet damit alle direkten Konkurrenten deutlich.

Im Lieferumfang sind enthalten: Xiaomi Watch 5, magnetische Ladestation sowie Benutzerhandbuch inklusive Garantieerklärung.

VarianteFarbePreis (UVP)
Xiaomi Watch 5Schwarz299 €
Xiaomi Watch 5Juniper Green299 €

Design und Display

Design und Verarbeitung

Für meinen Test stand mir die Xiaomi Watch 5 in Schwarz zur Verfügung. Was mich beim ersten Anblick – und auch nach zwei Wochen Tragezeit – immer noch begeistert, ist die Verarbeitung. Das vollständige Edelstahlgehäuse verleiht der Uhr eine Wertigkeit und Haptik, die man bei dieser Preisklasse nicht unbedingt erwarten würde. Das Design ist zeitlos, klar und edel – keine verspielten Formen, keine Kompromisse beim Material.

Mit einem Gehäusedurchmesser von 47 mm und einem Gewicht von 56 Gramm (ohne Armband) bewegt sich die Watch 5 im guten Mittelfeld. Ich selbst habe einen Handgelenksumfang von knapp 19 cm und habe mich mit der Uhr immer sehr wohl gefühlt. Für deutlich schlankere Handgelenke könnte die Uhr etwas klobig wirken, grundsätzlich passt die Größe aber auf die meisten Handgelenke.

Was den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck ein wenig trübt: Das mitgelieferte Fluorkautschuk-Armband ist durchschnittliche Konfektionsware. Es erfüllt seinen Zweck, hätte aber von einem hochwertigen Leder- oder Nylonarmband begleitet werden sollen. Positiv: Der Schnellverschluss ermöglicht einfachen Armbandwechsel – wer also ein anderes Material bevorzugt, kann problemlos upgraden.

Eine technische Besonderheit, die ich unbedingt erwähnen möchte: Die Xiaomi Watch 5 verfügt sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite über ein kratzfestes Saphirglas. Das schützt nicht nur das Display, sondern auch die rückseitigen Sensoren – ein Detail, das man in dieser Preisklasse kaum findet.

Was die Wasserdichtigkeit betrifft: Die Uhr ist bis 5 Bar (entspricht 50 Meter) zertifiziert. Duschen und Schwimmen sind damit kein Problem.

Display

Verbaut wurde ein 1,54-Zoll-AMOLED-Touchscreen mit einer Auflösung von 480×480 Pixel (312 ppi) und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 1.500 cd/m². Das sind auf dem Papier schon sehr solide Werte – und in der Praxis konnte das Display diese Versprechen auch einlösen. Farben wirken lebendig, der Kontrast ist AMOLED-typisch hervorragend, und die Ablesbarkeit auch im hellen Sonnenlicht war in meinem Test kein Problem.

Für das Display stehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Erstens: Der Always-On-Modus ist vorhanden, von dessen Nutzung ich Dir aber ausdrücklich abrate – er kostet unverhältnismäßig viel Akku. Zweitens: Die Bildschirmhelligkeit regelt sich automatisch über den Umgebungslichtsensor, lässt sich aber auch manuell anpassen. Drittens: Rund 20 Watch Faces sind vorinstalliert, über die App gibt es eine noch größere Auswahl. Mein Tipp: Nutze die vorinstallierten Designs, da diese deutlich energieeffizienter sind als Watchfaces von Drittanbietern.

Eine deutlich negative Überraschung war das Fehlen eines automatischen Nachtmodus. Anders als bei den meisten modernen Smartwatches kann bei der Watch 5 keine automatische Ruhephase über feste Uhrzeiten definiert werden. Den Nachtmodus muss man manuell aktivieren – aus meiner Sicht ein echtes Komfortminus, das Xiaomi mit einem Software-Update beheben sollte.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt primär über den AMOLED-Touchscreen – ergänzt durch zwei physische Tasten an der rechten Gehäuseseite. Das Bedienkonzept ist klar und logisch aufgebaut:

  • Wischen von oben nach unten: Benachrichtigungen und Mitteilungen
  • Wischen von unten nach oben: Einstellungsmenü
  • Wischen von links nach rechts: Kontaktübersicht
  • Wischen von rechts nach links: Kacheln mit Messfunktionen (individuell konfigurierbar)
  • Obere Taste einmal drücken: Hauptmenü mit allen Funktionen
  • Obere Taste zweimal drücken: Google Gemini (KI-Assistent)
  • Untere Taste einmal drücken: Sportprofil-Auswahl
  • Untere Taste zweimal drücken: Google Wallet (anpassbar)

Dazu kommt noch eine Gestensteuerung, mit der sich bestimmte Funktionen per Finger- oder Handbewegung aktivieren lassen – ähnlich wie bei der Google Pixel Watch 4. Ich habe das mehrfach ausprobiert und muss ehrlich sagen: Für mich persönlich hat das in der Praxis keinen Mehrwert geboten.

Insgesamt ist das Bedienkonzept wirklich gelungen – intuitiv, schnell und auch für Smartwatch-Einsteiger ohne große Einarbeitungszeit verständlich.

Akkulaufzeiten

Die Akkulaufzeit ist bei Wear OS Uhren traditionell die Achillesferse – und hier hat Xiaomi ausnahmsweise wirklich etwas zu bieten. Verbaut wurde ein Akku mit einer Kapazität von 930 mAh, was für eine Smartwatch dieser Größe ein sehr hoher Wert ist. Xiaomi kombiniert zudem einen Qualcomm Snapdragon W5 Gen 1 Prozessor (4nm) mit einem energieeffizienten BES2800 Co-Prozessor (6nm), was die Laufzeiten weiter verlängern soll.

Herstellerangaben

ModusAkkulaufzeit laut Hersteller
Smart-Modus (Standard)6 Tage
AOD Smart-Modus (Always On)4 Tage
Energiesparmodus18 Tage
Ladezeitca. 90 Minuten (magnetisch)

Praxistestergebnis

Ich habe die Uhr unter meinen standardisierten Testbedingungen verwendet:

  • 24/7 getragen, alle verfügbaren Funktionen aktiviert (ohne Always-On-Modus),
  • mindestens 3 Stunden pro Woche Outdoor-Training mit GPS,
  • mindestens 2 Stunden pro Woche Indoor-Training,
  • permanent via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden (Benachrichtigungen, Musikplayer, mobiles Zahlen).

Im ersten Ladedurchgang hielt die Uhr knapp vier Tage – was jedoch dem sehr intensiven Testen in dieser Phase geschuldet war, da ich viele Einstellungen und Funktionen wiederholt ausprobiert habe.

Im zweiten Ladedurchgang mit typischer Alltagsnutzung: Vollständig aufgeladen und nach vier Tagen noch rund 16 % Restakku. Das entspräche einer Gesamtlaufzeit von ca. 6 Tagen – womit die Herstellerangaben vollständig erfüllt werden.

Das ist für eine Wear OS Uhr schlicht beeindruckend. Die Xiaomi Watch 5 ist momentan die Wear OS Smartwatch mit den längsten Akkulaufzeiten auf dem Markt. Geladen wird magnetisch, die Ladezeit beträgt laut Hersteller rund 90 Minuten.

Gesundheitsfunktionen

Die Xiaomi Watch 5 kümmert sich selbstverständlich auch um die Gesundheit – ohne dabei jedoch wirklich überraschen zu können. Die verfügbaren Funktionen sind solide, aber im direkten Vergleich mit der Konkurrenz gibt es einige auffällige Lücken.

Aktivitätsüberwachung und Vitalitätswert

Die Tagesaktivitäten werden permanent überwacht. Das zugehörige Widget namens „Statistik“ zeigt zunächst die bekannten Aktivitätsringe mit einer schnellen Übersicht, darunter dann detailliertere Informationen zu Kalorienverbrauch, Schrittzählung und Bewegungsdaten.

Interessant ist der sogenannte Vitalitätswert – eine Funktion ähnlich dem Pi-System von Amazfit. Je aktiver Du bist, je mehr Bewegung Du machst, desto mehr Punkte sammelst Du. Das Ziel ist ein hoher täglicher Score. So simpel dieses System auch klingt: Es funktioniert in der Praxis und motiviert tatsächlich dazu, aktiver zu sein. Ein kleines, aber effektives Gamification-Element.

Schlafüberwachung

Die Schlafüberwachung zeigt nach dem Aufwachen zunächst die Schlafdauer, darunter eine detaillierte Auflistung der verschiedenen Schlafphasen. Wie bei allen Smartwatches empfehle ich hier ein gewisses Maß an Skepsis – denn die zuverlässige Erkennung von Schlafphasen ist für Uhren technisch kaum möglich.

Zusätzlich gibt es eine Schlafeffizienz-Auswertung (Regelmäßigkeit der Schlafzeiten), Gesundheitsparameter (Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Atemfrequenz) sowie eine 7-Tage-Statistik der Schlafgewohnheiten. Einen kombinierten Sleep Score sucht man vergebens.

HRV-Messung: Fehlanzeige

Was besonders negativ auffällt: Die Xiaomi Watch 5 bietet keine HRV-Messung (Herzfrequenzvariabilität). Das ist bemerkenswert, denn die HRV-Messung gehört längst zum Standardrepertoire moderner Smartwatches – und ist für viele Nutzer die interessanteste und nützlichste Gesundheitsfunktion überhaupt. Es gibt zwar ein Stress-Tracking, das im weitesten Sinne mit der HRV verwandt ist, aber keinen Ersatz dafür darstellt. Hier hat Xiaomi meiner Meinung nach an der falschen Stelle gespart.

EKG: Nur in der chinesischen Version

Ähnlich verhält es sich mit der EKG-Funktion. In der chinesischen Version der Watch 5 ist ein EKG-Sensor verbaut – die globale Version, die in Europa erhältlich ist, verzichtet darauf. Offenbar wurden hierfür keine entsprechenden behördlichen Zertifizierungen beantragt oder erteilt. Schade – EKG und HRV hätten die Watch 5 nochmals deutlich aufgewertet.

Weitere Gesundheitsfunktionen

Vorhanden sind: kontinuierliche Herzfrequenzmessung, Blutsauerstoffsättigungsmessung (SpO2), Atemfrequenzmessung, Stress-Tracking sowie ein Barometersensor.

Einen herstellerspezifischen Gesundheits-Score im Stile von Garmins Body Battery oder Googles Readiness Score sucht man vergebens.

Sport & Fitness

Bei den Sport- und Fitnessfunktionen hat Xiaomi wirklich abgeliefert – und mich damit positiv überrascht. Rund 150 Sportprofile sind vorinstalliert, und was mich mehr beeindruckt hat: die Tiefe der Einstellungsmöglichkeiten im einzelnen Sportmodus.

Einstellungsmöglichkeiten und Trainingsfunktionen

Im allgemeinen Sportmenü lassen sich unter anderem die automatische Aktivitätserkennung, ein Herzfrequenz-Erholungstest und die Satellitendaten für die GPS-Messung aktivieren. Auch die Lautstärke des Trainingsassistenten – der Dich in regelmäßigen Abständen mit Sprachansagen zu aktuellen Leistungswerten versorgt – ist individuell einstellbar.

Ich habe diese Sprachansagen im Praxistest mehrfach getestet und war angenehm überrascht: Die Ansagen via Lautsprecher sind gut verständlich und haben verlässlich jeden Kilometer geklappt.

Sportmodus am Beispiel Laufen

Am Beispiel des Lauf-Profils zeigt sich die ganze Tiefe der Trainingsfunktionen:

  • Trainingsziel definieren (nach Distanz, Zeit oder Kalorien)
  • Intervalltraining direkt auf der Uhr anlegen
  • Navigation / Routenaufruf im Outdoor-Sportmodus
  • HF-Zielbereiche mit Alarmen (Pulszonen-Training)
  • AI-Pacer: persönlicher Pace-Maker für definierte Zielpace
  • Automatische Pause (z. B. bei roter Ampel)

Nach dem Training gibt es ein sehr ausführliches Protokoll direkt auf der Uhr: Herzfrequenz und -zonen, Pace, Schrittfrequenz, Laufökonomie, VO2max, Trainingsbelastung und empfohlene Regenerationszeit. Das ist ein wirklich beeindruckendes Angebot für eine Uhr in dieser Preisklasse.

Hinweis: Wie bei allen Wear OS Uhren ist es nicht möglich, externe Sensoren wie einen Brustgurt zu verbinden.

Messgenauigkeit

Gute Trainingsfunktionen sind nur dann wertvoll, wenn die zugrundeliegenden Messdaten auch verlässlich sind. Ich habe daher – wie in jedem meiner Tests – die Puls- und Streckenmessung der Watch 5 während mehrerer Trainingsläufe im direkten Vergleich mit meinen Referenzgeräten überprüft: Garmin HRM Pro Brustgurt und Garmin Venu 4.

Hinweis: Trainingsdaten lassen sich in der Xiaomi App grundsätzlich herunterladen – allerdings nur Streckendaten, keine Pulswerte. Der Versuch, die Daten an Strava zu exportieren, schlug leider aus technischen Gründen fehl. Die folgenden Ergebnisse basieren daher auf Screenshots aus den jeweiligen Apps.

Pulsmessung – Dauerlauf

Bei diesem gleichmäßigen Dauerlauf liegen die Durchschnittswerte sehr nah beieinander (1 bpm Differenz). In der Pulsspitze weicht die Watch 5 jedoch um 5 Schläge vom Brustgurt ab. Für meinen Geschmack ist diese Differenz etwas zu hoch – zumal der Brustgurt hier die deutlich realistischeren Werte liefert.

Pulsmessung – Intervalltraining

Beim Intervalltraining mit sieben intensiven Einheiten sieht das Bild deutlich besser aus: Die Werte liegen nahezu identisch – ein wirklich guter Job der Watch 5.

Streckenmessung / GPS

Die Watch 5 ist mit Dual-Band GNSS (L1+L5, GPS, Galileo, Glonass, BeiDou, QZSS) ausgestattet. Ich habe zwei Messläufe unter verschiedenen Bedingungen verglichen:

Referenz (Garmin Venu 4)Xiaomi Watch 5DifferenzBewertung
9,82 km9,88 km~ 60 mSehr gut – im Toleranzbereich
7,01 km7,14 km~ 130 mAkzeptabel – an der Grenze des Toleranzbereichs

Auf dem ersten Trainingslauf bewährte sich die Watch 5 auch in schwierigem Terrain: unter einer Bahnbrücke, neben hohen Häusern in einem Bahnhofsgelände – Bereiche, in denen in der Vergangenheit viele Smartwatches Probleme hatten. Die Watch 5 lieferte hier eine sehr solide Aufzeichnung. Auf offenen Feldern und entlang von Flusswegen waren kaum Abweichungen festzustellen. Auf dem zweiten, kürzeren Trainingslauf war die Differenz etwas größer – für meinen Geschmack zu groß für eine Strecke von 7 km.

Alles in allem hat mich die Xiaomi Watch 5 in Sachen Puls- und Streckenmessung insgesamt überzeugt. Da habe ich schon Wear OS Uhren getestet, die hier weitaus schlechtere Ergebnisse lieferten.

Navigation

Google Maps ist für die Alltagsnavigation in der Stadt zweifellos das Mittel der Wahl – und auch auf der Watch 5 vorinstalliert. Wenn es aber in den Wald oder ins Gebirge geht, wo eine stabile Internetverbindung nicht garantiert ist, braucht es Offline-Karten. Und genau die hat die Watch 5 an Bord.

Offline-Karten

Das notwendige Kartenmaterial stellt Xiaomi kostenlos zur Verfügung. Der Download erfolgt direkt über die Xiaomi App – verschiedene Regionen stehen zur Auswahl. Ich habe die Karte von Wien heruntergeladen, was innerhalb von Sekunden erledigt war.

Routenplanung und -übertragung

Routen können leider nicht direkt in der Xiaomi App geplant werden. Dazu ist ein Umweg über externe Dienste wie Strava oder Komoot nötig: Route planen → als GPX-Datei exportieren → in die Xiaomi App hochladen → auf die Uhr übertragen. Das klingt zunächst umständlich, ist aber nach kurzer Eingewöhnungszeit ein Vorgang von wenigen Minuten.

Die Routendaten lassen sich in allen Outdoor-Sportprofilen abrufen. Während der Navigation werden Richtungspfeile und Abbiegehinweise eingeblendet. In meinem Test hat das sehr zuverlässig funktioniert.

Alternativ kannst Du auch Komoot oder Strava direkt auf der Uhr installieren und darüber navigieren. Wichtig dabei: Permanente Bluetooth-Verbindung zum Smartphone notwendig und der Akku sollte voll aufgeladen sein, da diese Methode deutlich mehr Energie verbraucht.

Smarte Features

Als Wear OS Smartwatch liefert die Watch 5 das volle Google-Ökosystem mit. Ich halte diesen Abschnitt bewusst kurz, da es hier bei Wear OS Uhren kaum Unterschiede zwischen den Modellen gibt.

  • Telefonieren direkt über die Uhr (mit Lautsprecher und Mikrofon) – funktioniert gut in ruhiger Umgebung
  • Benachrichtigungen (WhatsApp etc.) mit vorgefertigten Antworten, Emoji oder eigener Sprach-/Tastatureingabe
  • Musikplayer mit internem Speicher + Streaming (Spotify, Deezer, YouTube Music)
  • Google Wallet / NFC: Mobiles Zahlen – hat in meinem Test jedes Mal problemlos funktioniert
  • Google Gemini (KI-Assistent) – per Doppelklick der oberen Taste erreichbar
  • Gmail, Google Kalender, Google Maps, Google Play Store

Zur Gestensteuerung: Bestimmte Finger- und Handbewegungen können Funktionen auslösen – ähnlich wie bei der Pixel Watch 4. Ich habe das mehrfach getestet, kann dem Feature aber keinen nennenswerten Mehrwert abgewinnen.

Zu Google Gemini: Als ausgewiesener KI-Nutzer muss ich ehrlich sein – an einer Smartwatch ist Gemini für mich bislang kein entscheidender Faktor. Wirklich interessant würde KI auf der Uhr erst dann, wenn sie Gesundheits- und Trainingsdaten ganzheitlich auswerten und konkrete Empfehlungen machen könnte. Das ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht der Fall.

Fazit: Xiaomi Watch 5 – lohnt sich der Kauf?

Wenn man sich die aktuellen Wear OS Smartwatches ansieht – OnePlus Watch 3, Samsung Galaxy Watch 8, Google Pixel Watch 4 und jetzt die Xiaomi Watch 5 – dann ist es wirklich schwer, hier eindeutige Gewinner und Verlierer zu benennen. Die Uhren sind sich in Ausstattung und Funktionsumfang sehr ähnlich.

Trotzdem gibt es meiner Meinung nach vier gewichtige Gründe, die klar für die Xiaomi Watch 5 sprechen:

  • Herausragende Akkulaufzeiten – für Wear OS momentan unerreicht
  • Einfaches, intuitives Bedienkonzept – ideal auch für Einsteiger
  • Starke Sport- und Trainingsfunktionen kombiniert mit sehr solider Messgenauigkeit
  • Attraktiver Preis von knapp 300 Euro

Fairerweise muss ich aber auch über die Schwächen sprechen: Das Fehlen des automatischen Nachtmodus ist ein Komfortmangel, der eigentlich nicht sein müsste. Schwerwiegender sind das Fehlen der HRV-Messung und das fehlende EKG in der globalen Version. Das sind echte Abwertungsgründe – und ich bin überzeugt, dass genau das bei dem einen oder anderen die Kaufentscheidung zugunsten der Konkurrenz kippen wird.

Insgesamt hat Xiaomi mit der Watch 5 aber eine moderne, hochwertiges Wear OS Smartwatch vorgestellt, die vor allem technikaffine Nutzer begeistern wird. Von meiner Seite gibt es eine klare Kaufempfehlung – besonders für alle, die eine vollwertige Wear OS Smartwatch suchen, ohne die Preisangebote der etablierten Hersteller akzeptieren zu müssen.

Xiaomi Watch 5 – FAQ

Ist die Xiaomi Watch 5 wasserdicht?

Ja, die Xiaomi Watch 5 ist mit einer Wasserbeständigkeit von 5 Bar zertifiziert (entspricht 50 Metern Wassertiefe). Duschen und Schwimmen sind damit problemlos möglich. Nicht empfohlen wird das Tragen in heißen Duschen, Saunas oder beim Tauchen.

Ist die Xiaomi Watch 5 mit iPhone kompatibel?

Die Xiaomi Watch 5 läuft unter Wear OS und ist für Android optimiert. Eine vollständige Nutzung aller Funktionen ist ausschließlich mit einem Android-Smartphone möglich. Eine Kompatibilität mit dem iPhone wird vom Hersteller nicht offiziell unterstützt.

Wie lange hält der Akku der Xiaomi Watch 5 im Alltag?

Im Praxistest unter realen Alltagsbedingungen (24/7 getragen, GPS-Training, Bluetooth-Verbindung aktiv, alle Funktionen an) hielt die Watch 5 rund 6 Tage pro Ladung – was der Herstellerangabe für den Smart-Modus entspricht. Das ist für eine Wear OS Uhr aktuell der beste Wert auf dem Markt.

Hat die Xiaomi Watch 5 GPS?

Ja, die Xiaomi Watch 5 verfügt über integriertes Dual-Band GNSS (L1+L5) mit Unterstützung für GPS, Galileo, Glonass, BeiDou und QZSS. Das GPS funktioniert eigenständig ohne Smartphone und liefert im Test eine insgesamt sehr solide Streckenmessung.

Hat die Xiaomi Watch 5 EKG oder HRV-Messung?

In der globalen Version, die in Deutschland erhältlich ist, fehlt leider sowohl die EKG-Funktion als auch die HRV-Messung (Herzfrequenzvariabilität). EKG ist lediglich in der chinesischen Version verbaut. Das Fehlen von HRV ist ein echter Kritikpunkt – für Nutzer, die auf diese Gesundheitsfunktionen Wert legen, sind Alternativen wie die Garmin Venu 4 oder Samsung Galaxy Watch 8 besser geeignet.

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Letzte Aktualisierung am 13.03.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Hallo, ich bin Andreas. Ich laufe, wandere, fahre mit dem Rad und ein bisschen Krafttraining mach ich auch. Dabei habe ich fast immer eine Smartwatch oder eine Sportuhr mit dabei. Und so schreibe ich schon sein über 10 Jahren über meine Erfahrungen mit den Uhren. Wenn Du mehr über mich wissen möchtest, dann klick einfach hier