Auf der einen Seite die Garmin Venu 4, die Allrounder Smartwatch für Alltag und Sport, mit einem fast schon unverschämt guten Funktionsumfang und einem Preis, der dazu passt. Auf der anderen Seite die Amazfit Active 3 Premium, eine neue Smartwatch, die zumindest auf dem Papier alles bietet, aber um satte 300 Euro günstiger ist. Kein Wunder, dass sich Viele fragen: Welche Smartwatch ist die Bessere?
Ich habe beide Uhren ausführlich getestet, was ich dabei herausgefunden habe, kannst Du hier nachlesen oder im Video ansehen.
Kurzinfo Garmin Venu 4
4,2/5
Vorteile
Hochwertige Materialien, guter Tragekomfort
Brilliantes Display mit vielen Extras
Solide Akkulaufzeiten
Riesiger Funktionsumfang für Gesundeit und Sport
Komplette smarte Ausstattung
Nachteile
Keine Kartennavigation
Hoher Preis
Geeignet für Dich,
- wenn Du eine echte Allrounder Smartwatch suchst, die in allen Aspekten überzeugt
- wenn Dir lange Akkulaufzeiten wichtig sind ( im Praxistest bis zu 9 Tage)
- wenn Du begeisterter Hobbysportler bist, aber eine elegante Smartwatch einer Sportuhr vorziehst.
Nicht geeignet für Dich,
- wenn Du als Outdoor Fan Navigation mit Kartenmaterial verwenden möchtest
- wenn Du mit LTE Deine Smartwatch ohne Handy nutzen willst
Testfazit:
Die Garmin Venu 4 ist eine fantastische Kombination aus Smartwatch und Sportuhr. Der Hersteller hat der Uhr zahlreiche Features spendiert, die bisher nur an Forerunner oder Fenix Modellen verfügbar waren. Dadurch ist die Venu 4 auch eine sehr interessante Alternative für leidenschaftliche Hobbysportler. Ebenfalls mit an Bord sind alle beliebten Funktionen für Gesundheit und Wohlbefinden. Ebenso großzügige smarte Ausrüstung runden den beeindruckenden Funktionsumfang ab. Einzig der Preis könnte manche Nutzer abschrecken.
Kurzinfo Amazfit Active 3 Premium
4,2/5
Vorteile
Hochwertiges Edelstahlgehäuse mit Premium-Haptik
Hervorragendes AMOLED-Display (3.000 Nits, Saphirglas)
Ca. 9–10 Tage Akkulaufzeit im Praxistest
Offline-Karten mit Routing – für diese Preisklasse beeindruckend
Laktatschwellentest, 170+ Sportmodi, Zepp Coach
Nachteile
Display ohne Fingerabdruckbeschichtung – verschmutzt schnell
Kein Musikplayer (nur Musiksteuerung)
Unübersichtliche App-Struktur für Trainingsdaten
Geeignet für Dich,
- wenn Du preisgünstige smarte Sportuhr suchst, die Alles bietet, was das Sportlerherz begehrt
- wenn Du für Dein Outdoor Abenteuer eine Premium Navigation nutzen möchtest
- wenn Du einen stylishen und smarten Alltagsbegleiter suchst, der auch auf Deine Gesundheit achtet.
Nicht geeignet für Dich,
- wenn Du Deine Lieblingsmusik über die Smartwatch hören möchtest
- wenn Du Dualband GNSS für sehr schwieriges Gelände brauchst
Testfazit:
Die Amazfit Active 3 Premium ist eine beeindruckend gut ausgestattete Sportuhr für knapp 170 Euro. Edelstahlgehäuse, brillantes AMOLED-Display, präzise Pulsmessung, umfangreiche Navigationsfunktionen mit Offline-Karten und ein Laktatschwellentest – das gibt es in dieser Preisklasse selten. Einige Abstriche wie das fehlende WLAN, kein Musikplayer und eine etwas unübersichtliche App-Struktur fallen kaum ins Gewicht. Für Hobbyläufer und Ausdauersportler mit knappem Budget gibt es derzeit kaum eine bessere Wahl.
- 𝐅ü𝐫 𝐋ä𝐮𝐟𝐞𝐫 𝐞𝐧𝐭𝐰𝐢𝐜𝐤𝐞𝐥𝐭: Verfügt über einen robusten Edelstahlrahmen, Saphirglas und ein leichtes…
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Vergleich – Garmin Venu 4/ Amazfit Active 3
| Garmin Venu 4 | Amazfit Active 3 Premium | |
| UVP | 599,99 Euro | 169,99 Euro |
| zum Testbericht | zum Testbericht | |
| Handelspreis ( Amazon ) | 448,80 EUR | 169,90 EUR |
| Abmessungen | 41 mm / 45 mm | 45 mm |
| Gewicht (ohne Armband) | 38 g | 38 g |
| Material | Edelstahl/ faserverstärktes Polymer | Edelstahl/ faserverstärktes Polymer |
| Armband | Silikon oder Leder | Silikon |
| Wasserdicht | 5 ATM Duschen, Schwimmen möglich | 5 ATM Duschen, Schwimmen möglich |
| Display | AMOLED Touchscreen 1, 4 Zoll 454 x 454 px | AMOLED Touchscreen 1, 432Zoll 480 x 480 px |
| Akkulaufzeit | Smartwatch Modus: 12 Tage Outdoor Sport mit GPS : 17 Stunden | Smartwatch Modus: 12 Tage Outdoor Sport mit GPS: 23 Stunden |
| Sensoren | HF Sensor Bewegung Gyroskop Barometer Kompass Thermometer Umgebungslicht | HF Sensor Bewegung Gyroskop Barometer Kompass Thermometer Umgebungslicht |
| Streckenmessung | Dualband GNSS mit SatIQ | Singleband GNSS |
| Lautsprecher/ Mikro | ja | ja |
| Konnektivität | Bluetooth®, ANT+®, Wi-Fi® | Bluetooth® |
Design und Display
Design
Auf den ersten Blick wirken beide Uhren erstaunlich ähnlich. Beide werden in einem 45-mm-Gehäuse aus Edelstahl und faserverstärktem Polymer gefertigt, und beide bringen inklusive Armband rund 55 Gramm auf die Waage. Rein von den technischen Daten also kaum ein Unterschied.

Trotzdem vermittelt die Active 3 einen etwas kompakteren und leichteren Eindruck , was aber nur meine ganz persönliche Meinung ist. Beide Uhren tragen sich sehr angenehm, wirken modern und du wirst sie weder im Alltag noch beim Sport wirklich bemerken.

Ein Unterschied, den Du aber kennen solltest, betrifft das Schutzglas. Garmin setzt bei der Venu 4 auf bewährtes Gorilla-Glas, während Amazfit bei der Active 3 Premium das hochwertigere Saphirglas verbaut.
Klingt zunächst nach einem klaren Vorteil für die Active 3, aber es gibt einen Wermutstropfen. Eine entsprechende Anti-Fingerabdruck-Beschichtung fehlt leider, weshalb Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen permanent am Display zu sehen sind. Sicher keine Katastrophe, aber auf Dauer doch lästig.


Display
Bei den Displays gibt es zwischen beiden Uhren auf dem Papier unterschiedliche Spezifikationen. In der täglichen Praxis konnte ich aber keinerlei relevante Unterschiede feststellen. Beide Uhren sind mit AMOLED-Touchscreens ausgestattet, die mit einer flüssigen Performance und sehr guter Ablesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen überzeugen. Kritik gibt es hier von meiner Seite keine.

Einen interessanten Bonus bietet die Garmin Venu 4. Und zwar mit einer vollwertige LED-Taschenlampe, die wirklich hell leuchtet und in vier Stufen angepasst werden kann. Dazu gibt es noch einen praktischen Rotlicht-Modus. Die Active 3 bietet zwar auch einen Taschenlampenmodus, bei dem das Display einfach hell leuchtet, was eher eine Not-Beleuchtung und kein echtes Werkzeug ist. Gerade für Läufer in der Dämmerung ist die Taschenlampe der Venu 4 ein echter Mehrwert.

Setup und Handling
Die Garmin Venu 4 hat mit der aktuellen Generation ein komplett neues Interface bekommen, das wir bereits von der Fenix- und Forerunner-Serie kennen. Das ist zunächst eine kleine Umstellung, besonders für langjährige Garmin-Nutzer. Ich selbst habe ein paar Tage gebraucht, um mich einzugewöhnen. Danach überzeugt die Benutzeroberfläche aber voll und ganz. Vor allem deshalb, weil Du das Hauptmenü und die Untermenüs komplett nach Deinen Anforderungen anpassen kannst, sodass alle häufig benötigten Funktionen rasch erreichbar sind.
Die Active 3 hingegen hat die bewährte Benutzeroberfläche vom Vorgängermodell unverändert übernommen. Jedoch wurde die neue Smartwatch im Gegensatz zum Vorgängermodell mit vier Tasten ausgestattet. Das macht ganz besonders beim Sport einen Unterschied, wenn der Touchscreen durch feuchte Verhältnisse oder verschmitzte Hände eine Herausforderung werden kann.
Beide Uhren bieten umfangreiche Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten:
- Display: Always-On-Modus, Nachtmodus, individuell einstellbare Helligkeit und Beleuchtungsdauer
- Klingelton und Vibration: Lautstärke und Intensität frei einstellbar
- Watchfaces: Große Auswahl in der jeweiligen App und direkt auf der Uhr
Akkulaufzeiten
Sieht man sich die Herstellerangaben zu den Akkulaufzeiten an, dann gibt es hier kaum Unterschiede. Im Outdoor Sportmodus mit aktivierten GPS scheint aber die Active 3 deutlich ausdauernder zu sein.
| Nutzungsmodus | Garmin Venu 4 | Amazfit Active 3 Premium |
| Smartwatch-Modus | 12 Tage | 12 Tage |
| Always-On-Display | 4 Tage | 4 Tage |
| GPS-Modus | 17 Std. | 23 Std. |
Der Eindruck täuscht aber. Die Venu 4 ist mit für die Streckenmessung mit Dualband GNSS und SATIQ ausgestattet, während die Active 3 dafür nur Singleband GNSS anbieten kann, was deutlich weniger Energie verbraucht.
Mein Praxistest (standardisierte Testbedingungen):
- 24/7 getragen
- Alle verfügbaren Funktionen aktiviert (außer Always-On-Modus)
- Mindestens 3 Std./Woche Outdoor-Training mit GPS
- Mindestens 2 Std./Woche Indoor-Training ohne GPS
- Permanent via Bluetooth mit Smartphone verbunden (Benachrichtigungen, Musiksteuerung, mobiles Zahlen)
Das Ergebnis aus meinem Praxistest: Die Garmin Venu 4 schaffte eine durchschnittliche Laufzeit von 9 Tagen. Die Amazfit Active 3 Premium war mit 10 Tagen eine Spur besser. Der Unterschied ist da, aber für mich in diesem Vergleich nicht wirklich relevant. Beide Uhren liefern eine sehr solide und für den Alltag ausreichende Akkuleistung.
Daily Tracking & Gesundheit
Die Gesundheitsfunktionen beider Uhren sind umfangreich – und in vielen Bereichen überraschend ähnlich. Ich konzentriere mich hier auf die Hauptfunktionen und die wesentlichen Unterschiede.
Schlafüberwachung
Garmin legt beim Thema Schlaf traditionell sehr viel Wert auf Detailtiefe. Die Venu 4 bietet daher gleich zwei Tools: den Sleep Score und den Sleep Coach. Während Du im Sleep Score alle relevanten Daten zu Schlafdauer, Schlafphasen und Schlafqualität übersichtlich aufbereitet bekommst, liefert Dir der Sleep Coach Informationen zu Deinem Schlafbedarf und der Konsistenz Deiner Schlafroutine. Das ist wirklich praktisch und hilft langfristig, das eigene Schlafverhalten besser zu verstehen.

Die Active 3 bietet direkt auf der Uhr eine kompaktere Darstellung – mit den üblichen Metriken zu Schlafdauer, Schlafphasen und einem Sleep Score. In der Zepp-App gibt es dann eine detailliertere Auswertung, inklusive Informationen zur Schlafregelmäßigkeit und den relevanten Vitalparametern. Für die meisten Nutzer reicht das völlig aus.

Tagesverfassung: Body Battery vs. BioCharge
Garmin nennt es Body Battery, Amazfit nennt es BioCharge, aber beide Tools funktionieren nach demselben Prinzip. Dabei werden Schlafqualität, Herzfrequenzvariabilität und Aktivitätspensum gemeinsam ausgewertet, um zu ermitteln, wie gut Du Dich in der Nacht erholt hast und wie Deine Energiereserven für den Tag aussehen. Im direkten App-Vergleich zeigte sich, dass die Ausgangswerte zwar an einzelnen Tagen leicht variierten, meine Tagesverfassung aber von beiden Tools ähnlich bewertet wurde. Funktionell kein wesentlicher Unterschied.


Exklusive Garmin-Features
Hier liegt dann der echte Vorteil der Venu 4. Drei Features möchte ich Dir besonders hervorheben:
- EKG-Messung: Die Venu 4 gehört zu den wenigen Garmin-Uhren, die eine EKG-Funktion anbieten. Die Active 3 kann das nicht.
- Lifestyle-Log: Garmin erfasst täglich diverse Lebensgewohnheiten wie Schlafqualität, Stresssituationen oder Ernährungsgewohnheiten und zeigt Dir, welche Faktoren Dein Wohlbefinden beeinflussen. Amazfit bietet etwas Ähnliches in der App an, aber weniger umfangreich.
- Garmin Gesundheitsstatus: Die Venu 4 überwacht permanent Vitalparameter wie Herzfrequenz, HRV, Blutsauerstoff und Atemfrequenz und benachrichtigt Dich bei außergewöhnlichen Werten.
Ich muss an dieser Stelle ehrlich sein: Den Lifestyle-Log und den Gesundheitssstatus habe ich einige Wochen konsequent genutzt, danach aber aufgehört, weil ich für mich selbst keinen wirklichen Mehrwert feststellen konnte. Für Dich kann das natürlich ganz anders sein – besonders dann, wenn man an spezifischen Gesundheitszielen arbeitet.
Ratgeber zum Thema Gesundheit
Smartwatch mit HRV Messung – Dein Gesundheitstool
Warum Smartwatches für die Schlafüberwachung nicht taugen
Sport & Fitness
Beim Thema Sport und Training hat die Garmin Venu 4 im Vergleich zu ihrem Vorgänger deutlich aufgerüstet. Sie bietet mittlerweile nahezu denselben Trainingsumfang wie eine Forerunner 265 oder Forerunner 570 , was ein starker Hinweis wie gut die Smartwatch aufgestellt ist. . Auch die Active 3 gibt sich in dieser Kategorie nicht geschlagen und wird von Amazfit sogar als moderne Laufuhr vermarktet.

Sportprofile
Die Garmin Venu 4 bietet rund 100 vorinstallierte Sportprofile an. Die Amazfit Active 3 Premium setzt hier typisch für asiatische Hersteller noch einen drauf: 170 Sportmodi stehen zur Verfügung. Beide Uhren bieten dabei innerhalb des einzelnen Sportprofils zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten:
- Trainingsziele definieren
- Diverse Alarme aktivieren
- Autopause und automatische Rundenerfassung
- Datenseiten mit verschiedenen Layouts und Datenfeldern anpassen

Erweiterte Trainingsanalyse
Hier zeigt sich dann der deutlichste Unterschied zwischen beiden Uhren, zu Gunsten der Garmin Venu 4. Besonders hervorzuheben ist die Trainingsbereitschaft, ein täglicher Score, der Dir auf Basis von Schlafqualität, Stresslevel, HRV, Erholungsstatus und aktueller Trainingsbelastung zeigt, ob und wie intensiv Du heute trainieren solltest. Das ist ein wirklich nützliches Feature, das Dir hilft, Training intelligent zu steuern und Überbelastungen zu vermeiden.

In der Garmin Connect App sind alle relevanten Trainingsdaten und Metriken in einem einzigen Menü (Leistungsstatistik) übersichtlich zusammengefasst: Trainingszustand, VO2max, HRV-Status, Trainingsbelastung, Laufprognosen für einzelne Distanzen und mehr. Das ist wirklich vorbildlich strukturiert.
Die Amazfit-App versucht ähnlich viele Informationen bereitzustellen, verteilt diese aber auf mehrere Bereiche der App (Anstrengungen, Training), was die Übersicht erschwert. Außerdem werden für gängige Metriken teilweise andere Begriffe verwendet als bei Garmin und den meisten anderen Herstellern, was besonders für Einsteiger verwirrend sein kann. Von meiner Seite gibt es hier einen klaren Pukt für Garmin in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit.
Was die Active 3 an Trainings-Features bietet, ist für den Preis aber trotzdem beachtlich:
- Zepp Coach mit KI-gestützten Trainingsplänen
- Laktatschwellentest
- VO2max-Berechnung
- Ermüdungs- und Fitnesslevel (akute und chronische Trainingsbelastung)
- Erholungszeit und Trainingsstatus
- Leistungsvorhersagen für verschiedene Distanzen
Ratgeber zum Thema Fitness & Training
VO2max – Alles was Du wissen musst [mit Rechner ]
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Messgenauigkeit
Tolle Features nützen nur dann etwas, wenn die Messungen dahinter verlässlich sind. Daher habe ich beide Uhren hinsichtlich Puls- und Streckenmessung ausgiebig getestet – mit dem Garmin HRM Pro Brustgurt als Referenzgerät.
Pulsmessung
Die Garmin Venu 4 habe ich bei einem Trainingslauf mit variierenden Intervallen getestet. Als Referenz war die Garmin Forerunner mit dem HRM Pro Brustgurt dabei. Das Ergebnis: Die Venu 4 schlug sich über den gesamten Trainingslauf sehr solide. Es gab vereinzelte kleinere Abweichungen – was bei optischer Pulsmessung und schnell wechselnden Intensitäten aber keine Überraschung ist.


Für die Amazfit Active 3 Premium habe ich ein intensives Intervalltraining gewählt, bei dem sich die Intensitäten besonders häufig ändern – eine echte Herausforderung für die optische Pulsmessung. Auch die Active 3 schlug sich insgesamt gut. Bei genauem Hinsehen lassen sich einzelne Abweichungen finden, in der Trainingsaufzeichnung zeigten sich aber identische Messwerte wie beim Brustgurt. Das spricht klar für die Messgenauigkeit der Active 3.


Fazit Pulsmessung: Beide Uhren liefern im realen Trainingseinsatz verlässliche und praxistaugliche Ergebnisse.
GPS-Genauigkeit und Streckenmessung
Beim GPS-Vergleich hatte ich erwartet, dass die Active 3 mit ihrem Single-Band-GNSS gegenüber der Dual-Band-Venu 4 spürbar das Nachsehen hat. In der Praxis war der Unterschied kleiner als gedacht – aber vorhanden.
In einer kurzen Unterführung und in einer engen Gasse mit hohen Häusern zeigte die Active 3 kleinere Abweichungen vom korrekten Streckenverlauf. Die Garmin Venu 4 blieb hier deutlich genauer. Auf den größten Teil der Teststrecke zeichneten beide Uhren aber nahezu identische Verläufe auf. Das finale Ergebnis nach 10 Kilometern: Die Venu 4 stoppte exakt bei 10,00 km, die Active 3 zeigte 9,96 km an – eine sehr ordentliche Messleistung, gerade angesichts der unterschiedlichen Technologien.




Fazit GPS: Dual-Band GNSS der Venu 4 hat in schwierigem Gelände klare Vorteile. Für normale Trainingsbedingungen reicht das Single-Band der Active 3 absolut aus.
Das ist der Bereich, der mich in diesem Vergleich am meisten überrascht hat. Und es ist einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen beiden Uhren.
Die Amazfit Active 3 Premium bietet eine vollwertige Offline-Navigation mit Kartenmaterial. Du kannst Straßenkarten, topografische Karten und sogar Skikarten kostenlos herunterladen. Die Karten sind farblich gut strukturiert und auch auf dem kleinen Display gut ablesbar. Straßennamen und Points of Interest werden eingeblendet. Während der Navigation erhältst Du Richtungspfeile und Abbiegehinweisem, mit dazu gibt es in der Zepp-App einen sehr benutzerfreundlichen Routenplaner.

Als besonderes Feature wird sogar die Routing-Funktion direkt an der Uhr angeboten, mit der Du Routen und Rundkurse ohne Smartphone berechnen kannst. Das war bisher eine Funktion, die man ausschließlich von teuren Premium-Uhren kannte.
Die Garmin Venu 4 hingegen ist in diesem Bereich nur eine einfache Brotkrümel-Navigation ohne Kartenmaterial ausgerüstet. Routen können in der Garmin Connect App geplant oder alternativ über Komoot vorbereitet und übertragen werden- Mehr ist über die Uhr in dem Bereich nicht zu sagen. Für eine Uhr im 460-Euro-Segment ist das tatsächlich eine deutlich spürbare Lücke.
Smarte Features
Bei den smarten Funktionen bieten beide Uhren das volle Programm. Benachrichtigungen, Telefonieren direkt an der Uhr, mobiles Zahlen via NFC und einen vollwertigen Musikplayer, auf den Du eigene Musikdateien und Playlists aufspielen kannst. Wer seine Lieblingsmusik offline abspeichert und an der Uhr hören möchte, ist mit beiden gut bedient.
Den einzigen relevanten Unterschied in dieser Kategorie gibt es beim Musikstreaming. Nur die Garmin Venu 4 unterstützt Streamingdienste wie Spotify, Deezer und YouTube Music. Wer seine Playlist also direkt vom Streaming-Dienst auf die Uhr laden und ohne Smartphone abspielen möchte, ist auf die Garmin angewiesen.
Für die meisten Nutzer, die Musik ohnehin über das Smartphone abspielen, spielt dieser Unterschied keine Rolle. Wer aber regelmäßig ohne Handy trainiert und trotzdem Musikstreaming möchte, hat bei der Venu 4 klare Vorteile.
Fazit – Meine Kaufempfehlung
Dieser Vergleich ist alles andere als eindeutig ausgefallen – und das ist tatsächlich das größte Kompliment, das man der Amazfit Active 3 Premium machen kann.
Die Garmin Venu 4 ist nach wie vor eine der besten Smartwatches am Markt. Das ausgereifte Garmin-Ökosystem, die hervorragend aufbereiteten Trainingsdaten in der Connect App, das EKG, die Trainingsbereitschaft und das Musikstreaming machen sie zum Rundumpaket für den gesundheits- und sportbewussten Nutzer. Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist die fehlende Offline-Navigation – und natürlich der Preis von 460 Euro.
Die Amazfit Active 3 Premium hingegen ist für alle Hersteller – man kann es gar nicht anders formulieren – eine Provokation. Für knapp 170 Euro bekommt man hier Offline-Karten mit Routing, Saphirglas, einen Zepp Coach, Laktatschwellentest und eine überraschend solide Pulsmessung. Zugegeben: In Sachen Trainingsanalyse, App-Übersichtlichkeit und dem gesamten Ökosystem kommt sie nicht ganz an Garmin heran. Aber der Preisunterschied von fast 300 Euro spricht für sich.
Meine klare Empfehlung:
- Wenn Dir EKG, professionelle Trainingsanalyse und ein ausgereiftes Ökosystem wichtig sind, dann ist die Garmin Venu 4 die richtige Wahl für dich.
- Wenn Du für Dein Geld möglichst viel Leistung willst und Offline-Navigation ein Thema ist, dann führt kein Weg an der Amazfit Active 3 Premium vorbei. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlicht beeindruckend.
- IHR STYLE: Elegante 41/45mm Fitness-Smartwatch mit AMOLED Display, änderbaren Displayfarben, hochwertigem Edelstahl-Gehäuse sowie 18/22 mm…
- IHR COACH: Der virtuelle Garmin Coach gibt Ihnen tägliche Trainingsempfehlungen – auf Basis Ihrer Aktivitäts-, Erholungs- und Schlafdaten. Dazu…
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FAQ – Häufige Fragen
Für Hobbyläufer und Ausdauersportler, die keine professionelle Trainingsanalyse auf Forerunner-Niveau benötigen, ist die Active 3 Premium eine ernstzunehmende Alternative. Sie bietet Offline-Navigation, solide Pulsmessung und umfangreiche Sportfunktionen. Wer das volle Garmin-Ökosystem, das EKG oder Musikstreaming benötigt, kommt um die Venu 4 nicht herum.
Beide Uhren sind für den Wassersport geeignet. Die Garmin Venu 4 hat eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM, was Schwimmen im Frei- und Hallenbad erlaubt. Die Amazfit Active 3 Premium ist ebenfalls mit 5 ATM wasserdicht und für Schwimmeinheiten geeignet. Tauchen ist mit keiner der beiden Uhren empfohlen.
Ja, die Active 3 Premium bietet vollwertige Offline-Navigation mit Straßenkarten, topografischen Karten und Skikarten – alles kostenlos vom Hersteller. Die Karten sind farblich gut strukturiert, zeigen Straßennamen und Points of Interest und liefern Abbiegehinweise während der Navigation. Besonders beeindruckend ist die Routing-Funktion, mit der Du Routen und Rundkurse direkt an der Uhr berechnen kannst.
Ja. Die Garmin Venu 4 hat einen integrierten Musikplayer für lokal gespeicherte Dateien und unterstützt zudem Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer und YouTube Music. Du kannst Playlists direkt auf die Uhr laden und ohne Smartphone abspielen – Bluetooth-Kopfhörer oder -Ohrstöpsel vorausgesetzt. Die Active 3 Premium unterstützt nur lokal gespeicherte Musikdateien, kein Musikstreaming.
Für anspruchsvolles Gelände wie dichte Wälder, enge Gassen oder Stadtcanyons hat die Garmin Venu 4 mit ihrem Dual-Band-GNSS klare Vorteile. Die Amazfit Active 3 Premium setzt auf Single-Band-GNSS, das unter normalen Bedingungen sehr gute Ergebnisse liefert, in schwierigem Terrain aber etwas eher von der Ideallinie abweicht. Für normale Trainingsläufe und Outdooraktivitäten reicht die Genauigkeit der Active 3 aber absolut aus.
Letzte Aktualisierung am 19.04.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


