Apple hat gestern, am 9. September 2026, gemeinsam mit der Series 12 auch die neue Apple Watch Ultra 4 vorgestellt. Der Verkaufsstart erfolgt am 18. September 2026, der Einstiegspreis bleibt bei 899 Euro und damit exakt auf dem Niveau der Ultra 3.
Während bei der Series 12 die Sensorik im Mittelpunkt steht, dreht sich bei der Ultra 4 fast alles um ein einziges Thema, die Akkulaufzeit. Ob das für dich als Grund reicht, aufzurüsten oder überhaupt erstmals in die Ultra-Reihe einzusteigen, will ich dir in diesem Artikel so ehrlich wie möglich beantworten.
Disclaimer: Vorweg noch ein wichtiger Hinweis. Ich hatte die Ultra 4 noch nicht selbst am Handgelenk. Alles, was du hier liest, beruht auf den offiziellen Datenblättern, detaillierter Fachrecherche und meiner langjährigen Erfahrung im Testen und Bewerten von Smartwatches, Sportuhren und Wearables. Wie gut die neuen Funktionen und vor allem die versprochene Akkulaufzeit in der Praxis tatsächlich halten, kann ich erst nach meinem eigenen Test beurteilen.
Welche Modelle, Farben und Preise gibt es?
Am Gehäuse selbst ändert sich nichts. Die Ultra 4 kommt weiterhin ausschließlich in 49 mm, mit einem Titangehäuse der Klasse 5, wahlweise in Natur oder Schwarz. Eine dritte Farbe oder gar ein kleineres Gehäuse für schmalere Handgelenke gibt es nach wie vor nicht.
| Material | Farben | Frontglas | Preis ab |
|---|---|---|---|
| Titan | Natur, Schwarz | Saphirglas | 899 Euro |
Bei den Armbändern hat sich mehr getan als am Gehäuse. Neu sind unter anderem Alpine Loop und Trail Loop in Burgunder, Dunkeloliv und Wüstensand, dazu Ocean Armbänder in neuen Halbtransparenten Farbtönen. Deine bisherigen 49-mm-Armbänder von der Ultra 3 passen selbstverständlich weiterhin.
Beim Gewicht gibt es einen kleinen, in der Praxis kaum spürbaren Unterschied. Die Ultra 4 wiegt in Natur 63,0 Gramm und in Schwarz 63,1 Gramm, jeweils rund 1,3 bis 1,4 Gramm mehr als die Ultra 3. Das liegt im Bereich dessen, was du am Handgelenk realistisch nicht mehr bemerkst.
Was ist neu an der Ultra 4 im Vergleich zur Ultra 3?
Hier zunächst der Überblick über die wichtigsten Veränderungen, danach gehe ich auf die relevantesten Punkte im Detail ein.
| Bereich | Ultra 3 | Ultra 4 | Was das für dich bedeutet |
|---|---|---|---|
| Chip | S10 SiP | S11 SiP | Grundlage für Apple Intelligence und neue Health-Features |
| Akku, normale Nutzung | bis 42 Std. | bis 50 Std. (+19 %) | Spürbar mehr Puffer im Alltag |
| Akku, Stromsparmodus | bis 72 Std. | bis 84 Std. | Längere Reserve auf Mehrtagestouren |
| Akku, Outdoor-Training | bis 14 Std. | bis 18 Std. (+29 %) | Erstmals ein voller Ironman ohne Stromsparmodus |
| Verlängertes Training | nicht vorhanden | bis 25 Std. (Extended) | Neuer Modus für sehr lange Einheiten |
| Maximal verlängertes Training | nicht vorhanden | bis 45 Std. (Max Extended) | Reicht für einen 100-Meilen-Ultramarathon |
| Ladezeit (15 Minuten) | bis 12 Std. Nutzung | bis 18 Std. Nutzung | Deutlich schnelleres Zwischenladen |
| Ladezeit (5 Minuten, Schlaf) | bis 8 Std. Schlaferfassung | bis 10 Std. Schlaferfassung | |
| Tagesform-App | nicht vorhanden | vorhanden | Native Erholungsmetrik ohne Drittanbieter-App |
| Herzfrequenz im Hintergrund | periodisch | alle 5 Sekunden, 60x häufiger | Deutlich dichtere Datengrundlage über den Tag |
| HRV-Messung (Recovery HRV) | nur nachts | tagsüber und nachts, 24x häufiger | Bessere Grundlage für Trainingssteuerung |
| GNSS-Systeme | GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou | GPS, Galileo, QZSS, BeiDou | GLONASS fällt laut Datenblatt weg, Dual-Frequenz bleibt |
| Gewicht | 61,6 g / 61,8 g | 63,0 g / 63,1 g | Kaum spürbarer Unterschied |
| Einstiegspreis | 899 Euro | 899 Euro | Kein Aufpreis gegenüber dem Vorgänger |
Case-Größe (49 x 44 x 12 mm), Display (LTPO3-OLED, 1.245 mm² Fläche, bis zu 3.000 Nits, flaches Saphirglas), Gehäusematerial (Titan der Klasse 5, zu 100 Prozent recycelt), Wasserdichtigkeit (100 m nach ISO 22810, Sporttauchen bis 40 m), Speicher (64 GB) und Konnektivität (WLAN 4, Bluetooth 5.3, UWB der zweiten Generation, kein ANT+) bleiben gegenüber der Ultra 3 unverändert.
Die Akkulaufzeit ist der eigentliche Star dieses Updates
Wenn du dir nur eine Zahl aus diesem Artikel merkst, dann diese. Bei normaler Alltagsnutzung springt die Laufzeit von 42 auf 50 Stunden, ein Plus von fast 20 Prozent. Noch deutlicher fällt der Sprung beim Training aus. Statt bisher 14 Stunden hält die Ultra 4 jetzt bis zu 18 Stunden durch, und damit erstmals lange genug, um einen kompletten Ironman zu tracken, ohne dass du während des Rennens in den Stromsparmodus wechseln musst. Der Ironman-Grenzwert von 17 Stunden liegt jetzt innerhalb der normalen Trainingslaufzeit.
Für alles, was darüber hinausgeht, gibt es zwei neue Modi. Der Extended Workout Modus aktiviert automatisch den Stromsparmodus während des Trainings und bringt dich auf bis zu 25 Stunden, allerdings ohne Laufform-Metriken. Der Max Extended Workout Modus geht noch weiter, deaktiviert zusätzlich Mitteilungen und Zwischenzeiten und schafft damit bis zu 45 Stunden, genug für einen 100-Meilen-Ultramarathon.
Auch beim Laden hat sich einiges getan. Eine 15-minütige Ladung bringt dir jetzt 18 statt vorher 12 Stunden Nutzung, und 5 Minuten am Ladegerät reichen für 10 statt 8 Stunden Schlaferfassung.
Für Triathleten und Ultra-Ausdauersportler ist das aus meiner Sicht der einzige wirklich zwingende Hardware-Grund für ein Upgrade. Wer allerdings von den ganz langen Distanzen gewohnt ist, wie sie Garmin oder Coros mit ihren dedizierten Ultra-Ausdaueruhren anbieten, wird trotz des Fortschritts feststellen, dass Apple hier immer noch deutlich kürzere Laufzeiten liefert. Die Ultra 4 holt auf, spielt aber weiterhin in einer anderen Liga als reinrassige Mehrtage-Uhren.
Das neue Health Sensing System und die Tagesform-App
Auch bei der Ultra 4 bündelt Apple die Sensorik unter dem Namen Health Sensing System. Die Herzfrequenz wird im Hintergrund jetzt alle 5 Sekunden erfasst, laut Apple 60-mal häufiger als bei der Ultra 3. Bei der Herzfrequenzvariabilität kommt eine neue Recovery-HRV hinzu, die tagsüber und nachts misst, ebenfalls deutlich häufiger als bisher, wo es nur eine einzelne nächtliche Messung gab.
Auf dieser Datenbasis baut die neue Tagesform-App auf, bei Apple Readiness genannt. Sie verrechnet Aktivität, Trainingsbelastung, Vitalwerte und deinen Schlafindex zu einem täglichen Wert und ergänzt eine konkrete Handlungsempfehlung. Die App ist getrennt von der bereits bestehenden Vitalzeichen-App und steht nur auf Geräten mit dem S11-Chip zur Verfügung, also auf Series 12 und Ultra 4.
Damit deckt Apple ab, wofür du bisher eine Drittanbieter-App gebraucht hättest, ganz ähnlich wie es Garmin mit der Body Battery oder Amazfit mit dem BioCharge schon länger anbieten. Für Ultra-Nutzer, die ihre Erholung bewusst in die Trainingsplanung einbeziehen, ist das ein sinnvoller nativer Zusatz.
Wichtig für dich, falls du eine ältere Ultra 1 oder Ultra 2 besitzt und mit dem Gedanken spielst, nur wegen der Software-Features umzusteigen. Die Tagesform-App läuft ausschließlich auf Geräten mit S11-Chip, ältere Ultra-Modelle bekommen sie nicht nachgereicht.
GPS bleibt Dual-Frequenz, nur GLONASS verschwindet aus dem Datenblatt
Anders als bei der Series 12, wo ich in meinem Artikel dazu einen echten Rückschritt von Dual-Frequenz auf Single-Frequenz-GPS beschrieben habe, gibt es bei der Ultra 4 keine vergleichbare Verschlechterung. Das präzise Dual-Frequenz-GPS mit Empfang auf L1 und L5 bleibt vollständig erhalten.
Eine Änderung gibt es trotzdem, wenn auch eine deutlich kleinere. In den Datenblättern taucht GLONASS als unterstütztes Satellitensystem nicht mehr auf, übrig bleiben GPS, Galileo, QZSS und BeiDou. Ob es sich dabei um eine echte Hardware-Änderung oder nur um eine Anpassung der Spezifikation handelt, hat Apple bisher nicht kommuniziert. Auch bei anderen aktuellen Top-Modellen sieht man derzeit ähnliche Schritte, bei denen einzelne, weniger präzise Satellitensysteme aus Genauigkeitsgründen bewusst aus der Kombination genommen werden. Die praktische Auswirkung dürfte in den allermeisten Umgebungen kaum spürbar sein.
Meines Erachtens ist das ein Detail, das man im Auge behalten, aber nicht überbewerten sollte. Für dich als Läufer oder Radfahrer bleibt die entscheidende Eigenschaft, nämlich die Dual-Frequenz-Technik zur Reduktion von Multipathing in Städten und unter dichtem Blätterdach, vollständig erhalten.
Der S11-Chip und Apple Intelligence, für Österreich und Deutschland vorerst nur Theorie
Der neue S11-Chip bringt neben den bereits erwähnten Health-Features auch Apple Intelligence mit. Dazu zählen ein konversationsfähiges Siri AI sowie mehrere Audio-Intelligence-Funktionen wie Sound Recognition zur Erkennung von Alarmen oder Sirenen, Live Rewind für die letzten 15 Sekunden eines Gesprächs als Text und Siri Recap zur automatischen Zusammenfassung von Unterhaltungen.
Für dich als Nutzer in Österreich oder Deutschland ist das aktuell vor allem eine theoretische Diskussion. Siri AI läuft zunächst nur auf Englisch und ist zum Marktstart nicht in der EU verfügbar. Kauf die Uhr also bitte nicht wegen dieser Funktionen, wenn du in der EU lebst.
Ein Punkt, der in der öffentlichen Berichterstattung bisher kaum Beachtung findet, aber für deine Kaufentscheidung wichtig sein kann. Für die Tagesform-App am gekoppelten iPhone brauchst du mindestens ein iPhone 15 Pro. Wer noch ein älteres iPhone nutzt, sollte das vor dem Kauf der Ultra 4 unbedingt prüfen, sonst bleibt eines der zentralen neuen Features ungenutzt.
Weitere kleinere Neuerungen
Ein paar zusätzliche Anpassungen runden das Update ab, ohne für sich allein kaufentscheidend zu sein. Neben der bestehenden Doppeltipp-Geste gibt es jetzt zusätzlich eine einfache Tipp-Geste zur schnelleren Bedienung. Das Zyklusprotokoll unterstützt jetzt auch Perimenopause und Menopause. Und mit der neuen Check-In-Funktion kannst du vertrauten Personen automatisch mitteilen, wenn du sicher an deinem Ziel angekommen bist.
Vorteile und Nachteile der Apple Watch Ultra 4 im Überblick
Das spricht für die Ultra 4
- Deutlich längere Akkulaufzeit im Alltag, plus 19 Prozent
- Deutlich längere Akkulaufzeit beim Training, plus 29 Prozent
- Erstmals ein kompletter Ironman ohne Stromsparmodus möglich
- Neue Extended- und Max-Extended-Workout-Modi für Ultramarathons
- Deutlich schnelleres Laden bei kurzen Ladezyklen
- Dual-Frequenz-GPS bleibt vollständig erhalten, kein Rückschritt wie bei der Series 12
- Native Tagesform-App und deutlich häufigere Hintergrundmessung von Herzfrequenz und HRV
- Unveränderter Einstiegspreis von 899 Euro
Das spricht gegen die Ultra 4
- Gleiches Gehäuse, gleiches Design, keine optische Neuerung
- Apple Intelligence und Audio Intelligence zum Start ohne konkreten Termin für die EU
- Tagesform-App am iPhone erfordert mindestens ein iPhone 15 Pro
- GLONASS verschwindet aus dem Datenblatt, die Hintergründe dazu kommuniziert Apple nicht
- Genauigkeit des neuen Sensorsystems bislang nur durch Apples eigene, nicht unabhängige Studie belegt
- Trotz des Fortschritts bleibt die Akkulaufzeit weit hinter spezialisierten Mehrtage-Ausdaueruhren anderer Hersteller zurück
Für wen lohnt sich die Ultra 4? Kaufempfehlung nach Zielgruppe
| Zielgruppe | Einschätzung |
|---|---|
| Ultra-3-Besitzer ohne lange Wettkämpfe | Meist nicht notwendig, der Alltagsnutzen ist überschaubar |
| Triathleten und Ultra-Ausdauersportler mit Ultra 3 | Klar sinnvoll, die Akkulaufzeit ist der entscheidende Fortschritt |
| Besitzer einer Ultra 1 oder Ultra 2 | Deutlich sinnvoller Umstieg, mehrere Generationen Fortschritt auf einmal |
| Neueinsteiger ohne bisherige Apple Watch Ultra | Klare Empfehlung, zum unveränderten Preis gibt es keinen Grund mehr, zur Ultra 3 zu greifen |
| Nutzer mit iPhone älter als 15 Pro | Vorsicht, die Tagesform-App bleibt dir sonst verwehrt |
| Nutzer in Österreich und Deutschland wegen KI-Funktionen | Nicht kaufen, Apple Intelligence ist für die EU zum Start faktisch nicht relevant |
Meine erste Einschätzung
Echte Weiterentwicklung oder nur Modellpflege?
Meine ehrliche Antwort, bei der Ultra 4 ist es näher an Modellpflege als bei der Series 12, aber mit einem wirklich substanziellen Kern. Am Gehäuse, am Display und an der Grundausstattung ändert sich nichts. Wer ein neues Design erwartet hat, wird enttäuscht. Der Fortschritt bei der Akkulaufzeit ist aber kein kosmetisches Detail, sondern verändert tatsächlich, wofür du die Uhr im Wettkampf einsetzen kannst.
Was Apple richtig gut gemacht hat
Zuerst die Themen, die gut gelungen ist. Der Sprung bei der Akkulaufzeit, insbesondere beim Training, ist der überzeugendste Fortschritt dieser Generation. Dass ein Ironman jetzt ohne Kompromisse beim Funktionsumfang durchgehalten wird, ist für die Zielgruppe der Ultra ein echter praktischer Gewinn und kein reiner Marketingwert.
Auch dass Apple das Dual-Frequenz-GPS unangetastet gelassen hat, während bei der Series 12 im selben Launch ein Rückschritt passiert ist, rechne ich der Ultra-Reihe positiv an. Und dass der Einstiegspreis trotz all dieser Verbesserungen stabil bei 899 Euro bleibt, ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit.
Wo ich kritisch bin
Und jetzt zu den Punkten, bei denen ich wirklich skeptisch bin. Die Tagesform-App wird als eines der großen neuen Features beworben, setzt am iPhone aber mindestens ein 15 Pro voraus. Das wird in der öffentlichen Kommunikation aus meiner Sicht zu wenig deutlich gemacht, und ich könnte mir vorstellen, dass sich der eine oder andere Käufer davon überrascht zeigt.
Seriöserweise muss ich auch das Verschwinden von GLONASS ansprechen. Praktisch halte ich die Auswirkung für gering, aber dass Apple eine Änderung an der Satellitenunterstützung vornimmt, ohne sie zu erklären, hätte ich mir transparenter gewünscht.
Genau wie bei der Series 12 gilt außerdem, dass Apples Genauigkeitsversprechen beim neuen Sensorsystem bislang ausschließlich auf einer eigenen, nicht unabhängig überprüften Studie beruht. Bevor ich das nicht selbst gegen meine Referenzgeräte getestet habe, würde ich diese Zahlen mit Vorsicht genießen.
Lohnt sich das Upgrade von der Ultra 3?
Für die meisten von euch lautet meine Antwort, das kommt stark darauf an, wofür du die Uhr nutzt. Bestreitest du regelmäßig Triathlons, Ultramarathons oder andere sehr lange Events, ist der Akku-Fortschritt ein handfester Grund zum Wechseln. Nutzt du deine Ultra 3 eher für Trainingseinheiten im ein- bis zweistelligen Stundenbereich, wirst du vom neuen Modell im Alltag wenig spüren. Dann würde ich eher abwarten, bis erste unabhängige Praxistests zur Sensorgenauigkeit und zur tatsächlichen Akkulaufzeit vorliegen.
Und wenn du eine ältere Ultra hast oder neu einsteigen willst?
Hier sieht die Situation schon anders aus. Kommst du von der Ultra 1 oder Ultra 2, bekommst du mit der Ultra 4 mehrere Generationen an Chip- und Akkufortschritt auf einmal, ohne einen höheren Preis als beim direkten Vorgänger zu zahlen. Steigst du zum ersten Mal in die Ultra-Welt ein, gibt es beim gleichen Einstiegspreis von 899 Euro ohnehin keinen vernünftigen Grund mehr, zur Ultra 3 zu greifen, außer du bekommst sie mit einem wirklich deutlichen Rabatt.
Meine klare Empfehlung
Alles in allem ist die Apple Watch Ultra 4 dort, wo es zählt, nämlich bei der Akkulaufzeit, ein handfester Fortschritt und keine bloße Modellpflege. Für Triathleten und Ultra-Ausdauersportler mit Ultra 3 ist der Umstieg naheliegend. Für alle anderen Ultra-3-Besitzer würde ich abwarten, vor allem bis die tatsächliche Sensorgenauigkeit unabhängig bestätigt ist. Für Neueinsteiger und Besitzer älterer Ultra-Modelle ist die Entscheidung dagegen deutlich klarer, hier überwiegen die Vorteile.
Häufig gestellte Fragen zur Apple Watch Ultra 4
Wann ist die Apple Watch Ultra 4 erhältlich und was kostet sie? Apple hat die Ultra 4 am 9. September 2026 vorgestellt, der Verkaufsstart ist am 18. September 2026. Sie startet bei 899 Euro und damit auf dem gleichen Niveau wie die Ultra 3.
Was ist der größte Unterschied zwischen Ultra 3 und Ultra 4? Der wichtigste Unterschied ist die Akkulaufzeit. Bei normaler Nutzung steigt sie von 42 auf 50 Stunden, beim Training von 14 auf 18 Stunden. Dazu kommen zwei neue Modi für besonders lange Einheiten sowie eine neue Tagesform-App auf Basis des S11-Chips.
Kann die Ultra 4 einen kompletten Ironman ohne Stromsparmodus tracken? Ja. Mit bis zu 18 Stunden Trainingsakku liegt die Ultra 4 über dem Ironman-Grenzwert von 17 Stunden. Bei der Ultra 3 war dafür mit 14 Stunden noch der Stromsparmodus nötig.
Hat die Apple Watch Ultra 4 ein schlechteres GPS als die Ultra 3? Nein, anders als bei der Series 12 bleibt das Dual-Frequenz-GPS mit L1 und L5 vollständig erhalten. Einzig GLONASS taucht im Datenblatt nicht mehr als unterstütztes Satellitensystem auf, die anderen Systeme wie GPS, Galileo, QZSS und BeiDou bleiben bestehen.
Was ist die neue Tagesform-App? Die Tagesform-App, bei Apple Readiness genannt, berechnet auf Basis von Aktivität, Trainingsbelastung, Vitalwerten und Schlafindex einen täglichen Wert mit Handlungsempfehlung. Sie läuft nur auf Geräten mit S11-Chip und erfordert am gekoppelten iPhone mindestens ein iPhone 15 Pro.
Funktionieren Siri AI und Audio Intelligence in Österreich und Deutschland? Zum Marktstart nicht. Siri AI läuft zunächst nur auf Englisch und ist in der EU nicht verfügbar.
Lohnt sich der Umstieg von der Ultra 3 auf die Ultra 4? Für Triathleten und Ultra-Ausdauersportler ja, wegen der deutlich längeren Trainingsakkulaufzeit. Für Nutzer mit kürzeren Trainingseinheiten ist der praktische Unterschied im Alltag gering, hier lohnt sich eher ein Abwarten auf unabhängige Praxistests.
Lohnt sich der Einstieg über die günstigere Ultra 3? Kaum, da beide Modelle zum gleichen Preis von 899 Euro starten. Ein Einstieg über die Ultra 3 lohnt sich nur bei einem spürbaren Preisnachlass.
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