Polar M430 Test – Tolle Sportuhr als würdiger Nachfolger

Polar M430 Test

Mit der Polar M430 bekam die M400, als die vielleicht beliebteste Sportuhr der letzten Jahre endlich einen modernen Nachfolger. Ich habe das neue Modell auf Herz und Nieren getestet.

Polar M430 - Factsheet

196,00 inkl. MwSt.


Vorteile
  • verbesserte Pulsmessung
  • präzises GPS
  • umfangreiche Trainingsprogramme

Nachteile
  • Tasten erfordern stärkeren Druck
  • Smart Notifications optimierbar
  • .

Datenübersicht

  • Gewicht 51 Gramm
  • Gehäusedicke 12 mm
  • Displayauflösung 128 x 128 Pixel
  • Wasserdicht zum Schwimmen geeignet
  • Flash Speicher mit 8 MB
  • Akkulaufzeit bis 8 Stunden ( Training mit aktivierten GPS)
  • Bluetooth Smart
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Alarm
  • Vibrationsalarm
  • optischer Herzfrequenzsensor
  • GPS
  • Beschleunigungssensor
  • Gyroskop
  • kompatibel mit Polar Flox
  • individuelle Displayanzeigen
  • integrierte Herzfrequenzsensor
  • GPS ( Strecke, Distanz, Höhe, Geschwindigkeit, Pace)
  • Aktivitätstracking ( Schritte, Distanz, Kalorien, Schlaf)
  • Sportprofile
  • Trainingsprogramme
  • Smart Coaching
  • Smart Notification


Design und Display

Die M400 wurden von Vielen schon als die perfekte GPS-Laufuhr bezeichnet. Daher hat sich Polar auf keine großen Experimente eingelassen und viele beliebte Elemente und Features des Vorgängers auf die neue M430 übernommen.

Das lässt sich bereits beim Design erkennen. Die Polar M430 ist ein wenig runder gestaltet und macht einen etwas moderneren Eindruck, doch insgesamt ist sie fast ident mit dem Vorgänger. Das neue Modell gibt es in den Farben weiß, grau und orange.

Die Sportuhr ist mit 51 Gramm sicher kein Leichtgewicht, doch schon nach einer kurzen Eingewöhnung spürte ich das Gerät an meinem Handgelenk nicht mehr. Dafür sorgte natürlich auch das weiche Silikonarmband, das mit dem klassischen Verschluss der Uhr einen guten Halt gibt.

Immer wieder befürchten Interessenten, daß die Uhr besonders für Damen zu klobig sein könnte. Nachstehende Bilder zeigen die Eignung der Polar M430 auch für weibliche Handgelenke

Auch im Alltag sollten die Abmessungen der Uhr keine Probleme bereiten, da das Gerät unauffällig unter Jacken- oder Pulloverärmel versteckt werden kann.

Das Display habe ich bei fast allen Lichtverhältnissen getestet – von strahlenden Sonnenschein bis hin zum halbdunklen Zimmer – und war über die gute Ablesbarkeit angenehm überrascht. Zugegeben, bei direktem Lichteinfall spiegelte das Display ein wenig und in schlecht beleuchteten Räumen musste ich manchmal die Hintergrundbeleuchtung ( rechte obere Taste) dazuschalten, doch das störte überhaupt nicht.

Eine kleine Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist die Möglichkeit aus fünf verschiedenen Startbildschirmen auszuwählen, wobei mir der Display mit der runden Anzeige zum Aktivitätsfortschritt am Besten gefiel.

Bedienung und Akku

Polar verzichtete entgegen dem allgemeinen Trend beim Display auf einen Touchscreen, wodurch sich das Gerät ausschließlich aber sehr bequem über die vier seitlich angebrachten Tasten bedienen lässt.

Mit der mittleren rechten Taste wählt man diverse Funktionen aus oder bestätigt sämtliche Eingaben. Der rechte obere und untere Button dient dazu sich durch die unterschiedlichen Menüs zu bewegen und durch das Drücken der linken Taste kehrt man jeweils um eine Menüebene wieder zurück.

Ein weiteres starkes Stück ist der Akku der Polar M430. Bei normalem Aktivitätstracking auch mit permanenter Herzfrequenzmessung (dazu später mehr) konnte ich die Sportuhr locker mindestens zwei Tage ohne Nachladen nutzen. Trainingseinheiten mit HF-Messung und GPS zehren zwar merklich am Ladestand, doch auch hier sind laut Hersteller bis zu 8 Stunden Laufzeit drin.

Solltest Du die M430 bei längeren Aktivitäten ( 6 Stunden oder mehr )  wie Wanderungen oder Radtouren verwenden, empfehle ich Dir, den Energiesparmodus beim GPS zu verwenden. Dann wird der Standort zwar nur noch alle 30 oder 60 Sekunden ermittelt und die Messung etwas ungenauer, dafür hält der Akku aber bis zu 30 Stunden durch.

Pulsmessung – ab sofort auch permanent möglich

Im Vergleich zum Vorgänger kommt bei der Polar M430 die integrierte optische Pulsmessung zum Einsatz, was sicher die wichtigste Neuerung am Modell ist. Dem nicht genug spendierte Polar mit dem letzten Update auch noch eine kontinuierliche (24/7) Pulsmessung.

Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert, kann aber über „Einstellungen“ direkt an der Uhr jederzeit eingeschaltet werden.

Üblicherweise wird bei einer solchen Funktion der Puls im Abstand von mehreren Minuten gemessen ( genauere Angaben werden von Polar nicht  gemacht). Wird dabei eine erhöhte Herzfrequenz festgestellt, steigt auch die Messrate, wodurch der Puls in kürzeren Intervallen aufgezeichnet wird. Das Gleiche passiert, wenn über den Beschleunigungssensor intensive Aktivitäten festgestellt werden.

Mit der 24/7 Pulsmessung sollen die Aktivitäten eines Tages noch präziser erfasst und der Kalorienverbrauch genauer berechnet werden.

Wie auch schon bei der Polar M600 kommt auch bei der M430 der mit 6 LED´s ausgestattete Pulssensor zum Einsatz. Laut dem Hersteller soll damit nicht nur eine deutlich genauere Pulsmessung, sondern auch eine Messung der Herzfrequenzvariabilität möglich sein.

Selbstverständlich ist wie bei allen Polarmodellen möglich auch die M430 mit einem Brustgurt zu verbinden.

Ich selbst habe die optische Pulsmessung und die Herzfrequenzmessung mittels Brustgurt bei der Polar 430 bei mehreren Gelegenheiten getestet

Pulsmessung beim Laufen

Hier bin ich die selbe Strecke bei fast gleichen äußeren Bedingungen einmal mit der optischen Pulsmessung und einmal mit Brustgurt ( Berry King ) abgelaufen

Polar M430 - Laufen mit optischer Pulsmessung

Laufen mit optischer Pulsmessung

Polar M430 - Laufen HF-Messung mit Brustgurt

Laufen Herzfrequenzmessung mit Brustgurt

Wie Du hier erkennen kannst, sind sich beide Diagramme sehr ähnlich. Aussagekräftige Werte wie durchschnittliche oder maximale Herzfrequenz und auch der Kalorienverbrauch sind bei beiden Messmethoden praktisch ident

Pulsmessung beim Krafttraining

Auch dabei absolvierte ich zwei völlig idente Trainingseinheiten mit der gleichen Abfolge an verschiedenen Übungen. Wie erwartet lieferte die optische Pulsmessung dabei weniger gute Ergebnisse.

Polar M430 - Krafttraining mit optischer Pulsmessung

Krafttraining mit optischer Pulsmessung

Polar M430 Krafttraining HF-Messung mit Brustgurt

Krafttraining Herzfrequenzmessung mit Brustgurt

Da die optische Pulsmessung etwas träger ist als die Messung mittels Brustgurt sind die Messergebnisse bei Aktivitäten mit kurzen intensiven Bewegungsabläufen immer ungenau. Auch die Stellung des Handgelenks zum Beispiel bei Liegestütze oder beim Stemmen von Hanteln beeinflusst die Messung negativ.

Solltest Du also die Polar M430 oder irgendeine andere Sportuhr beim Krafttraining verwenden wollen, dann immer nur in Verwendung mit einem Brustgurt.

Pulsmessung beim Schwimmen

Wie alle Polarmodelle ist auch die M430 100% wasserdicht und kann daher problemlos bei Schwimmen getragen werden. Ein Trainingseinheit im Wasser wird einerseits als Aktivität über den Beschleunigungsmesser aufgezeichnet, andererseits aber auch über die integrierte Pulsmessung protokolliert. Polar weist darauf hin, daß die Herzfrequenzmessung im Wasser nicht optimal funktioniert.

Ich selbst habe die Polar M430 beim Schwimmen getestet und war mit der Pulsmessung sehr zufrieden. Die Messung funktionierte permanent und auch die gelieferten Ergebnisse waren absolut plausibel. Leider kann ich Dir aufgrund einen Missgeschicks dazu kein entsprechende Diagramm anbieten.

GPS und Aktivitätstracking

Wie schon beim Vorgängermodell ist auch bei der Polar M430 das GPS ganz hervorragend. Erwähnenswert ist die Integration der A-GPS Technologie, wodurch das Signal deutlich schneller gefunden wird. Zusätzlich kann auch ein Energiesparmodus aktiviert werden. Dabei wird der aktuelle Standort nur noch in einem Intervall von 30 oder 60 Sekunden ermittelt, was sich zwar ein wenig auf die Qualität der Messergebnisse auswirkt, gleichzeitig aber die Akkulaufzeit deutlich verlängert.

Sobald Du eines der Sporprofile „Laufen“, „Radfahren“ oder „sonstige Outdoorsportarten“ aufrufst wird das GPS automatisch aktiviert.

Obwohl meine Trainingsläufe immer im innerstädtischen Bereich in einer engen Gasse beginnen und mich dann über eine Parkanlage in ein Waldgebiet führen, wurde das GPS-Signal innerhalb von 30 Sekunden gefunden und blieb während der gesamten Verwendung stabil. Strecken und Höhendaten werden präzise erfasst und waren im Vergleich zur Suunto Spartan sogar noch genauer.

In Sachen Aktivitätstracking erfüllt die Polar M430 alle marktüblichen Standards. Es wird die Anzahl der Schritte und die dabei zurückgelegte Distanz ebenso protokolliert, wie die verbrauchten Kalorien und mit Sleep plus wurde eine verbesserte Schlafüberwachung integriert.

Hier eine graphisch sehr schön aufbereitete Tagesauswertung meiner Aktivitäten

Jedoch hat Polar den Algorithmus zur Kalorienberechnung und Bewertung einzelner Aktivitäten optimiert. Das führt dazu, daß Dein Kalorienverbrauch nun genauer berechnet und Deine Tagesaktivitäten präziser erfasst werden. Das gilt vor allem, wenn Du die schon oben erwähnte 24/7 Pulsmessung aktiviert hast.

Wenn Du Deine Aktivitätsziele leicht erreichst

Solltest du bereits ein anderes Polar Modell oder andere Sportuhren bzw. Fitness Tracker genutzt haben, wirst Du im Vergleich dazu bei der Polar M430 vielleicht bemerken, daß Du Deine Aktivitätsziele relativ leicht erreichst.

Das liegt am Zusammenspiel von optimierter Aktivitätsbewertung und permanenter Pulsmessung. In diesem Fall solltest Du unter Einstellungen

  • Dein Aktivitätsniveau erhöhen
  • Deine Benutzerdaten aktualisieren
  • Deine Ruhe-Herzfrequenz überprüfen

Mehr Information findest Du hier.

Gilt auch für die Polar A370


Sportprofile

Im Gegensatz zu Sportuhren anderer Hersteller beschränkt sich die Polar M430 auf insgesamt 4 Sportprofile – Laufen, Radfahren, sonstiger Outdoorsport, sonstiger Indoorsport. Das muss Dich aber jetzt nicht schrecken. Selbstverständlich ist die M430 für alle denkbaren Sportarten verwendbar.

Verwende zum Beispiel bei einer Wandertour das Sportprofil „sonstiger Outdoorsport“. Alle relevanten Daten inklusive Herzfrequenz und GPS werden automatisch aufgezeichnet. Danach kannst die Aktivität über die Polar App oder Polar Flow näher bezeichnen und einer bestimmten Sportart oder Aktivität zuordnen.

Smart Coaching – Dein persönlicher Trainer

Selbstverständlich findet sich auch auf der Polar M430 das so beliebte Smart Coaching.  Die Software umfasst eine Vielzahl an nützlichen und teils innovativen Features, die Dir dabei helfen, Dich permanent zu verbessern und Dein Training detailliert zu analysieren.


Smart Notification

Benachrichtigungen, sogenannte Smart Notifications gehören heutzutage zu einer modernen Sportuhr einfach dazu. Und die Polar M430 bietet dieses Feature natürlich auch an. Egal ob es um eingehende Anrufe, bevorstehende Termine oder Nachrichten via SMS, Whatsapp, Facebook oder Messenger geht, Du wirst mittels Vibration aufmerksam gemacht. Jedoch werden bei Nachrichten nur die ersten Worte und nie der ganze Text angezeigt.

Das ist schade, weil ich damit erst recht wieder das Smartphone zur Hand nehmen muss um die gesamte Nachricht lesen zu können. Damit ist meines Erachtens die Benachrichtigungsfunktion eher sinnlos.

Polar Flow und Polar App

Mit Polar Flow und der Polar App stellt der Hersteller zwei tolle Tools zur Verfügung, um Trainings- oder Aktivitätsdaten anzusehen und zu analysieren. Die Datensynchronisation funktioniert denkbar einfach

  • Polar App: Sportuhr per Bluetooth mit der App verbinden. Linke Taste der Uhr gedrückt halten – Synchronisation wird gestartet
  • Polar Flow: Einfach das mitgelieferte USB-Kabel an die Uhr und an das Notebook oder PC stecken – die Synchronisation startet automatisch.

Gleich nach dem Training hast Du die Möglichkeit die wichtigsten Daten direkt auf der Uhr einzusehen. Dazu rufst Du den Menüpunkt Tagebuch auf und wählst die gewünschte Trainingseinheit. Durch einfaches Blättern mit oberen oder unteren rechte Taste werden alle verfügbaren Daten angezeigt.

Bequemer und übersichtlicher ist es natürlich über die App oder dem herstellereigenen Webportal Polar Flow. . Hier kannst du Deine Trainingsstrecke ansehen, bekommst aufschlussreiche Diagramme zu Herzfrequenz und Tempo, und natürlich sind alle relevanten Daten zu Training und Aktivität jederzeit abrufbar.

Hier die Trainingsauswertung in der App ( die Daten aus der Polar Flow kennst Du bereits von oben – siehe Pulsmessung)


Fazit

Mit der Polar M430 wurde eine hervorragende Sportuhr entwickelt, die alle Vorteile und Stärken des Vorgängermodells übernommen hat. Dazu gekommen ist eine präzise und funktionierende optische Pulsmessung, die zumindest bei Ausdauersportarten und da sei explizit auch das Schwimmen erwähnt, sehr gute Ergebnisse liefert.

Die M430 ist sowohl im Alltag, beim Sport oder bei verschiedenen Outdooraktivitäten optimal einsetzbar und erledigt dabei unspektakulär und zuverlässig ihren Job. Und das ist es, was wir uns alle von einer wirklich guten Sportuhr erwarten :-). Von mir also ein ganz klares Daumen hoch und eine 100%ige Kaufempfehlung.

Polar M430
 

196,00 inkl. MwSt.

  • integrierte Pulsmessung
  • GPS
  • Aktivitätstracking
  • erweiterte Trainingsfunktionen
  • Smart Coaching


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.