Polar Ignite Test – Der Fitness Coach immer mit dabei

Polar Ignite, die Premium Fitness Uhr als Überraschung des Jahres. Völlig unerwartet stellt der finnische Hersteller vor Kurzem sein neuestes Modell vor und sorgte vor allem mit komplett neuen Features für großes Aufsehen.

Natürlich konnte ich mir die neue Ignite nicht entgehen lassen und habe die Sportuhr in den letzten 14 Tagen intensiv getestet und mir im Detail genau angesehen.

Allgemein wird die Ignite als die kleine Schwester der Polar Vantage M bezeichnet, wobei ich dem nicht ganz zustimme. Immerhin wurde das aktuelle Modell mit komplett neuen Funktionen ausgestattet, die man so bisher kannte. Zwar soll die Vantage-Serie diese Features über ein späteres Firmware-Update auch erhalten, doch momentan sind Ignite und Vantage für mich zwei völlig verschiedene Uhren

Vergleich Polar Ignite vs. Polar Vantage M

Polar Ignite - Wasserdichte GPS-Fitnessuhr mit optischer Pulsmessung am Handgelenk und Trainingsanleitungen - Unisex, S/M, Schwarz Polar Vantage M, Unisex Allround-Multisportuhr mit GPS
Modell Polar Ignite Polar Vantage M
Preis 199,95 EUR ab 214,00 EUR
Abmessungen 43x43x8,5 mm 46x46x12,5 mm
Gewicht 35 Gramm 45 Gramm
Display TFT-Farb-Touchscreen 240 x 240 Always On Farb Display 240 x 240
Farben schwarz, weiß, gelb schwarz, rot
wasserdicht
Akkulaufzeit Uhrenmodus bis zu 5 Tage/ Trainingsmodus bis zu 17 Stunden Uhrenmodus bis zu 5 Tage/ Trainingsmodus bis zu 30 Stunden
Funktionen auszugsweise – integrierte Pulsmessung
– integriertes GPS
– Aktivitätstracking
– Schlaftracking Sleep Plus Stages
– Nightly Recharge
– FitSpark
– Serene-geführte Atemübungen
– Fitness Test
– VO2max
– Cardio Load
– integrierte Pulsmessung
– integriertes GPS
– Aktivitätstracking
– Schlaftracking Sleep Plus
– Training Load
– Cardio Load
– Muscle Load
– Perceived Load
– VO2max
– Leistungszonen

Neben der unterschiedlichen funktionellen Ausstattung ist die Polar Ignite auch kleiner und deutlich leichter als die Vantage M, was einen höheren Tragekomfort bedeutet. Die geringeren Maße machten es aber aber notwendig einen kleineren Akku zu verbauen, der nicht ganz so lange durchhält wie das größere Schwesternmodell.

Polar Ignite – Unboxing

Wie üblich wird die auch die Ignite in der typischen rot weißen Schachtel geliefert, die neben der Uhr, das Ladekabel und die eine kurze Bedienungsanleitung beinhaltet. Eine ausführliche Dokumentation zum Gerät und dessen Funktionen findest Du hier.

Display und Bedienung

Erfreulicherweise ist das Display der Ignite deutlich heller als die Bildschirme der Vantageserie. So ist sowohl draußen bei Sonnenlicht wie auch in geschlossenen Räumen eine gute Ablesbarkeit gewährleistet. Auflösung und Farben sind klar und bieten keinen Anlass zur Kritik

Jedoch hat die Touchfunktion, also die Bedienung der Uhr mittels Wischen und Tippen, noch Luft nach oben. Der Display reagiert oft mit ein wenig Verzögerung auf verschiedene Gesten oder man muss mehrere Versuche starten um die gewünschte Funktion aufzurufen.

Auch wenn man die Uhr am Handgelenk zu sich dreht, dauert es ein paar Momente bis der Display aktiviert wird. Diese kleinen Verzögerungen sind zwar keine große Tragödie aber trotzdem irgendwie lästig. Hier hat Polar auf jeden Fall die Möglichkeit zur Optimierung.

Grundsätzlich wird die Uhr wie gesagt mit Wischen und Tippen bedient. Scrollt man ausgehend von Startbildschirm nach rechts, ruft man wie nachstehend auf den Bildern zu sehen, den Aktivitätsstatus, die aktuelle Herzfrequenz, das letzte Training, den Nightly Rechacharge Status und die FitSpark Trainingsanleitung auf.

Wischt man nach unten kann man die Uhr sperren oder aktiviert den DND- bzw. den Flugmodus. Mit der an der rechten Seite befindlichen Taste gelangt man zur Trainingsfunktion, zu Serene, den geführten Atemübungen und zu den grundlegenden Einstellungen. Hält man die Taste länger gedrückt, startet man damit die Synchronisation mit der App.

Insgesamt gefällt mir der Display aufgrund seiner Helligkeit und sehr guten Auflösung, wie auch das einfache Bedieunungskonzept der Ignite sehr gut.

Akkulaufzeit

Wie immer bei Fitness Trackern und Sportuhren ist auch bei der Polar Ignite die Akkulaufzeit ein wichtiges Thema. Der Hersteller stellt diesbezüglich 5 Tage Laufzeit im herkömmlichen Uhrenmodus ( mit permanenter HF-Messung) und 17 Stunden im Trainingsmodus in Aussicht. Erfahrungsgemäß bin ich hinsichtlich der Herstellerangaben immer etwas vorsichtig, weil diese sehr oft zu optimistisch ausfallen.

Im Testzeitraum von 14 Tagen trug ich das Gerät ununterbrochen und absolvierte in dieser Zeit fünf Stunden Lauftraining mit Herzfrequnenzmessung und GPS und nochmals sechs Stunden Krafttraining nur mit aktivierter Pulsmessung. Dazu kommt natürlich noch die nächtliche Schlafanalyse. Auf die Smart Notifications habe ich die meiste Zeit verzichtet.

Bei dieser Nutzung musste ich die Uhr durchschnittlich alle 4 Tage neu laden, was zwar kein überragender Wert ist, aber mit anderen Geräten in dieser Kategorie locker mithalten kann. Übrigens ist der Akku der Ignite innerhalb von rund 2 Stunden wieder vollständig aufgeladen.

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Wasserbeständigkeit

Natürlich ist die Polar Ignite wie alle Sportuhren der Finnen absolut wasserdicht und kann daher auch beim Schwimmen verwendet werden.

Apropos Schwimmen – Dabei liefert die Uhr alle relevanten Daten, wie automatische Erkennung des Schwimmstils, Schwimmzüge, Distanz, Tempo und SWOLF-Wert. Das gilt für das Schwimmen im Pool. Beim Open-Water Schwimmen werden Distanz und Schwimmzüge gemessen.

Polar Ignite – Aktivitätstracking

Üblicherweise beschränkt sich Polar bei den Aktivitätsfunktionen eher auf die Basics. Doch mit der Ignite stellte der finnische Hersteller einige völlig neue Funktionen vor, auf die ich hier näher eingehen möchte.

Selbstverständlich bietet das Modell die üblichen Standardfunktionen wie

– Schritte und Distanz
– Aktivitätsziel und Aktivitätszeit
– Inaktivitätsalarm
– Kalorienverbrauch

Genauso wie auf der Uhr direkt findest Du auch in der App Polar Flow eine detaillierte Übersicht zu Deinen Tagesaktivitäten

Neu dazu gekommen ist das umfassende Schlaftracking Sleep Plus Stages, Serene die geführten Atemübungen,die Erholungsmessung Nightly Rechacharge un die Trainingsanleitung FitSpark.

Hinweis

Die neuen Features Schlaftracking, Erholungsmessung und die Trainingsanleitung FitSpark bauen aufeinander auf und liefern nur dann aussagekräftige Werte, wenn Du die Polar Ignite wirklich 24/7 trägst und die Pulsmessung permanent aktiviert ist.

Schlaftracking Sleep Plus Stages

Im Wesentlichen wird dabei die Dauer und Qualtität Deines Schlafes und wie lange die einzelnen Schlafphasen waren, aufgezeichnet. Aus diesen Daten wird der sogenannte Schlafindex errechnet, aus dem Du ablesen kannst wie erholsam Deine Nachtruhe war.

Als Grundlage dient dafür die aus der Schlafwissenschaft stammende Polysomnographie, bei der Gehirn- und Muskelaktivität wie auch Augenbewegungen gemessen werden. Im Vergleich dazu zeichnete die Ignite über den integrierten Beschleunigungsmesser alle Bewegungen auf und mittels Pulsmessung werden Schlafintensität und unterschiedliche Schlafphasen identifiziert und protokolliert.

Nightly Rechcharge

Mit diesem Feature soll festgestellt werden, wie gut Du dich in der Nacht erholt hast. Dabei spielen zwei Komponenten, nämlich wie gut Du geschlafen hast ( siehe Schlaftracking ) und wie gut und schnell dein autonomes Nervensystem (ANS) zur Ruhe gekommen ist.

Dein autonomes Nervensystem steuert einerseits die schnelle Reaktion und Mobilisierung Deines Körpers (sympathisches Nervensystem) , anderseits auch alle Prozesse in Ruhe wie Rasten oder Verdauen (parasympathisches Nervensystem).

Der ANS-Status wird durch die Messung der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Atemfrequenz in den ersten vier Stunden ermittelt. Je niedriger Dein Status ist, umso schlechter hast Du Dich während Deiner Nachtruhe erholt. Seelischer und körperlicher Stress, Alkoholkonsum, Krankheit aber auch körperliche Überforderung beim Sport können sich negativ auf Deine Erholung auswirken.

Sowohl Dein Schlafstatus wie auch Dein ANS-Status werden mit den Werten der letzten 28 Tage verglichen.

Nightly Recharge Update 01.10.2019

Natürlich drängt sich die Frage auf, warum die Messung der Nightly Recharche nur in den ersten vier Stunden des Schlafes durchgeführt wird. In diesem Zusammenhang habe ich einige Recherchen angestellt, und auch wenn ich keine konkrete Antwort darauf gefunden habe, dann zumindest ein paar interessante Hinweise.

Um den Erholungsstatus und Stressbelastung mittels HRV-Analyse zu ermitteln, ist offenbar keine 24 Stunden-Messung notwendig. Wie aus diesem Artikel hervorgeht, reicht dazu auch eine 12 Stunden Messung während der Nachruhe.

Und laut dem Schlafforscher Professor Ingo Fietze sind die ersten vier Stunden des Schlafes am Wichtigsten, da in diesem Zeitraum die meisten Tiefschlafphasen stattfinden und wir uns dadurch am Besten erholen.

Ohne den Anspruch auf Richtigkeit erheben zu wollen, vermute ich daher, daß sich Polar mit der Nightly Recharge genau auf diesen Zeitraum beschränkt, um einerseits die aussagekräftigsten Daten zu sammeln, andererseits um auch den Akku ein wenig zu schonen. Ich kann mir vorstellen, daß eine permanente HRV-Messung während der gesamten Nachtruhe auch einiges an Energie verbraucht. Aber wie gesagt, daß ist nur eine Vermutung.

Was ich aber definitiv bestätigen kann, ist , daß die Nightly Recharge auf jeden Fall funktioniert. Egal ob ich zu wenig oder unruhig geschlafen habe, mich ein bisschen kränklich fühlte oder auch ein paar Bierchen mit Freunden am Vorabend trank – der ANS -Status und der Schlafindex waren deutlich vermindert.  Schlief ich jedoch ausreichend und gut, bzw. fühlte mich insgesamt sehr wohl, zeigten die Trends bei Nightly Recharge ebenfalls steil nach oben.

Damit möchte ich sagen, daß man hier nicht nur irgendwelche Messdaten geliefert bekommt, sondern auch Einsichten darüber erhält, wie sich ungesunde Lebensweise (Alkohol Nikotin usw), Stress oder auch zu intensives Training auf den Erholungsprozess des Körpers und damit auf das Wohlbefinden auswirkt. (Update Ende)

 

 

Prizipiell ist die Nightly Recharge von Polar nicht wirklich neu. Wir kennen ähnliche Funktionen von Garmin oder Suunto unter dem Namen Body Battery oder Ressources, die unter Führung von Firstbeat entwickelt wurden.

Jedoch hat Polar mit der Atemfrequenz neben der Herzfrequenz und der Herzfrequenzvariabilität noch einen dritten Wert mit ins Spiel gebracht. Ob das bessere Ergebnisse liefert, muss noch verglichen werden, ist aber in jedem Fall ein interessanter Ansatz.

Das wirklich Neue an der Erholungsmessung von Polar ist die Kooperation mit dem dritten neuen Feature FitSpark.

FitSpark

FitSpark ist im Grunde genommen nichts Anderes als Trainingsempfehlung und/oder Trainingsanleitung, die sich an Deinem aktuellen Tagesform orientiert. Zu diesem Zweck werden die Daten zu Deinem Erholungsstatus aus der Nightly Recharge Funktion herangezogen und FitSpark schlägt Dir zwei bis vier Trainingseinheiten vor, die auf Deinen momentanen körperlichen Zustand abgestimmt sind.

Dabei kann es sich um Cardio-Training in unterschiedlichen Intensitäten oder verschiedene Formen des Krafttrainings handeln.

Sicher gibt es am Markt bereits viele Fitness Tracker oder Sportuhren, die verschiedene Trainingsprogramme anbieten. Jedoch ist die Polar Ignite die erste Uhr, die Deine aktuelle Tagesform berücksichtigt und damit wirklich individuelle Trainingseinheiten anbietet.

In den 14 Tagen in denen ich die Sportuhr getestet habe, kann ich noch wenig über die neuen Features sagen. Das betrifft besonders Nightly Recharge, da ich über keine Vergleichswerte verfüge. Ich konnte aber beobachten, daß sich der ANS-Status deutlich änderte, als ich in einer Nacht nur rund fünf Stunden schlecht geschlafen und in der zweiten Woche einen ganzen Tag bis in den späten Abend starke Kopfschmerzen hatte.

In beiden Fällen sank der ANS-Status deutlich unter die gewohnten Werte.

Ein weitere Beobachtung die ich machte, war die Auswirkung eines schlechten ANS-Status auf das folgende Training. Schlief ich schlecht und erholte mich daher nur mäßig, war das Training am nächsten Tag eher mühsam und zäh, was auch an den Leistungswerten erkennbar war. Außerdem deckten sich die Daten aus der Nightly Recharge und dem Trainingsprotokoll mit meinem subjektiven Körpergefühl.

Ich persönlich bin zugegeben sehr beeindruckt von den neuen Funktionen und habe mir vorgenommen, in den nächsten Wochen die Trainingsvorschläge der Ignite genau zu befolgen. Bin gespannt, ob ich irgendwelche Veränderungen bemerke.

FitSpark Update 01.10.2019

Konkret werden über das Feature, je nach Erholungsstatus folgende Übungen vorgeschlagen

  • dynamische Übungen für mehr Mobilität rund 25 Minuten
  • statische Übungen für mehr Mobilität rund 20 Minuten
  • verschiedene Cardio-Einheiten zwischen 30 Minuten und rund 2 Stunden in unterschiedlichen Intensitäten
  • Krafttraining Eigengewicht 25 Minuten
  • Krafttraining Zirkeltraining 45 Minuten

Wie schon erwähnt werden jeden Tag immer bis zu 4 Übungen empfohlen, wobei die erste Einheit, die ist, die Deinem Erholungsstatus optimal entsprechen würde.

An dieser Stelle vielleicht ein wichtiger Hinweis

Die Übungsempfehlungen von FitSpark basieren nicht ausschließlich auf den Messergebnissen von Nightly Recharge, sondern auch auf Deiner Trainingshistorie und Deinem aktuellen Fitness Level.

Daher kann es sein, daß Dir trotz schlechten ANS-Status ( mäßige Erholung) ein anstrengendes Krafttraining vorgeschlagen wird. Genauso umgekehrt – Du bist perfekt erholt ( laut Nightly Recharge) und fühlst Dich gut, sollst aber gemäß FitSpark nur einfache Mobilitätsübungen machen.

Ich gebe zu, daß für mich die Trainingsempfehlungen manchmal nicht ganz nachvollziehbar waren und ich mich auch nicht immer daran gehalten habe.

Trotzdem finde ich FitSpark gemeinsam mit  Nightly Recharge sehr interessant und vor allem auch nützlich für den motivierten Hobbysportler.

 

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Polar Ignite – Sport und Training

In Sachen Sport- und Trainingsfunktionen erhielt die Ignite die selbe Ausstattung wie die Vantage M, jedoch mit einer großen Ausnahme. Es fehlt die ebenfalls noch recht neue Funktion Training Load Pro. Diesen Unterschied musste Polar machen um der Vantage-Serie ein Alleinstellungsmerkmal zu verleihen.

Obwohl im direkten Produktvergleich auf der Herstellerseite nicht angeführt, verfügt die Ignite zumindest noch über den Cardio Load. Bei diesem Feature wird gemessen, wie sich die Trainingsbelastung auf Dein Herz-Kreislauf-System auswirkt. Grundlage dafür ist die gemessene Herzfrequenz während dem Training, die Trainingsdauer, maximale Herzfrequenz und Ruhe-Herzfrequenz und auch diverse biometrische Daten wie Alter und Geschlecht.

Die daraus errechnete Cardio-Belastung wird als Trainingsbelastung (TRIMP) angezeigt und Du bekommst ergänzent dazu Feedback, wie Dein aktueller Trainingszustand aussieht, bzw. Du Dein zukünftiges Training gestaltet solltest.

Hinweis

In den ersten Tagen bekommst Du zum Cardio Load keine Daten geliefert, weil die Uhr zuerst mehrere Trainingseinheiten aufzeichnen muss um Dich sozusagen kennenzulernen. Nach ungefähr drei Trainings werden die ersten Werte angegeben, die im Laufe der Zeit aber immer präziser und aussagekräftiger werden. Erfahrungsgemäß dauert es je nach Trainingsumfang rund ein Monat bis hier tatsächlich realistische Daten und Trends vorhanden sind.

Ansonsten finden sich bei der Ignite alle wichtigen Trainingsfunktionen

  • Lauf-Trainingsprogramme
  • Geschwindigkeit und Distanz
  • Schrittfrequenz
  • HF max
  • HF Zonen
  • Zone Pointer
  • Running Index
  • Trainingsnutzen
  • Sportprofile
  • Trainingsziele
  • Intervall-Timer
  • Runden autotisch/ manuell
  • Leistungswerte Schwimmen
  • Autostopp/ start
  • Anpassbare Trainingsanzeige
  • Fitness Test

Pulsmessung und GPS

Wie bei jedem meiner Testberichte habe ich mir auch bei der Polar Ignite die Messgenauigkeit der Herzfrequenz und dem integrierten GPS genauer angesehen.

Um die Pulsmessung zu überprüfen absolvierte ich mehrmals meine übliche Laufstrecke von 8 Kilometer. Dabei trug ich neben der Ignite einen Berry King Brustgurt, der mit der Strava-App auf meinem Smartphone gekoppelt war.

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Polar Ignite Brustgurt
durchschnittl. HF 151 151
maximale HF 167 166

Polar Ignite grün, Brustgurt blau

Da die Ignite mit den selben Herzfrequenzsensoren wie die Vantage M ausgestattet ist, erwartete ich ein insgesamt präzise und zuverlässige Messung, wie es auch der Fall war. Zugegeben gibt es zwar an den gekennzeichneten Stellen deutliche Messunterschiede, die aber hinsichtliche durchschnittlicher und maximaler Herzfrequenz keine Auswirkungen hatten.

Abgesehen davon wurde die Pulsmessung im Testzeitraum durch ein Update von Polar ( Update auf die Version 1.1.8) deutlich verbessert. Das Diagramm zum Vergleich Ignite vs. Brustgurt vor dem Update sah so aus.

Polar Ignite grün, Brustgurt blau

Es sind deutliche Messunterschiede, besonders zu Beginn und am Ende des Laufs erkennbar und ich war ehrlich gesagt sehr enttäuscht über dieses Ergebnis. Erfreulicherweise wurde dieses Problem in der Zwischenzeit gelöst.

Um das GPS zu testen, wählte ich eine andere, etwas kürzere Laufrunde. Dabei musste die Ignite gegen den Garmin Forerunner 245 antreten, der in seinem Test mit einem sehr präzisen GPS zu überzeugen wusste.

Garmin Forerunner 6,92 km blau
Polar Ignite 6,88 km grün

Auch hier sind einige kleinere Unterschiede festzustellen, wobei sich diese meiner Meinung sehr in Grenzen halten und daher vernachlässigbar sind.

Smart Notification

Wie immer bei Polar spielen auch bei der Ignite die schlauen Funktionen eine eher untergeordnete Rolle. Die Geräte des finnischen Herstellers sind nun einmal echte Sportuhren und der Focus liegt bei Training und Fitness.

Daher beschränkt man sich auf die Smart Notifications, bei der Du Infos zu eingehenden Anrufen, Nachrichten und Mitteilungen erhältst. Andere smarte Funktionen wie eine Wetter App, Kalender oder Musiksteuerung sind nicht mit an Bord.

Fazit

Die Polar Ignite war eine Riesenüberaschung, weil kaum jemand damit rechnete, daß rund ein dreiviertel Jahr nach der Vantage ein weiteres Modell von Polar auf den Markt kommen wird. Abgesehen davon ist die Ignite für mich eine kleine Revolution am Markt der Sportuhren und Fitness Tracker.

Erstmalig werden wirklich alle relevanten Werte, wie Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Erholungsstatus, Schlafqualität und Trainingsintensität zu einem Gesamtbild zusammengeführt um dadurch die aktuelle Tagesform des Nutzers festzustellen. Unter Berücksichtigung des körperlichen Zustandes werden dann individuell angepasste Cardio- und Krafttrainings vorgeschlagen.

Meines Erachtes handelt es sich dabei um ein äußerst innovatives Konzept, das völlig neue Standards setzt, denen andere Hersteller in ähnlicher Weise mit Sicherheit folgen werden.

Mich hat die Polar Ignite auf ganzer Linie überzeugt und sie ist meiner Meinung die erste Sportuhr, die man tatsächlich als persönlichen Coach bezeichnen kann.

Fazit Update 01.10.2019

Auch nach rund zwei Monaten täglicher Verwendung hat sich meine Meinung zur Polar Ignite nicht wirklich verändert. Noch immer halte ich die Ignite für eine hervorragende Sportuhr, die über Pulsmessung und GPS präzise Daten und mit den neuen Features interessante und nützliche Einsichten zu Fitness und Wohlbefinden liefert.

Polar Ignite - Wasserdichte GPS-Fitnessuhr mit optischer Pulsmessung am Handgelenk und Trainingsanleitungen - Unisex, S/M, Schwarz
  • Das Wahre Potenzial Entdecken: Für alle, die mit richtiger Anleitung Bestleistungen erreichen wollen. Ideal fürs Fitnessstudio, Gruppentraining, Schwimmen, Laufen, Radfahren
  • Schlankes Design für Tragenkomfort Rund um die Uhr: Optische Pulsmessung am Handgelenk, Aufzeichnung von Geschwindigkeit, Distanz und Route mit GPS, Kalorienzähler, Touchscreen
  • Nightly Recharge: Die Funktion Nightly Recharge zeigt an, wie gut sich der Körper nachts von Stress und vom Training erholt
  • FitSpark Tägliche Trainingsanleitung: Erstellung und Anzeige individueller Trainingseinheiten, die auf Erholung und Tagesform basieren
  • Sleep Plus Stages: Die Funktion Sleep Plus Stages misst Schlafqualität, analysiert die Schlafphasen und erstellt detailierte Schlafgrafiken

Letzte Aktualisierung am 16.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API